12 x 12 Challenge – wo sind die deutschen Buchtitel hin?

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Okay, ja, heute ist schon der vorletzte Tag im März und Ihr wartet bestimmt alle schon auf die dritte Frage bzw das dritte Thema meiner Challenge. Na dann schau ich doch mal, worüber wir dieses Mal diskutieren können. Mh, überlegen überlegen …

Ah, ich weiß etwas und zwar aus dem buchigen Bereich. Diese Frage habe ich erst gestern auf meiner FB-Seite gestellt, doch ich denke auch hier können wir uns gut darüber unterhalten.

ᗯᗩᖇᑌᗰ ᘜIᗷT ᗴᔕ ᗴIᘜᗴᑎTᒪIᑕᕼ ᔕO ᐯIᗴᒪᗴ ᗷᑌ̈ᑕᕼᗴᖇ ᗰIT ᗴᑎᘜᒪIᔕᑕᕼᗴᑎ TITᗴᒪ Iᑎ ᗪᗴᑌTᔕᑕᕼᒪᗩᑎᗪ?

Ja, warum eigentlich? Ist Euch doch bestimmt auch schon aufgefallen. Scheinbar ist es mode, dass man seinem Buch, auch wenn der Inhalt in Deutsch geschrieben ist, einen englischen Buchtitel zu verpassen.

Ich finde das echt erschreckend und frage mich wirklich was das soll. Ja die deutsche Sprach ist nicht einfach und, scheinbar, hört sich ein Titel in englisch schöner an, aber wenn der Inhalt doch in deutsch ist, warum dann nicht auch der Buchtitel. Für mich ist diese „Macke“ echt nicht nachvollziehbar. 

Nun musste ich über meinen FB-Beitrag erfahren, dass es Verlage geben soll, die den Autoren dies sogar vorschreiben würden, weil sich sonst ihr Buch nicht verkaufen würde. Ich lass das jetzt mal so stehen, da ich mir dazu kein Urteil bilden kann und auch niemanden aus dem Verlagswesen kenne, der mir dies erklären könnte. Aber fragwürdig finde ich das dann schon.

Auch musste ich im selben Beitrag lernen, dass es in Deutschland wohl nicht gerade einfach währe, einen passenden deutschen Titel zu bekommen (Titelschutz, oder wie das jetzt heißt). Wahnsinn, ich sag ja, Deutschland und seine Bürokratie. Wir organisieren uns noch mal weg.

Ich für meinen Teil plädiere für mehr deutsche Buchtitel und wie seht Ihr das?

Ich bin mal gespannt, was Ihr dazu meint und wie Ihr das seht. Egal ob Ihr mir hier in den Kommentaren antwortet und/oder, worüber ich mich sehr freuen würde, einen eigenen Beitrag auf Eurem Blog zaubert dazu.

Grüßle eure Ela

12 x 12 Challenge – 01/12 – meine schönste Entwicklung in 2021

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Gestern habe ich euch erzählt, dass ich da eine Challenge habe. Das bei dieser jeder mitmachen kann. Was ich auch hoffe. Damit ihr auch wirklich mitmachen könnt …

LASSET DIE SPIELE BEGINNEN 

… oder wie das so schön heißt.

Ich habe mir was schönes einfallen lassen, hoffe ich wenigstens und bin sehr gespannt was ihr daraus macht.

12 x 12 die Erste

Das alte Jahr ist erst wenige Tage um und es gab schon den einen oder auch anderen Jahresrückblick zu lesen. Da kam mir die Idee … nein, nicht noch einen Jahresrückblick von mir. Den habt ihr ja schon 🤣 und einer pro Jahr reicht ja wohl. 

Nein, lasst uns doch mal über die schönste Entwicklung, Neuerung oder Sache reden, die euch im alten Jahr widerfahren ist. Da gibt es doch bestimmt was.

Ich habe euch meine schönste Entwicklung eigentlich ja schon berichtet, doch trotzdem erzähl ich es euch gerne noch einmal. Ich habe mich im November selbstständig gemacht und bin super froh darüber. 

Nun möchte ich euch die Entscheidung, und wie es dazu kam, ein wenig mehr näher erzählen.

