Sprecht über Krebs

Immer wieder mal, denke ich darüber nach, was gewesen wäre, wenn ich 2018 meinen Termin zur Mammographie nicht wahrgenommen hätte.

Immer mal wieder, denke ich drüber nach, wann hätte ich wohl den Knoten selbst gefühlt.

Immer mal wieder, denke ich darüber nach, ob es dann noch schlimmer gekommen wäre.

Genau deshalb rede ich darüber – sprecht auch ihr über Krebs.

Grüßle eure Ela

Vorsorge – Gürtelrose-Impfung

Brustkrebsschleife

Vor gut vier Wochen war ich zur reinen Routineuntersuchung bei meiner Hausärztin. In dem Zuge hat sich auch gleich meinen Impfstatus gecheckt und meine Covid19-Impfungen in ihrem Computer eingetragen (ich bekam sie ja über meinen Arbeitgeber und nicht bei ihr). Dabei sagte ihr das Programm, dass bei mir die Gürtelrose-Impfung empfohlen wird, da ich ja durch meine Krebserkrankung und des Bronchialasthmas prädestiniert wäre. Eigentlich wird diese Impfung erst ab 60 Jahren empfohlen, doch durch meine Vorerkrankungen bin ich nun deutlich früher dran. Ich bekam also von ihr ein Rezept für die Anfrage der Kostenübernahme unserer KK. Ja und was soll ich sagen, ich musste gerade mal kurze 1 1/2 Monate auf Antwort und Bestätigung der Übernahme, warten. *ironieon echt schnell waren die *inronieoff 🤣🤣🤣.

Wer nun sagt, aber du bist doch noch keine 60 Jahre alt … meine Hausärztin hat mir, aufgrund meiner Vorerkrankungen, dringend dazu geraten. Das mag bei jedem, in ähnlicher Situation, anders sein. Sprecht am Besten mit eurem Arzt darüber.

Heute nun haben ich das Impfstoff-Rezept abgeholt und zur Apotheke gebracht, dort wurde mir zugesagt, dass das Medikament morgen früh in der Praxis ist. Ich also nochmals zum Hausarzt und Termin vereinbart. Am Donnerstag bekomme ich damit meine erste Dosies und Ende September dann die Zweite.

Damit wieder eine weitere Impfung, fehlt dann nur noch die Grippeschutz, doch die verimpft meine Hausärztin erst ab November in diesem Jahr wurde mir gesagt. Naja, nicht schlimm, wichtiger wäre, wann die Auffrischung bezüglich Covid19 folgt, da meine Impfung ja im Januar 2021 abgeschlossen war.

Nun seid ihr wieder auf dem neuesten Stand der Dinge. Bleibt gesund, achtet auf euch.

Grüßle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Angelika

Krebsi fragt Krebsi


Mein Herzensprojekt geht in die nächste Runde. Dieses Mal konnte ich die Autorin Angelika Wagener, bekannt als Autorin vieler Bastelbücher und Bastelqueen im Teleshopping, für ein Interview gewinnen. 

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Das Interview:

Wer bist du?

Angelika Wagener
Angelika Wagner

Ich heiße Angelika Wagener, bin aktuell 72 Jahre alt, verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder. Ich lebe in Dortmund als Rentnerin. Bekannt wurde ich durch meine Bastelbücher und meine eigenen Produkte, die ich noch bis vor zwei Jahren im Teleshopping verkauft habe.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Es gibt eine Facebookseite unter meinem Namen ( https://www.facebook.com/angelika.geveler.3/) und eine FB Gruppe zu meinem Buch. Die Gruppe heißt „Krebs, Nein Danke!“ (https://www.facebook.com/groups/200145018569764).


Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

2006 wurde bei mir ein G3 Brustkrebs mit Metastasen in den Lympfknoten an der linken Seite diagnostiziert.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Ich hatte Angst zu sterben, da die Ärzte mir keine gute Prognose abgegeben haben. Ich war am Boden zerstört, weil ich nie gedacht hätte, dass es mich auch mal treffen könnte.

Man fragt sich „warum ich?“ und sucht nach Fehlern, die man gemacht haben könnte, die den Krebs ausgelöst haben. Von einem Tag auf den anderen gerät Dein ganzes Leben ins Wanken. Nichts scheint mehr so, wie vorher.

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog/HP zu starten bzw offen darüber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Ich möchte betroffene Frauen davor bewahren, die gleichen Fehler zu machen, wie ich. Es ist mir ein großes Anliegen, den Frauen die Angst zu nehmen. In erster Linie aber möchte ich dazu ermutigen auch andere Wege, als nur die schulmedizinische Sicht, in Erwägung zu ziehen. ich möchte aufzeigen, wie wohltuend es sein kann, selbst ein Stück die Verantwortung für die Genesung und die Zeit danach zu übernehmen. Darum habe ich 14 Jahre nach der Erkrankung angefangen mein Buch zu schreiben.

