
Immer mal wieder lese ich von anderen Krebspatientinnen, dass endlich jede Art von Therapie beendet ist. Das Leben kann wieder weitergehen – wenn auch als ein neues Leben.
Soweit bin ich leider noch nicht. Und doch ist es okay, so wie es gerade ist.
Nach-Vorsorge-Kontrolltermin absolviert
Heute stand wieder mein halbjährlicher Kontrolltermin bei meiner Gynäkologin an – oder wie ich ihn liebevoll nenne: mein Nach-Vorsorge-Kontrolltermin.
Auf dem Plan standen nicht nur die üblichen Nach- bzw. Vorsorgeuntersuchungen, sondern auch einige weitere Punkte, die abgeklärt werden sollten.
Unter anderem schwebte da das Damoklesschwert: Hormontherapie beenden oder weiterführen.
Kurz zurückgespult: Im Therapieplan jeder Brustkrebspatientin stehen in der Regel fünf Jahre Antihormontherapie.
Da bei mir der Gendefekt BRCA2 festgestellt wurde, kamen nach diesen fünf Jahren noch einmal 2,5 Jahre hinzu – verbunden mit dem Hinweis, dass eventuell weitere 2,5 Jahre folgen könnten.
Und genau diese Entscheidung stand heute an.
In Absprache mit meiner Gynäkologin habe ich mich dazu entschieden, die Therapie um weitere 2,5 Jahre fortzuführen. Am Ende werde ich die Antihormone dann insgesamt zehn Jahre eingenommen haben.
Ich hoffe inständig, dass sich dieser miese Beifahrer nicht zurückmeldet.
Mit dieser Entscheidung, drei Überweisungen (Brust-Sono, Brust-MRT und Knochendichtemessung), einem Rezept für meine Antihormontherapie (Anablock) und einem neuen Termin im September bin ich schließlich guten Mutes aus der Praxis gegangen.
Und ich darf sagen: Es geht mir gut.

Keine Auffälligkeiten – weder zu sehen noch zu fühlen.
Nun hoffe ich einfach, dass meine Ärztin mich nicht wegen des Abstrichs anruft. Dieses Mal wird auch HPV wieder mit überprüft.
Allen meinen lieben weiblichen Followern – aber auch den männlichen – lege ich, wie so oft, ans Herz:
Achtet auf euch. Nutzt die Möglichkeiten der Vorsorge. Nehmt eure Gesundheit ernst.
Grüßle eure Ela