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Klick mich

Wie einige sicherlich mitbekommen haben, war ich so dusselig im Juli mal eben einen Freiflug unsere Treppe runter zu veranstalten. Was jedoch nicht so gut ausging, ich laboriere noch immer damit rum. Das nur so nebenbei. 

Naja, dadurch das ich somit für längere Zeit meinen 450,—€-Job nicht ausüben konnte. War Reinigungskraft im Pflegeheim. Kam mein Seebär auf die Idee, dass ich damit aufhören solle. Denn wann und wie schnell mein Fuß wirklich wieder voll belastbar sein würde, stand (und steht noch) in den Sternen. Meinte er doch auch, dass ich ja auch nicht bis ins Rentenalter weiter putzen sollte (hier daheim schon *ironieon). 

Ja und da kam ihm und mir die Idee, dass ich mich selbstständig mache. Damit bin ich nun seit November VA (virtuelle Assistentin) für Büromanagment, Marketing und Tester für Produkte und Dienstleistungen. 

Das war nun meine schönste Entwicklung im alten Jahr und was war eure? Vielleicht erzählt ihr das ja auch mal. Vielleicht lese ich es auf eurem Blog, Social Media Account oder hier unter meinem Beitrag. Ich bin sehr gespannt.

Die nächsten Aufgabe gibt es Anfang Februar, bis dahin, wir lesen uns.

Grüßle eure Ela 

12 x 12 Challenge für 2022

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Neues Jahr – neue Challenge

Ich habe mir für dieses Jahr eine Mitmach-Challenge überlegt. Diese Challenge ist nicht super zeitaufwendig, sondern beläuft sich auf 12 Tage im Jahr bzw auf die 12 Monate des Jahres. Denn diese Challenge soll nicht in stress ausaten, sie soll Spaß machen. 

Button darf mitgenommen werden!

Worum geht es?

Ich stelle hier 12 Aufgaben rein, die jeder, der mag, so erledigen soll, wie er/sie es sich denkt. Egal ob einfach unter meinem Beitrag oder als eigenen Beitrag auf dem eigenen Blog oder Social Media Account. Die jeweilige Aufgabe stelle ich in der ersten Monatswoche ein. Bastel auch gleich für mich einen entsprechenden Beitrag daraus und würde mich freuen, wenn ganz viele mir folgen und ebenfalls mitmachen würden.

Was möchte ich damit erreichen?

Ich möchte einfach nur, dass wir alle bei den Aufgaben jede Menge Spaß haben und uns gegenseitig daran teilhaben lassen.

Wer kann mitmachen?

Jeder der Freude an solchen Challenges hat. Ein Blog oder Social Media Account ist nicht zwangsläufig nötig. Wer so etwas nicht hat, egal wieso oder warum, aber dennoch die Aufgaben erledigen möchte, der macht dies doch einfach unter meinen jeweiligen Beiträgen in den Kommentaren. So kommen wir auch gleich ins Gespräch.

Wann soll es los gehen?

Die erste Aufgabe folgt sehr bald schon. Lasst euch also einfach überraschen was ich mir überlegt habe.

Bis dahin wünsche ich euch einen wundervollen Start in die erste Woche des Jahres.

Meine Beiträge der Themen:

01/12 – meine schönste Entwicklung 2021

02/12 – Umgang mit Situationen, die dein Leben massiv beeinflussen

03/12 – Wo sind die deutschen Buchtitel hin?

Grüßle eure Ela 

Jahresrückblick 2021 und gute Vorsätze für 2022


Als allererstes möchte ich natürlich allen ein frohes, erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2022 wünschen. Ist das neue Jahr doch erst einen Tag alt. Dennoch möchte auch ich mich zu all jenen dazu gesellen und einen Jahresrückblick schreiben. Mal sehen ob und wie ich das hinbekommen werde.

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ᒍᗩᑎᑌᗩᖇ

Wie schon einige Jahre zuvor, bin ich auch dieses Mal wieder ins neue Jahr reingeschlafen 🤪. Das ist nicht wirklich was Neues bei uns, denn ehrlich, warum sollte man sich krampfhaft wach halten 🤣?

Schutzengelchen
Mein Schutzengelchen

Ich habe mal gestöbert, was eigentlich so an Beiträgen im ersten Monat auf meinem Blog waren und da war doch glatt schon ein Jahresrückblick dabei. Wer Lust hat, der schaut doch gerne mal rein, wie ich den geschrieben habe. Hier geht es lang.