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Versucht nicht in blinde Panik zu verfallen und laßt Euch vor allen Dingen nicht zu irgendeiner Behandlung drängen. Informiert Euch zuerst über sämtliche Behandlungsmethoden und ihre Erfolge. Dann erst entscheidet Euch für den Weg, der sich für Euch am besten anfühlt. Euer Krebs ist nicht an einem Tag gewachsen………Ihr könnt Euch ruhig ein wenig Zeit lassen, die ideale Behandlung für Euch herauszufinden.

Was Ihr allerdings sofort in Angriff nehmen solltet, sind die Bedingungen zu ändern, die den Krebs haben wachsen lassen. Fleischlose Ernährung ohne Zucker und leere Kohlenhydrate. Keine Industrienahrung. Keine Zusätze, die Euer Immunsystem noch mehr schwächen. Ihr werdet für die Behandlungen ein starkes Immunsystem brauchen. Sucht Euch Hilfe in der Familie, bei Freunden oder bei einem Naturmediziner.

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Vielen lieben Dank liebe Angelika, dass du meine Fragen so ehrlich beantwortet hast.

Kleine Info:

Wer von meinen Lesern, meinen Blog aufmerksam verfolgt, der hat mitbekommen, dass ich gerade erst das Buch der Autorin vorgestellt habe. Vielleicht mögt ihr euch ja meine Rezension dazu nochmals durchlesen.

Ja und wer noch Fragen an Angelika hat, der darf diese gerne in den Kommentaren stellen, ich leite diese weiter.

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Du bist auch ein betroffener Krebsi und hättest Lust mir meine Fragen zu beantworten? Dann melde dich doch einfach per Mail, zu finden im Impressum, bei mir.

Bis dahin, bleibt alle gesund und gebt acht auf euch.

Grüßle eure Ela 

„Krebs Nein Danke!: Mentale Stärke und wilde Kräuter – meine Mitstreiter“ von Angelika Wagener

Rezension Button

Inhalt: Angelika Wagener, bekannt als Autorin vieler Bastelbücher und Bastelqueen im Teleshopping war auf dem Höhepunkt Ihrer Karriere. Beruflich und privat schwebte sie auf Wolken. Aus diesem heiteren Himmel traf sie die Krebsdiagnose wie ein Hammerschlag. War es das jetzt? War mit 57 Jahren alles vorbei? Unzähligen an Krebs erkrankten Menschen gehen die gleichen Gedanken durch den Kopf. Nach der ersten Schockstarre beschloss die Autorin den Kampf gegen den Krebs aufzunehmen. Sie überließ die Bekämpfung dieser heimtückischen Krankheit nicht nur ihren behandelnden Ärzten, sondern suchte nach Wegen, die schulmedizinischen Behandlungen zu unterstützen. Lesen Sie, wie und ob es ihr gelang und was Angelika Wagener aus dieser Erkrankung für ihr weiteres glückliches Leben gelehrt hat. Nehmen Sie teil an ihren Erfahrungen und prüfen Sie, ob ihre Ratschläge auch für Sie umsetzbar sind. Mit viel Fingerspitzengefühl, praktischen Tipps und einem großen Schuss Humor geschrieben; versucht dieser autobiographische Ratgeber vielen betroffenen Menschen und deren Angehörigen Kraft und Mut zu geben.

Mein Fazit: Das vorliegende Buch bekam ich als Taschenbuch direkt von der Autorin Angelika Wagener zur Verfügung gestellt. Meine Rezension ist davon nicht beeinflusst.

Zum Cover … schlicht und, mit dem Abbild der Autorin selbst, schön gestaltet.

Klick zum Buch

Zur Geschichte bzw zum Buch … die Autorin Angelika Wagener nimmt uns hier mit zu ihrer Reise, von der Diagnose Brustkrebs zur Genesung. Dies macht sie sehr anschaulich und bietet gleichzeitig einige Dinge, die ihr geholfen haben. Ich war sehr angetan, wie anschaulich sie ihren Krankheitsverlauf mit ihrem Leser teilt. Wer sich darauf einlassen möchte, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

Daten zum Buch

gelesene Version: Taschenbuch

Seitenzahl: 112 Seiten

Verlag: Tribus Verlag

Meine Bewertung:

4 Bücher
4 Bücher

Hier noch einige Informationen zur Autorin Angelika Wagener:

FB-Account von Angelika Wagener

Wer nun das Buch auch gerne lesen möchte, der findet es unter anderem beim großen A. Viel Spaß beim Lesen und bis zum nächsten Buch.

Grüßle eure Ela 

Nachsorge Up Datet

Brustkrebsschleife

ᑌᑭ ᗪᗩTᗴT

Ich hatte gestern wieder meinen jährlichen Nachsorgetermin in der Strahlenklinik. 

Es ist alles in Ordnung. 

