Krebsi fragt Krebsi – mit Birgit

Krebsi fragt Krebsi

Mir ist klar, das wir heute Ostermontag haben und ich hoffe doch, dass ihr alle, ein ruhiges und wundervolles Osterfest mit euren Lieben hattet. Doch auch an solchen Tagen beschĂ€ftigt mich das Thema Krebs sehr stark. Nicht nur, weil mich selbst dieser miese Beifahrer erwischt hat, sondern eben auch, weil einfach zu hĂ€ufig darĂŒber geschwiegen wird. Genau deshalb habe ich diese Aktion auf meinem Blog ins Leben gerufen und durfte schon einige andere Betroffene interviewen, so wie auch heute wieder. 

Dieses Mal stand mir die liebe Birgit Rede und Antwort. Sie habe ich ĂŒber Instagram bzw die Cancer Unites-WhatsApp-Gruppe einfangen können. 

Lest doch einfach mal, was sie mir geantwortet hat:

Wer bist du?

Birgit Göttlich

Ich bin Birgit Göttlich, 50 Jahre alt und dreifach Mama von 2 Töchtern 14 und 24 Jahre und einem Sohn, der Aufgrund eines Nephroblastoms leider nur 3 Jahre alt werden durfte.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Ihr findet mich auf Instagram unter: birgit_goettlich

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Birgit mit ihrem JĂŒngsten wĂ€hrend der Chemo

Ich erhielt im Alter von 36 Jahren zum ersten Mal die Diagnose Brustkrebs Her 2 neu 3+.Mein 3. Kind war gerade erst 4 Monate alt und bereits im 6. Monat  der Schwangerschaft stellte ich AuffĂ€lligkeiten fest, die aber zunĂ€chst nicht als Krebs erkannt wurden. Statt Krabbelgruppe und Babyschwimmen stand nun fĂŒr mich OP, Chemotherapie, Bestrahlung, Antikörper und Antihormontherapie auf dem Programm. Weitere 5 Jahre spĂ€ter wurde bei der jĂ€hrlichen Mammographie ein Rezidiv entdeckt. Es entpuppte sich als DCIS und ich kam diesmal mit OP und weiteren 5 Jahren Antihormontherapie davon.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Birgits Große mit ihrem Bruder, als dieser noch lebte.

Am Tag meiner Erstdiagnose dachte ich, dass sei mein Todesurteil und ich werde meine Kinder nicht aufwachsen sehen. Ich habe zum damaligen Zeitpunkt nicht geglaubt, dass man eine Krebsdiagnose ĂŒberleben kann. FĂŒr mich war damals Krebs = Tod. Zu viele Kinder hatte ich in dem Jahr mit meinem Sohn auf der Kinderonkologie  sterben sehen.

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Ich habe mich entschlossen darĂŒber zu schreiben, weil ich finde, dass Krebs immer noch ein Tabu Thema ist, mit dem sich Menschen nur auseinandersetzen , wenn Sie selbst oder ein naher Angehöriger erkranken. Als unser Sohn damals erkrankte, wurden wir plötzlich von vielen gemieden, als hĂ€tte er eine ansteckende Krankheit. Aussenstehende wissen oft nicht wie sie sich verhalten sollen. Ohne Haare wird man komisch angesehen , mit Haaren gefragt wieso man noch nicht wieder arbeitet, da man doch wieder gesund ist.

In erster Linie möchte ich Betroffenen Mut machen zu kĂ€mpfen. Mit meiner Geschichte möchte ich aber auch zeigen, dass Krebs wirklich jeden treffen kann, denn Krebs kennt kein Alter.  Ich möchte das Thema Krebs aus der Tabuzone holen, damit sich die Menschen mehr mit dem Thema auseinandersetzen, denn Vorsorge kann Leben retten. Je frĂŒher man Krebs entdeckt umso grĂ¶ĂŸer sind meist die Heilungschancen.