Auch mein „365-Tage-Schutzengelchen-Projekt“ ging da noch online, mit dem 164 Tag. Hier habe ich noch mal das Foto für euch, ja und wer sich alle nochmals ansehen möchte, der kann dies hier.

Was macht im Grunde meinen Blog eigentlich aus? Klar, als bekennende Leseratte, natürlich Buchrezensionen und hier findet ihr meine erste Rezension für 2021. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich noch, dass ich es endlich mal wieder schaffe, jede Menge wundervolle Bücher im laufenden Jahr zu lesen. Aber … irgendwas ist ja immer 🤪.

Autoren erzählen Gastbeitrag

Ein etwas älteres Projekt auf meinem Blog hatte auch im Januar wieder einen tollen Beitrag. Biete ich doch Autoren die Möglichkeit sich und ihre/seine Bücher auf meinem Blog in einem eigenen Beitrag zu präsentieren. Und den Anfang machte eine liebe Freundin von mir und zwar Nadja Losbohm. Von ihr habe ich bereits einige wundervolle Bücher gelesen und freue mich auf jedes weitere. 

Über ein „kleines“ Thema konnte ich Anfang des Jahres nicht schweigen. Der 20. Januar 2021 war ein „denkwürdiger“ Tag. Aber lest einfach selbst nach, warum er für mich denkwürdig war.

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ᖴᗴᗷᖇᑌᗩᖇ

Mein Seebär und mein Blog hatten Geburtstag, ansonsten war es eher Ruhig. Obwohl, ich hatte Physiotherapie für mein Bein, dass mir schon seit Jahren Probleme bereitet.

Bloggeburtstag

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ᗰᗩ̈ᖇᘔ & ᗩᑭᖇIᒪ

Sehr ruhig, einfach nur bei meinen „Alten“ zweimal die Woche geputzt. Aber Anfang April war Juniors 18ter Geburtstag. Doch unter Corona war leider nichts mit feiern. Echt schade, was wegen eines miesen Virus so alles flöten geht.

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ᗰᗩI & ᒍᑌᑎI

Auch in diesen beiden Monaten war alles ganz ruhig, etwas arbeiten und etwas Urlaub gehabt. Ja und meine jährliche Kontrolluntersuchung in der Strahlenklinik stand an. Es war alles okay 😍. Auch eine neue, weitere Impfung stand im Juni für mich als Krebsi an. Auf Anraten meiner Hausärztin (und der Stiko) bekam ich die Gürtelroseimpfung. Wer wissen möchte warum, der liest doch einfach mal hier nach.

Blogger Recognition Award

Im Juni wurde mein Blog, das allererste Mal, für den „BLOGGER RECOGNITION AWARD“ nominiert. Was daraus wurde, weiß ich leider nicht. Dieser Award scheint sich im Sande verlaufen zu haben, dennoch habe ich mich über die Nominierung riesig gefreut. So etwas wird meinem Blog wohl sobald nicht wieder passieren, dafür ist er zu klein.

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ᒍᑌᒪI

Am 10. Juli habe ich dann mal einen Freiflug die Treppe runter gemacht. Geplant war das so natürlich nicht. Schon gar nicht abends gegen 20:30 Uhr. Damit habe ich mir mein rechtes Sprunggelenk einmal, etwas sehr, in eine unnatürliche Stellung gebracht. OP, direkt mal am Hochzeitstag (11.07.) auf dem OP-Tisch gelegen, und danach Krücken bekommen. Durfte dann erst einmal sechs Wochen lang, den Fuß überhaupt nicht belasten. Wer mehr bzw genauer darüber Bescheid wissen möchte, der liest sich doch einfach mal hier und hier durch. 

Am 21. Juli 2021 endete mein 365 Tage Projekt!

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ᗩᑌᘜᑌᔕT bis OKTOᗷᗴᖇ

Krankgeschrieben, Physiotherapie für meine Dusseligkeit. Und dann habe ich, gemeinsam mit meinem Seebären, eine Entscheidung getroffen, welche im November auch in die Tat umgesetzt wurde. Dies hieß, ich habe im Oktober bei meinen, bis dato, Arbeitgeber gekündigt. Sehr gute und befreiende Entscheidungen.