Die Ärztin, die bei mir die Nachsorge gemacht hat, hat mir einige Dinge gerade gerückt und dennoch wird sie sich nun mit meinem Radiologen, bei dem ich zur Mammographie bin, besprechen. Denn ich habe noch immer Schmerzen in der operierten Brust. Sie hat diese abgetastet und auch gemeint, dass sie die Verhärtungen spüre. Jedoch soll ich mir deshalb keine Gedanken machen. Sie wird mit meinem Radiologen sehen, ob ich zusätzlich zur Mammographie noch eine Sonographie bekommen solle. Dies würde sie in ihrem Schreiben an meine Gynäkologin dann empfehlen. Ich denke, und hoffe, jedoch, wenn die beiden dies beschließen, dass man mich dann anruft, denn mein nächster Gynäkologentermin ist erst im August. 

Dennoch bin ich soweit beruhigt und gehe auch nicht davon aus, dass irgendwas gravierendes ist. Ich muss einfach mehr Geduld haben und dann sind auch die Schmerzen in und um die Brust irgendwann weg.

Und damit seit auch ihr wieder auf dem neuesten Stand in Sachen Krebs bei mir.

Grüßle eure Ela

Krebsi fragt Krebsi – mit Anett

Krebsi fragt Krebsi

Mein Herzensprojekt geht in die nächste Runde. Auch diesen Krebsi habe ich im Social Media kennengelernt und konnte sie, die liebe Anett, ziemlich schnell für das Interview gewinnen. Doch lest selbst einmal, was sie zu sagen hat.

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Wer bist du? Mein Name ist Anett, ich bin 44 Jahre alt, gelernte Arzthelferin und Mutter eines 18 jährigen Sohnes. Ich lebe zusammen mit meinem Partner im schönen Westsachsen.

Anett Brünnig

Seit meiner Diagnose bin ich zu Hause, arbeite inzwischen stundenweise auf Honorarbasis als virtuelle Assistentin und psychoonkologische Beraterin und kämpfe seit 2019 um eine Erwerbsminderungsrente, weil ich auf dem regulären Arbeitsmarkt nicht mehr eingesetzt werden kann.

Aktuell mache ich einen Onlinekurs zum Meditationsleiter.

Ich gärtner gerne, gehe wandern und hab mich mutig zum Pilgern gegen Krebs angemeldet.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite? Mein Blog heißt „Horst muss sterben – Leben mit und nach Brustkrebs“

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose? Ich bekam im Juni 2018 die Diagnose invasives Mammakarzinom – Brustkrebs, schnell wachsend und schon über 2cm groß.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung? Als erstes hab ich mir allen Ernstes Sorgen um unseren geplanten Schwedenurlaub gemacht. Ich weiß nicht wie oft ich das während dem Gespräch den Arzt im Brustzentrum gefragt habe. Wir lachen da noch heute drüber und ich hab natürlich dem Arzt ne Postkarte aus Schweden geschrieben.

Dann hatte ich neben Watte eigentlich erst mal die anderen im Kopf.

Wie bring ich das meinem Sohn bei?

Wie werden es meine Eltern verkraften?

Wie lang fall ich jetzt in der Praxis aus?

Ich könnte ja stundenweise arbeiten.

Und morgen sind wir ja zum Geburtstag eingeladen, na klasse.

Die Frau mit der Brustkrebs Diagnose war nicht ich! Ich bin die Arzthelferin, die jetzt alles organisiert.

Aber eins ploppte sofort als Bauchgefühl auf – dann muss die Brust eben ab!

Das dieses Gefühl richtig war, wussten wir dann 1 Jahr später.

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog/HP zu starten bzw offen darüber zu reden? Bloggen war mir nicht unbekannt und warum dann nicht über Brustkrebs, über meinen Brustkrebs?

Am Anfang hatte das auch mehr Tagebuch Charakter,  im Laufe der Zeit wurde es informativ,  aufklären und Mut machen.

Und was möchtest du damit erreichen? Einerseits ist es meine Art das Ganze zu verarbeiten. Andererseits wußte ich durch meine Arbeit als Arzthelferin, das Krebs ein Tabuthema ist und mit Klischees behaftet. Das wollte ich ändern und ich wollte auch meinem direktem Umfeld die Angst nehmen und mir auch, wenn ich ganz ehrlich bin.

Jetzt drei Jahre nach der Diagnosestellung möchte ich aufklären, Tips geben, Mut machen und der Welt da draußen zeigen was es bedeutet mit dieser Diagnose,  der Behandlung und ihren Folgen zu leben.

Foto privat

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben? Verliert nicht den Mut! Ihr dürft traurig,  wütend, frustriert,  enttäuscht oder was auch immer sein, aber verliert nicht den Mut!

Kommuniziert offen! Sprecht oder schreibt darüber, auch über eure Ängste oder das ihr gerade nicht weiter wisst. Euren Familien und Freunden geht es genauso und nur all zu of trauen die sich nicht zu fragen.

Bittet um Hilfe, sucht euch Hilfe und lernt Hilfe anzunehmen!

Ich weiß, das ist nicht einfach. Ich war und bin ein Macher und musste das auch lernen.

Es kommt der Punkt da braucht ihr Hilfe und ich habe oft bemerkt, das es Familie und Freunden gut tut, kleine Aufgaben übernehmen zu können. Einkäufe,  Fahrten zum Arzt, im Haushalt helfen, kochen,  spazieren gehen und so vieles mehr.

Auch Selbsthilfegruppen kann ich da wirklich empfehlen und nicht zu vergessen Fachleute wie psychoonkologische Berater und Psychoonkologen.

DAS LEBEN GEHT WEITER UND ES IST TROTZDEM ODER GERADE DESWEGEN SCHÖN!!!

Ihr werdet nicht alle Tage glatzköpfig und sterbenskrank mit Übelkeit in der Ecke liegen!

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Vielen lieben Dank für deine ehrlichen und wundervollen Antworten liebe Anett.

Wer von meinen Lesern nun gerne mehr wissen möchte von Anett, dann kommentiert einfach unter diesem Beitrag. Anett und ich würden uns sehr darüber freuen. Und denkt daran, auch wenn wir Krebs haben, wir beißen niemanden, der uns was fragt.

GEBT ACHT AUF EUCH!!!

Grüßle eure Ela 

„Annas Blut: Mit dem Wind segeln kann doch jeder“ von Annette Mertens

Rezension Button

Inhalt: Was ist, wenn nur Alleinsein Dein Leben rettet? Sie ist erfolgreich, beliebt und Mittelpunkt jeder Party. Anna, die lebenslustige Wettermoderatorin, träumt von einer Segelreise mit ihrem Mann über den Atlantik. Als sie die Diagnose Blutkrebs erhält, muss sie für mehrere Wochen ins Krankenhaus. Anna überlebt die lebensnotwendige Transplantation ihres Knochenmarks, doch danach ist alles anders. Ihr zerstörtes Immunsystem macht ihr einen Strich durch ihr Leben. Anna muss sich von anderen Menschen isolieren. Sie kann nicht mehr arbeiten und die geplante Segelreise findet nicht statt. Doch Anna gibt nicht auf und sucht ihren Weg in ihr neues Leben. Emotional und Mut machend – eine Geschichte, die den Leser bewegt und zum Nachdenken anregt.

Mein Fazit: Das vorliegende Buch der Autorin (und Krebskämpferin) Annette Mertens bekam ich direkt als Taschenbuch von ihr gesandt. Meine Bewertung ist davon nicht beeinflusst. Bevor ich jedoch zur Geschichte bzw dem Inhalt komme, erst einmal…

klick zum Buch

…zum Cover…Das Cover an sich ist ziemlich neutral gehalten und schließt nicht auf den Inhalt, was in diesem speziellen Fall auch gar nicht muss. Ich finde es nett, es gefällt mir.

Dann komme ich zur Geschichte…die Autorin Annette Mertens hat eine tolle Art zu schreiben. Man kann sich wirklich wundervoll in die Protagonistin hinein versetzen und der Geschichte gut folgen. Da sie sich hier einem sehr speziellen Thema angenommen hat, nämlich dem Blutkrebs, an dem sie selbst erkrankt war, nimmt man ihr auch all die Details ab, von denen sie dort schreibt. Trotzdem, so versicherte mir die Autorin, ist das Buch nicht ihre Biografie. 

Ich musste stellenweise wirklich schlucken, was die Protagonisten Anna so alles über sich ergehen lassen musste. Doch der Weg, den sie eingeschlagen hat, hat mich wirklich mitgenommen. Für mich ist das Buch eines meiner Highlight im Jahr 2021. ich kann es wirklich nur empfehlen.

Meine Bewertung:

5 Bücher
5 Bücher (es müssten eigentlich deutlich mehr sein 😍)

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Daten zum Buch

meine gelesene Version: Taschenbuch

Seitenzahl: 304 Seiten

Verlag: Simon Verlag für Bibliothekswissen

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Wie ihr es gewohnt seid, bekommt ihr noch einige Informationen zur Autorin. Ja und da sie als, ebenfalls, Krebsi, mir vor einer kleinen Weile für ein Interview zu meinem Herzensprojekt „Krebs fragt Krebsi“, Rede und Antwort stand, verlinke ich euch diesen Beitrag hier ebenfalls nochmals.

Homepage der Autorin

Interview zu „Krebsi fragt Krebsi“

Wer nun neugierig geworden ist, der findet das Buch unter anderem beim große A. Viel Spaß beim Lesen.

😍😍😍

Liebe Annette, ich danke dir ganz herzlichen für dein wundervolles Buch und deine Freundschaft. Ich wünsche dir alles, alles Liebe und Gute weiterhin und möge der miese Beifahrer niemals wieder kommen.