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ᑎOᐯᗴᗰᗷᗴᖇ

Das war mein Monat, ich habe da meine Selbstständigkeit begonnen. Damit war ich virtuelle Assistentin. Ach und meine Boosterimpfung bezüglich Covid-19 habe ich mir auch abgeholt. Ich hoffe, dass der miese Virus endlich schwächer wird.

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ᗪᗴᘔᗴᗰᗷᗴᖇ

Im Dezember habe ich weitgehend die wundervolle Adventszeit genossen und das Jahr leise ausklingen lassen.

unser Bäumchen 2021 mit orangen und grünen Kugeln

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ᖇᗴᔕᑌ̈ᗰᗴᗴ

Mein 2021, war nun nicht spektakulär oder sehr aufregend, aber dennoch habe ich ein wenig erlebt und geschafft, worüber ich sehr stolz bin.

Nun bin ich mächtig gespannt was das neue Jahr 2022, so für mich bringen wird, was ich zustande bringe und was ich erreichen werde. 

Auf jeden Fall stehen mehr Rezensionen, mein Herzensprojekt „Krebsi fragt Krebsi“ auf dem Plan, auch werde ich mir Neues einfallen lassen und Altes aus der Versenkung holen. 

Lasst euch einfach überraschen und seid gespannt auf das neue Jahr mit eurem Blümchen.

Über euch und euren Besuch und eure Kommentare freue ich mich auch in diesem Jahr schon riesig.

Grüßle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Antje

Krebsi fragt Krebsi

Es geht mal wieder mit meinem Herzensanliegen „Krebsi fragt Krebsi“ weiter und dieses Mal durfte ich eine für mich sehr wichtige Person interviewen. Die süße Antje. Ganz am Anfang meier Diagnose, was sie die Person, die mich aufgefangen hat. Ich konnte, und kann noch, stets mit all meinen Fragen und Sorgen bezüglich meiner Erkrankung kommen und dafür bin ich ihr unendlich dankbar. Doch lest einfach selbst einmal, was Antje mir geantwortet hat.

Wer bist du?

Eines vorweg…Michaela hat gesagt ich darf so viel erzählen wie ich will J …ob das gut ist, wird man sehen…

Also, ich bin Antje…ich komme aus Bremen und geh mittlerweile auf die 50 zu…ich kann sie quasi schon am Horizont erahnen und ein bisschen erkennen…

Foto © Antje C.

Ich bin Stationspflegeleitung auf einer gynäkologischen Station und in meiner Freizeit bin ich vielseitig unterwegs…zum Beispiel  blogge ich über mein Leben, Musik und Bücher…

über das Schreiben habe ich gelernt meine Gedanken in die Welt zu lassen…sie mir von der Seele zu nehmen…

Ich zeichne sehr gerne – habe vor 2 Jahren für mich dabei Sketchnote entdeckt…seit dem sketchnote ich fast jeden Tag irgendetwas aus meinem Alltag oder aus einem Buch, das ich gerade lese oder Musik, die ich höre und die mich berührt…

Ich lese für mein Leben gern…am liebsten abends im Dunkeln…so entstand dann auch mein Blog „www.LesenimDunkeln.de“…

Titelbild von Antjes Blog #fack.ju.krebs

Mit meinem Mann, meinem Sohn und meinem Vater habe ich seit letztem Jahr eine Parzelle – auch darüber gibt es viel zu berichten…da teilen mein Mann und ich uns den Blog „www.punk-gemuese.de“…

Ich geh gern wandern und auf Konzerte – wenn Corona es wieder zulässt…am liebsten verbringe ich meine freie Zeit aber mit meinem Mann – meinem Seelenmenschen…meinem Komplizen…besten Freund…Liebhaber…Ehemann…Vater meines Sohnes…und da ist dann schon fast egal was wir machen…manchmal einfach nur schweigen…manchmal bis spät in die Nacht reden – über Gott und die Welt…manchmal Geschichten zusammen spinnen die nie jemand außer uns hören wird…

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Der Blog mit dem alles begann und ich mein altes Leben hinter mir ließ, heißt, wie sollte es anders sein, FACKJUKREBS