Grüßle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Antje

Krebsi fragt Krebsi

Es geht mal wieder mit meinem Herzensanliegen „Krebsi fragt Krebsi“ weiter und dieses Mal durfte ich eine für mich sehr wichtige Person interviewen. Die süße Antje. Ganz am Anfang meier Diagnose, was sie die Person, die mich aufgefangen hat. Ich konnte, und kann noch, stets mit all meinen Fragen und Sorgen bezüglich meiner Erkrankung kommen und dafür bin ich ihr unendlich dankbar. Doch lest einfach selbst einmal, was Antje mir geantwortet hat.

Wer bist du?

Eines vorweg…Michaela hat gesagt ich darf so viel erzählen wie ich will J …ob das gut ist, wird man sehen…

Also, ich bin Antje…ich komme aus Bremen und geh mittlerweile auf die 50 zu…ich kann sie quasi schon am Horizont erahnen und ein bisschen erkennen…

Foto © Antje C.

Ich bin Stationspflegeleitung auf einer gynäkologischen Station und in meiner Freizeit bin ich vielseitig unterwegs…zum Beispiel  blogge ich über mein Leben, Musik und Bücher…

über das Schreiben habe ich gelernt meine Gedanken in die Welt zu lassen…sie mir von der Seele zu nehmen…

Ich zeichne sehr gerne – habe vor 2 Jahren für mich dabei Sketchnote entdeckt…seit dem sketchnote ich fast jeden Tag irgendetwas aus meinem Alltag oder aus einem Buch, das ich gerade lese oder Musik, die ich höre und die mich berührt…

Ich lese für mein Leben gern…am liebsten abends im Dunkeln…so entstand dann auch mein Blog „www.LesenimDunkeln.de“…

Titelbild von Antjes Blog #fack.ju.krebs

Mit meinem Mann, meinem Sohn und meinem Vater habe ich seit letztem Jahr eine Parzelle – auch darüber gibt es viel zu berichten…da teilen mein Mann und ich uns den Blog „www.punk-gemuese.de“…

Ich geh gern wandern und auf Konzerte – wenn Corona es wieder zulässt…am liebsten verbringe ich meine freie Zeit aber mit meinem Mann – meinem Seelenmenschen…meinem Komplizen…besten Freund…Liebhaber…Ehemann…Vater meines Sohnes…und da ist dann schon fast egal was wir machen…manchmal einfach nur schweigen…manchmal bis spät in die Nacht reden – über Gott und die Welt…manchmal Geschichten zusammen spinnen die nie jemand außer uns hören wird…

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Der Blog mit dem alles begann und ich mein altes Leben hinter mir ließ, heißt, wie sollte es anders sein, FACKJUKREBS

Hier geht es um meine Erkrankung und Therapie…um meine Gefühle…um Gedanken, die die Erkrankung mit sich brachte und immer noch bringt…

begonnen hat das damals auf einer Facebookseite mit dem Namen „Therapie-Tagebuch“…

genau das war es nämlich…mein Tagebuch…meine Gedanken…irgendwann reichte mir das nicht mehr aus und mein Mann musste mir einen Blog basteln…

wer Lust hat kann mich dort gern besuchen, auch wenn es mittlerweile ruhiger geworden ist, freu ich mich immer über neue Leute…

www.fackjukrebs.de

oder

www.facebook.com/tagebuchac

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Ich habe Brustkrebs…Hormonrezeptor positiv…

Heißt mein Krebs wurde gefüttert von den Östrogenen meines Körpers…

Meine Diagnose bekam ich Anfang April 2015 – genauer gesagt am 10.04.2015…

Festgestellt hatte ich meinen Knoten allerdings schon am 04.04. – Ostersamstag…einfach so nach dem duschen…beim eincremen…

hä? was war‘n das?…noch mal drüber gegangen…Blutleere im Kopf…scheiße…die Brust sieht auch anders aus…

Das kann nicht sein…was mach ich denn jetzt?

Krebs ist kein Notfall (bekam auch ich von einer Ärztin zuhören) – das kann man aber auch nur von sich geben, wenn man auf der anderen Seite des Tisches sitzt…ich fühlte mich definitiv wie ein Notfall…ich hatte das Gefühl, das hier ein Angriff auf mein Leben gestartet wird…und keiner kann mir helfen…ich muss noch drei Tage warten, bis mir ein Arzt weiterhelfen kann…