Hier geht es um meine Erkrankung und Therapie…um meine Gefühle…um Gedanken, die die Erkrankung mit sich brachte und immer noch bringt…

begonnen hat das damals auf einer Facebookseite mit dem Namen „Therapie-Tagebuch“…

genau das war es nämlich…mein Tagebuch…meine Gedanken…irgendwann reichte mir das nicht mehr aus und mein Mann musste mir einen Blog basteln…

wer Lust hat kann mich dort gern besuchen, auch wenn es mittlerweile ruhiger geworden ist, freu ich mich immer über neue Leute…

www.fackjukrebs.de

oder

www.facebook.com/tagebuchac

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Ich habe Brustkrebs…Hormonrezeptor positiv…

Heißt mein Krebs wurde gefüttert von den Östrogenen meines Körpers…

Meine Diagnose bekam ich Anfang April 2015 – genauer gesagt am 10.04.2015…

Festgestellt hatte ich meinen Knoten allerdings schon am 04.04. – Ostersamstag…einfach so nach dem duschen…beim eincremen…

hä? was war‘n das?…noch mal drüber gegangen…Blutleere im Kopf…scheiße…die Brust sieht auch anders aus…

Das kann nicht sein…was mach ich denn jetzt?

Krebs ist kein Notfall (bekam auch ich von einer Ärztin zuhören) – das kann man aber auch nur von sich geben, wenn man auf der anderen Seite des Tisches sitzt…ich fühlte mich definitiv wie ein Notfall…ich hatte das Gefühl, das hier ein Angriff auf mein Leben gestartet wird…und keiner kann mir helfen…ich muss noch drei Tage warten, bis mir ein Arzt weiterhelfen kann…

Collage ©️ Antje C.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Meine ersten Gedanken weiss ich noch sehr genau…die Zeit bis ich aber meinen Befund bekam, war ein stätiges auf und ab…

der Ultraschall gar nicht so schlimm…

die Mammographie komplett ohne Befund…hätte es nicht diesen Tastbefund gegeben, wären die Bilder als unauffällig durchgegangen…

als ich meine Stanze bekam, sagte die Ärzte „bleib mal ganz ruhig…das Material sieht erstmal okay aus…das kennen wir auch anders“…

für mich war zu diesem Zeitpunkt aber schon klar, was das alles bedeutet…ich bin Krankenschwester, in der Gynäkologie…

einen Monat vorher hatte ich gerade meine Prüfung in der Weiterbildung „Breast Nurse – Fachkrankenschwester für Brusterkrankungen“ abgelegt…mein Thema war „die Brustselbstuntersuchung“…

tja hat geklappt würde ich sagen…der getastete Befund hatte eine Größe von 7 mm…

aber ich schweife ab…

man muss wissen, ich habe mich damals in die Hände meiner Ärzte begeben und auch behandeln lassen…mit denen ich auch sonst zusammen arbeite…somit war ich mit diesen Leuten auch auf DU…sie sind in gewisser Weise mein Zuhause…und genau das hat mir auch gut getan…kein anonymer Fall zu sein…

da mein Mann damals gerade einen neuen Job angefangen hatte, wollte ich nicht das er mich zu den Untersuchungen begleitet…dafür war eine meiner besten Freundinnen an meiner Seite…

als wir an diesem Freitag in die Ambulanz kamen um das Ergebnis der Stanze zu erfahren, war das sehr interessant…zumindest im Nachblick…es war gefühlt viel leiser…keiner vom Personal war zu sehen…

dann kam die Ärztin und nahm uns mit…in ihrer Hand hielt sie eine stationäre Akte…mein Gedanke? „oh sie hat sich schon mal gleich die Akte vom nächsten Patienten mitgenommen“…dann sitzt sie uns gegenüber und sagt als erstes „es tut mir so leid“…

ich höre den Satz und schaue einfach stumpf an ihr vorbei aus dem Fenster…meine Freundin greift meine Hand…da draußen vor dem Fenster steht ein Chirurg und raucht…mein Gedanke? „warum seh ich den eigentlich immer nur rauchen?“ 

und dann? Als hätte es einen Knall gegeben, hatte ich ganz plötzlich das Gefühl „ich sitze im falschen Zug…das hier ist nicht mein Zug…ich muss hier raus…ganz schnell“…ich bin an diesem Tag in ein tiefes schwarzes Loch gefallen…allein hätte ich da niemals wieder raus gefunden…und ich bin froh das viele Menschen ganz spontan da waren und für mich Hoffnung hatten, die ich selbst nicht aufbringen konnte…

heute weiß ich, es war alles richtig damals…es war mein Zug…und es war auch mein Koffer, der neben mir stand…manchmal hilft mir jemand ein bisschen beim tragen…aber es wird immer mein Koffer bleiben…und auch mein Zug…

bis ich an diesen Punkt kommen konnte, verging aber sehr viel Zeit…viele Tränen flossen…viele Lach- und Sorgenfalten wurden gebildet…