Collage ©️ Antje C.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Meine ersten Gedanken weiss ich noch sehr genau…die Zeit bis ich aber meinen Befund bekam, war ein stätiges auf und ab…

der Ultraschall gar nicht so schlimm…

die Mammographie komplett ohne Befund…hätte es nicht diesen Tastbefund gegeben, wären die Bilder als unauffällig durchgegangen…

als ich meine Stanze bekam, sagte die Ärzte „bleib mal ganz ruhig…das Material sieht erstmal okay aus…das kennen wir auch anders“…

für mich war zu diesem Zeitpunkt aber schon klar, was das alles bedeutet…ich bin Krankenschwester, in der Gynäkologie…

einen Monat vorher hatte ich gerade meine Prüfung in der Weiterbildung „Breast Nurse – Fachkrankenschwester für Brusterkrankungen“ abgelegt…mein Thema war „die Brustselbstuntersuchung“…

tja hat geklappt würde ich sagen…der getastete Befund hatte eine Größe von 7 mm…

aber ich schweife ab…

man muss wissen, ich habe mich damals in die Hände meiner Ärzte begeben und auch behandeln lassen…mit denen ich auch sonst zusammen arbeite…somit war ich mit diesen Leuten auch auf DU…sie sind in gewisser Weise mein Zuhause…und genau das hat mir auch gut getan…kein anonymer Fall zu sein…

da mein Mann damals gerade einen neuen Job angefangen hatte, wollte ich nicht das er mich zu den Untersuchungen begleitet…dafür war eine meiner besten Freundinnen an meiner Seite…

als wir an diesem Freitag in die Ambulanz kamen um das Ergebnis der Stanze zu erfahren, war das sehr interessant…zumindest im Nachblick…es war gefühlt viel leiser…keiner vom Personal war zu sehen…

dann kam die Ärztin und nahm uns mit…in ihrer Hand hielt sie eine stationäre Akte…mein Gedanke? „oh sie hat sich schon mal gleich die Akte vom nächsten Patienten mitgenommen“…dann sitzt sie uns gegenüber und sagt als erstes „es tut mir so leid“…

ich höre den Satz und schaue einfach stumpf an ihr vorbei aus dem Fenster…meine Freundin greift meine Hand…da draußen vor dem Fenster steht ein Chirurg und raucht…mein Gedanke? „warum seh ich den eigentlich immer nur rauchen?“ 

und dann? Als hätte es einen Knall gegeben, hatte ich ganz plötzlich das Gefühl „ich sitze im falschen Zug…das hier ist nicht mein Zug…ich muss hier raus…ganz schnell“…ich bin an diesem Tag in ein tiefes schwarzes Loch gefallen…allein hätte ich da niemals wieder raus gefunden…und ich bin froh das viele Menschen ganz spontan da waren und für mich Hoffnung hatten, die ich selbst nicht aufbringen konnte…

heute weiß ich, es war alles richtig damals…es war mein Zug…und es war auch mein Koffer, der neben mir stand…manchmal hilft mir jemand ein bisschen beim tragen…aber es wird immer mein Koffer bleiben…und auch mein Zug…

bis ich an diesen Punkt kommen konnte, verging aber sehr viel Zeit…viele Tränen flossen…viele Lach- und Sorgenfalten wurden gebildet…

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog/HP zu starten bzw offen darüber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Mit meiner Diagnose hatte ich erst das Gefühl allein zu sein…niemanden zur Last fallen zu wollen…mich verkriechen und schweigen…aber das ist Blödsinn…diese Erkrankung befällt nicht nur dich…sie befällt dein ganzes Umfeld…deinen Freundeskreis…deine Familie…deinen Partner…deine Kinder…die Arbeit…Bekannte…einfach alle die mit dir zu tun haben…meine eine Freundin sagt immer „so ein bisschen habe auch ich Krebs gehabt“…und jeder hängt mit seinen eigenen Gedanken herum…keiner mag seine Ängste klar äußern…sind sie doch sehr verschieden…mein Mann hatte Angst das ich sterbe…er hat sich vor allem auch Gedanken darüber gemacht wie er mit unserem Sohn allein klar kommen wird…ob es finanziell alles klappt…ich hatte Angst meinen Mann und meinen Sohn verlassen zu müssen…“vergessen zu werden“…ich wollt den beiden doch noch so lange auf den Geist gehen…

Der Blog war erst nur mein Ventil…das was ich nicht aussprechen konnte, konnte ich aber schreiben…und wenn ich Freunde traf, dann wollte ich nicht immer beantworten wie es mir auf Grund der Krebserkrankung geht – ich wollte darauf nicht reduziert werden…ich wollte über das Leben reden…über die schönen Dinge…also bekamen sie alle den Link zu meinem Blog und die Aufforderung doch einfach dort zu lesen, wenn sie wissen wollten wie es gerade mit der Therapie aussieht…das hat gut funktioniert…