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog/HP zu starten bzw offen darüber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Mit meiner Diagnose hatte ich erst das Gefühl allein zu sein…niemanden zur Last fallen zu wollen…mich verkriechen und schweigen…aber das ist Blödsinn…diese Erkrankung befällt nicht nur dich…sie befällt dein ganzes Umfeld…deinen Freundeskreis…deine Familie…deinen Partner…deine Kinder…die Arbeit…Bekannte…einfach alle die mit dir zu tun haben…meine eine Freundin sagt immer „so ein bisschen habe auch ich Krebs gehabt“…und jeder hängt mit seinen eigenen Gedanken herum…keiner mag seine Ängste klar äußern…sind sie doch sehr verschieden…mein Mann hatte Angst das ich sterbe…er hat sich vor allem auch Gedanken darüber gemacht wie er mit unserem Sohn allein klar kommen wird…ob es finanziell alles klappt…ich hatte Angst meinen Mann und meinen Sohn verlassen zu müssen…“vergessen zu werden“…ich wollt den beiden doch noch so lange auf den Geist gehen…

Der Blog war erst nur mein Ventil…das was ich nicht aussprechen konnte, konnte ich aber schreiben…und wenn ich Freunde traf, dann wollte ich nicht immer beantworten wie es mir auf Grund der Krebserkrankung geht – ich wollte darauf nicht reduziert werden…ich wollte über das Leben reden…über die schönen Dinge…also bekamen sie alle den Link zu meinem Blog und die Aufforderung doch einfach dort zu lesen, wenn sie wissen wollten wie es gerade mit der Therapie aussieht…das hat gut funktioniert…

Leute die mich besuchten, erzählten mir einfach aus ihrem Leben…sehr selten hatte der Krebs eine große Rolle darin gespielt…nach und nach fanden aber auch andere Brustkrebserkrankte ihren Weg auf meinen Blog…sie sprachen mir Mut zu…holten sich selbst aber auch eine Portion Mut bei mir ab…es wurde ein Nehmen und Geben daraus…und das tat gut und tut es noch heute…und, ich war definitiv nicht allein…ich lernte über den Blog mich immer wieder auf das Positive zu konzentrieren…im Netz findet man leider halt oftmals nur negatives…Menschen denen es nicht gut geht, die aber auch kein Licht sehen wollen…die du mit positiven Worten nicht erreichen kannst…davon wollte ich mich distanzieren…die taten mir einfach nicht gut…alles Doofe hat auch immer etwas positives…nicht immer sofort erkennbar…aber trotzdem da…und das galt es für mich zu entdecken…es gibt von mir mehr lachende als weinende Fotos aus dieser Zeit…mein Sohn hat immer Bilder gemalt mit lächelnden Gesichtern…immer mich zwischen ihn und seinem Vater…das hat mir gezeigt, wie auch er mich mit seinen 6 Jahren wahr nimmt – lächelnd, aber Schutz und Halt suchend…

Zeichnung © Sohn von Antje C.

Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen – mein Blog soll anderen Menschen Mut machen…sie nicht die Hoffnung verlieren lassen…Brustkrebs zählt zu dem chronischen Erkrankungen…egal wie gut oder schlecht deine Prognose ist…es wird dich dein restliches Leben begleiten…manchmal nur still und leise…manchmal in Form von Angst…oder auch von Schmerzen…

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Such die Menschen die dir gut tun…meide die anderen… vertraue auf dich und deine Gefühle – du weißt am besten was gut für dich ist…und wenn die Angst kommt, dann versuch sie zuzulassen…schick sie dann aber auch weiter…das ist nicht einfach…das weiß ich selber…ich hatte einen schönen Spruch den ich mir auch heute noch in Erinnerung rufe, wenn die Angst mal wieder übermächtig wird