Leute die mich besuchten, erzählten mir einfach aus ihrem Leben…sehr selten hatte der Krebs eine große Rolle darin gespielt…nach und nach fanden aber auch andere Brustkrebserkrankte ihren Weg auf meinen Blog…sie sprachen mir Mut zu…holten sich selbst aber auch eine Portion Mut bei mir ab…es wurde ein Nehmen und Geben daraus…und das tat gut und tut es noch heute…und, ich war definitiv nicht allein…ich lernte über den Blog mich immer wieder auf das Positive zu konzentrieren…im Netz findet man leider halt oftmals nur negatives…Menschen denen es nicht gut geht, die aber auch kein Licht sehen wollen…die du mit positiven Worten nicht erreichen kannst…davon wollte ich mich distanzieren…die taten mir einfach nicht gut…alles Doofe hat auch immer etwas positives…nicht immer sofort erkennbar…aber trotzdem da…und das galt es für mich zu entdecken…es gibt von mir mehr lachende als weinende Fotos aus dieser Zeit…mein Sohn hat immer Bilder gemalt mit lächelnden Gesichtern…immer mich zwischen ihn und seinem Vater…das hat mir gezeigt, wie auch er mich mit seinen 6 Jahren wahr nimmt – lächelnd, aber Schutz und Halt suchend…

Zeichnung © Sohn von Antje C.

Um auf die Ausgangsfrage zurück zu kommen – mein Blog soll anderen Menschen Mut machen…sie nicht die Hoffnung verlieren lassen…Brustkrebs zählt zu dem chronischen Erkrankungen…egal wie gut oder schlecht deine Prognose ist…es wird dich dein restliches Leben begleiten…manchmal nur still und leise…manchmal in Form von Angst…oder auch von Schmerzen…

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Such die Menschen die dir gut tun…meide die anderen… vertraue auf dich und deine Gefühle – du weißt am besten was gut für dich ist…und wenn die Angst kommt, dann versuch sie zuzulassen…schick sie dann aber auch weiter…das ist nicht einfach…das weiß ich selber…ich hatte einen schönen Spruch den ich mir auch heute noch in Erinnerung rufe, wenn die Angst mal wieder übermächtig wird

„Wenn wir uns ständig Sorgen machen, fallen wir einzig und allein unseren Fantasien zum Opfer und sind unfähig zu handeln, weil es eben Fantasien und nicht Tatsachen sind, die uns bedrohen.“

Seit damals ist nichts mehr wie es wahr…ich habe 5 Jahre gebraucht um die Worte einer Psychologin zu verstehen, die von einer „Posttraumatischen Belastungsstörung“ sprach…aber, in meinem heutigen Leben 2.0 wäre nichts wie es ist, wenn es damals nicht gewesen wäre wie es war…mein Leben ist schön…ich liebe es…und ich lebe es mit all meinen Sinnen…und all seinen Facetten…

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Liebe Antje, vielen lieben Dank für deine ausführlichen Antworten und den Einblick in deiner Krebserkrankung und wie du damit umgehst. Auch Danke ich dir persönlich vielmals, dass du stets ein offenes Ohr für mich hast. Bleib wie du bist, ich hab dich lieb.

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Ich hoffe, dass ihr anderen das Interview interessant und informativ fandet. Ist vielleicht ein weiterer Krebsi hier gelandet und hätte Lust sich meinen Fragen zu stellen? Dann schreibt mich einfach per Mail (im Impressum) an.

Bleibt alle gesund bzw werdet es schnell wieder.

Grüßle eure Ela 

Neuer Monat – neues Abtasten

Wie jeden Monatsanfang steht auch heute wieder abtasten der Brüste und Lymphgefäße an. Denn auch das ist für uns Frauen extrem wichtig. Dies können wir selbst als Vorsorge für unsere Gesundheit tun.

Mädels, bitte denkt alle daran und tastet euch ab. Auch geht regelmäßig zu eurem Gynäkologen und zur Mammographie.

VORSORGE ist WICHTIG!!!

In diesem Sinne, bleibt gesund!

Grüßle eure Ela

Krebsi fragt Krebsi – mit Astrid

Krebsi fragt Krebsi

Es ist wieder soweit und ich konnte wieder einen Krebsi gewinnen, der mir bei meinem Herzensprojekt hilft. Ich möchte ja damit erreichen, dass niemand mehr angst vor dem Thema Krebs hat und auch uns Krebsis darauf anspricht.

Dieses Mal konnte ich wieder eine meiner lieben Autorinnen gewinnen und zwar die liebe Astrid Hannemann. Eines ihrer Bücher (Link) habe ich vor einigen Jahren hier vorgestellt, ja und als ich die Diagnose bekam, war auch sie eine der ersten, die mir ihre Hilfe im Umgang damit anbot und heute nun ist sie auch bei meinem Projekt dabei.

Ich habe ihr, wie den anderen bisher auch schon, meine Fragen stellen dürfen und nun lest einfach mal, was sie zu erzählen hat.

Wer bist du?

Fotos ©️ Astrid Hannemann

Ich bin Astrid, im August 1960 geboren, somit unverwüstliche 60 Lenze alt und seit letzten Herbst im Vorruhestand. Was ich ausgiebig genieße.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Einen Blog oder Homepage habe ich bisher nicht, nur eine Facebook-Gruppe, die sich aber mit meinen Romanen beschäftigt und nichts mit Krankheiten zu tun hat..