„Wenn wir uns ständig Sorgen machen, fallen wir einzig und allein unseren Fantasien zum Opfer und sind unfähig zu handeln, weil es eben Fantasien und nicht Tatsachen sind, die uns bedrohen.“

Seit damals ist nichts mehr wie es wahr…ich habe 5 Jahre gebraucht um die Worte einer Psychologin zu verstehen, die von einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ sprach…aber, in meinem heutigen Leben 2.0 wäre nichts wie es ist, wenn es damals nicht gewesen wäre wie es war…mein Leben ist schön…ich liebe es…und ich lebe es mit all meinen Sinnen…und all seinen Facetten…

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Liebe Antje, vielen lieben Dank für deine ausführlichen Antworten und den Einblick in deiner Krebserkrankung und wie du damit umgehst. Auch Danke ich dir persönlich vielmals, dass du stets ein offenes Ohr für mich hast. Bleib wie du bist, ich hab dich lieb.

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Ich hoffe, dass ihr anderen das Interview interessant und informativ fandet. Ist vielleicht ein weiterer Krebsi hier gelandet und hätte Lust sich meinen Fragen zu stellen? Dann schreibt mich einfach per Mail (im Impressum) an.

Bleibt alle gesund bzw werdet es schnell wieder.

Grüßle eure Ela 

Autoren erzählen…Nadja Losbohm

Neues Jahr – alte, wiederzubelebende, Blogaktionen. Ich konnte für meine Blogaktion „Autoren erzählen…“ eine super liebe Autorin gewinnen. Die liebe Nadja Losbohm, wir sind auf FB schon eine kleine Weile verbunden, auch habe ich schon einige Bücher von ihr gelesen und auf der BuchBerlin 2019 konnten wir uns auch endlich mal in die Arme nehmen. Ja und nun hat sie mir einen, wie ich finde, ganz außergewöhnlichen Beitrag für meine Blogaktion geschickt. Denn sie stellt sich nicht einfach nur auf meinem Blog vor, nein…ach lest selbst einfach mal und ihr werdet sehen was ich meine…🥰

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Nadja erzählt:

„Hallo zusammen, heute möchte ich gerne etwas über Mut beim Schreiben erzählen. Nicht nur ist es mutig, wenn man mit seinen Geschichten an die Öffentlichkeit geht. Nein, es ist auch mutig, das zu schreiben, was man möchte. Auf diesen Punkt möchte ich näher eingehen, weil es mir selbst sehr am Herzen liegt, dass Autor*innen mehr Mut zeigen, indem sie ihre Geschichten so verfassen, wie sie es für richtig halten. Das ist natürlich mit einigen Risiken verbunden wie z.B. denen, dass man unter Umständen ungesehen und ungelesen bleibt. Doch wenn mehr Schreiberlinge so arbeiten würden, wäre es nicht mehr so ungewöhnlich und Leser*innen würden mehr besondere Geschichten zu lesen bekommen, anstatt hundertfach dasselbe auf Papier (oder dem eReader)  zu erleben. 

Mein Beitrag ist also quasi ein kleines Plädoyer für mehr Mut beim Schreiben, für mehr Abwechslung, mehr man selbst zu sein und seine Bücher anders sein zu lassen, was noch viel zu selten passiert.

Ich habe mir auch schon des Öfteren anhören müssen, ich solle doch mal etwas anderes schreiben, etwas, das mehr Mainstream ist und nicht so „speziell“. Ich habe dazu immer nein gesagt. Meine Bücher sind anders, weil ich anders bin. Würde ich sie anders schreiben, wäre das für mich Verrat an meinen Geschichten und an mir selbst. Das möchte ich nicht, auch wenn ich so zu 90 % ungesehen und ungelesen vor mich hin dümpele und das Schreiben nur ein Verlustgeschäft ist (Meine Einnahmen in 2020 beliefen sich durch Buchverkäufe auf ca. 120 Euro, denen gegenüber mehr als 2000 Euro an Ausgaben stehen!). Zumindest was den finanziellen Aspekt angeht, würde es naheliegen, das Schreiben und Veröffentlichen sein zu lassen. Für solch ein Jahresgehalt würde hier doch niemand arbeiten gehen, oder?! 