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Im September 2012 während einer Vorsorge Untersuchung wurde  bei mir  ein Knoten in der Brust festgestellt, worauf hin meine Ärztin mich zu einer Biopsie schickte.

Das Ergebnis war dann leider positiv. Zu meinem Glück ist aber nach der Behandlung bisher nichts Neues aufgetreten.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Nach der Diagnose hab ich erstmal gar nicht groß drüber nachgedacht. Okay, ich hab Krebs. Haben tausende andere auch. Und jetzt werden einige lachen und die anderen den Kopf schütteln:

Ich bin als erstes zum Chinesen und hab mir ein ausgiebiges Mittagessen im Restaurant gegönnt. Dann bin ich zu Schwester und Schwager (meine Schwester arbeitet in einem medizinischen Beruf und konnte das fachchinesisch für alle besser deuten). Ich glaube, alle Verwandten waren betroffener als ich selbst. Nachdem es sich rum gesprochen hatte, kamen Kommentare wie: „Ach du Arme! Wie schrecklich, was machst du denn jetzt? Ich würde nur in der Ecke sitzen und heulen. Und Chemo, dann fallen dir doch alle Haare aus! Ausgerechnet du!“

Also, das war nun mein geringstes Problem. Haare wachsen auch wieder. Rum heulen hat mich noch nie vorwärts gebracht. Und warum ich NICHT? So besonders bin ich nicht, dass ich von allen Krankheiten verschont bleiben sollte. Augen zu und durch! Was keine Miete zahlt fliegt raus.

Natürlich war die Chemo eine ziemliche Plagerei. So viele Krebs Varianten es gibt, so viele Chemos gibt es auch. Trotz Mitteln gegen die Übelkeit war mir ständig schlecht. Alles hat nach Seife geschmeckt, ich war schlapp wie ein alter Hering. Ich bin 10 Schritte mit dem Hund raus und habe mich danach gefühlt als hätte ich einen Berg bestiegen. Und von der Bestrahlung danach hatte ich einen fetten Sonnenbrand unter dem Arm. Aber nie bin ich auf den Gedanken gekommen, die Krankheit über mich herrschen zu lassen!

Beim Frisör hab ich rigoros die Haare militärisch kurz abrasieren lassen – zu dem Zeitpunkt konnte ich die schon bündelweise vom Kopf nehmen – und mir zwei Perücken über die Krankenkasse ausgesucht. Meine Frisörin hat geheult. Wäre es nicht Winter gewesen, ich wäre ohne Perücke gegangen. Auf Fragen habe ich wahrheitsgemäß geantwortet aber ich wollte nie bemitleidet werden.

Ganz wichtig ist positive Unterstützung der Familie. Ich hab ne tolle Schwester und Schwager, liebe Freunde und eine tolle Gemeinde um mich herum. Die mich oft besucht haben, für mich eingekauft, mal was geputzt wenn ich nicht konnte. Und ich war immer ganz sicher der Tod ist nicht das Ende von Allem, nur eine Tür. Es geht danach weiter. Wenn es mich derart treffen würde dann ist das eben so.

Nach so einer Erkrankung sieht man aber die Welt doch aus einem anderen Blickwinkel. Hat ein besseres Auge und mehr Sensibilität für kranke Menschen. Man geht immer mit einem mulmigen Gefühl zur Kontrolle. Und ist sehr erleichtert wenn alles gut ist.

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog/HP zu starten bzw offen darüber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

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Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Zum guten Schluss:

Gebt euch selbst nicht auf! Denkt positiv! Unterstützt eure natürlichen Selbstheilungskräfte. Ich würde heute keine Chemo mehr machen lassen ( die richtet zu viel Schaden an) sondern neben einer Bestrahlung mehr auf die Natur vertrauen.

Lasst die Krankheit nicht euer Leben bestimmen! Das ist nicht immer einfach aber machbar. Sprecht offen darüber und versteckt euch nicht. Auch das hilft.

Und: Wer mag, darf sich gerne bei Gelegenheit mal mit mir unterhalten.

Ich arbeite derzeit am neuen Roman und freue mich schon auf die Veröffentlichung. Und ich gedenke noch viele Weitere zu schreiben!

In diesem Sinne!

Bleibt stark und gesund.

Eure Astrid

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Liebe Astrid, vielen lieben Dank für deine wundervollen Antworten und deinen Einblick in deine Krankengeschichte.

Wenn nun ein weiterer Krebsi Lust hat sich meinen Fragen zu stellen, so schreibt mich einfach per Mail (im Impressum) an.

Meinen Lesern möchte ich mit auf den Weg geben, geht offen mit dem Thema um und sprecht die Betroffenen ruhig an, wenn es nicht gewollt ist, dann werden sie es schon sagen. Im allgemeinen, wollen wir ganz normal behandelt werden und nicht mit Samthandschuhen.

In diesem Sinne, bleibt gesund und achtet auf euch und euren Körper.

Grüßle eure Ela