Doch es geht um mehr als das, wenn du wahrlich Schriftsteller*in bist. Denn du kannst nicht anders, als zu schreiben. Also machst du weiter und so habe ich über die Jahre auch einiges gewonnen. So habe ich die Erkenntnis gewonnen, dass es durchaus Leser*innen gibt, die etwas andere Lektüre mögen, die zwischen den Zeilen lesen können, die hinter die Buchstaben blicken können und das Herz, mein Herz, sehen. 

Also, liebe Schreibende, seid mutig und schreibt etwas, das anders ist. Schaut nicht nach rechts oder links und brüht nicht immer wieder dasselbe auf, dass es an jeder Straßenecke gibt. Und liebe Leser*innen, seid auch ihr mutig, indem ihr den etwas andersartigen Geschichten eine Chance gebt, womit ich übrigens auch Verlage anspreche. 😉

Und wer ist der Mensch, der das hier schreibt?

Ich bin Nadja, 38 Jahre, lebe in Berlin und schreibe Geschichten der etwas anderen Art. Ehrlichkeit, Offenheit, Melancholie, bunte Phantasiewelten, kritische Aussagen über unsere Gesellschaft, dunkle Gedanken und Emotionen, Texte, die Weltanschauungen hinterfragen – meine Geschichten liest du mit allen Sinnen und findest dich und vielleicht auch ein paar deiner Überlegungen in dem einen oder anderen Buch von mir wieder. 😉

Abgesehen vom Schreiben liebe ich das Lesen, die Ostsee, an deren Stränden ich Diamanten und Bernstein suche *träum*, aber nie finde, die Serie „The Vampire Diaries“, Nagellack, Vanille- oder Stracciatella- Cappuccino und Toffifee (Man nennt mich auch gern „die Toffi-FEE“ 😅).“

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Wahnsinn, nicht wahr? Das ist doch mal eine Selbstvorstellung. Außergewöhnlich und super toll geschrieben. Vielen lieben Dank dafür meine Süße 🥰.

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Damit fehlen nur noch ihre Bücher:

Die Jägerin: Die Anfänge (17.03.2013 + 11.07.2019/Taschenbuch; 20.12.2013/eBook) => meine Rezension

Die Jägerin: Blutrausch (06.08.2013/eBook; 18.07.2019/Taschenbuch) => meine Rezension 

Die Jägerin: Vergangenheit und Gegenwart (12.03.2014/eBook; 19.07.2019/Taschenbuch)

Die Jägerin: Unter der Erde (17.10.2014/eBook; 26.07.2019/Taschenbuch)

Die Jägerin: Die Wiege des Bösen (10.04.2015/eBook; 31.07.2019/Taschenbuch)

Die Jägerin: In alle Ewigkeit (28.01.2019/eBook + Taschenbuch)

The Huntress (englische Ausgabe) (14.12.2014/eBook)

Die Tagebücher des Michael Iain Ryan: (Band 1) (05.08.2017 eBook)

Die Tagebücher des Michael Iain Ryan: (Band 2) (14.11.2020 eBook + Taschenbuch)

Hamster Stopfdichvoll und seine Freunde (29.09.2015/eBook)

Die Magie der Bücher (15.10.2016/eBook) => meine Rezension 

Chadwell Tywyll – Dunkle Märchen (16.10.2019 eBook + Taschenbuch)

Alaspis: Die Suche nach der Ewigkeit (15.10.2012 Taschenbuch; derzeit nicht verfügbar)

Hier findet ihr alle Bücher auf der Amazon-Autorenseite.

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Ich habe für sie vor gut einem Jahr ein kleines Video gebastelt, welches ich euch hier gerne zeigen möchte. Viel Spaß dabei!

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Liebe Nadja, dir möchte ich einen liebes Dankeschön schicken, für diesen wundervollen Beitrag zu meiner Blogaktion und euch, meine Leser, hoffe ich, hat der Beitrag genauso viel Freude bereitet wie mir.

Wenn jetzt auch andere Autoren hier waren und daran Interesse haben, sich mal auf meinem Blog vorzustellen, dann schickt mir doch einfach eine Mail (im Impressum). Ich würde mich sehr freuen, bis dahin, wir lesen uns.

Grüßle eure Ela