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Allen Neuerkrankten möchte ich sagen, geht einfach einen Schritt nach dem anderen und setzt euch kleine Ziele. Seht die Therapie als Chance wieder gesund zu werden und nicht als Feind, auch wenn es euch manchmal schlecht gehen wird. Verliert nie die Hoffnung, denn es lohnt sich zu kĂ€mpfen. Wenn ihr möchtet vernetzt euch mit anderen Betroffenen oder entsprechenden Seiten, die immer ein offenes Ohr haben und euch aufkommende Fragen beantworten können. Wenn ihr in irgendeiner Form Hilfe benötigt, scheut euch nicht, danach zu Fragen und auch Hilfe anzunehmen. Es gibt ein Leben nach dem Krebs und keiner sollte allein kĂ€mpfen mĂŒssen.

Eure Birgit

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Liebe Birgit, ich sage ganz lieben Dank fĂŒr deine Zeit und das du mir bei meinem Vorhaben geholfen hast. Ich wĂŒnsche dir und deiner Familie alles erdenklich gut und ich hoffe, wir bleiben in Kontakt.

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FĂŒhlt sich ein anderer Betroffener auch angesprochen und wĂŒrde mir gerne bei meiner Blogaktion helfen wollen? Dann meldet euch einfach per Mail (im Impressum) bei mir.

Allen möchte ich sagen, Krebs kennt kein Alter und wir Betroffenen mĂŒssen nicht mit Samthandschuhen angefasst werden oder die Krankheit totgeschwiegen werden. Lasst uns gemeinsam drĂŒber reden, nur so erreichen wir mehr Akzeptanz.

In diesem Sinne, gebt acht auf euch und bleibt bzw werdet gesund.

GrĂŒĂŸle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Nadja

Krebsi fragt Krebsi


Es geht mit meiner mir wichtigen Blogaktion weiter und dieses Mal konnte ich einen anderen Krebsi gewinnen, mit dem ich ĂŒber Instagram in Kontakt gekommen bin. Ich durfte der lieben Nadja von Th!nk Pink meine Fragen stellen und schaut mal, was sie mir geantwortet hat:

Wer bist du?

Eine leidenschaftliche Chaosqueen von knapp 1,60 m with a touch of pink, die das Herz am rechten Fleck trĂ€gt. Eine Lady mit viel Stil, die so wie sie heißt einfach leben will und eine Mama von zwei mini.meÂŽs die in Mitten einer liebevollen Familienbranche mit Ihrem Mann dem Alltag zauberhaften Spirit verleiht. 

Nadja (fotografiert von Rita Rohde | HomeFotoStudio)


Als eigentliche AnĂ€sthesieschwester habe ich das Motto „komm, lass mal Leben retten“ neu definiert, denn der Himmel muss warten! Oder??? 

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Na, ganz typisch – wie soll es auch anders sein im Web: „think-pink.club“.
Aber auch bei Instagram zu finden unter think_pink.club wie auch auf Facebook think-pink.club oder ganz einfach Nadja Will 😉.

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Mein ungebetener Gast Mr. Cancer nennt sich Brustkrebs. Ohne „save the date Karte“ hatte er 2017 heimlich Obdach gefunden- rechte Brust ohne weitere Besucher.

Die Diagnose war Freitag der 13. Oktober 2017. Dr Tag an dem mein Herzensprojekt quasi befruchtet wurde. Die 2,7 cm waren sozusagen die Geburtsstunden des think pink clubsÂź.

VerrĂŒckt aber wahr. 

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Da blieb mir nicht viel ĂŒbrig: tatsĂ€chlich waren die ersten Gedanken, dass meine grĂ¶ĂŸte Angst wahr geworden war an Brustkrebs zu erkranken- UND ich diesen Film sicher nicht mitspielen werde und ganz klar formuliert hab- den Bestatter bestellen zu lassen. 

Das war es dann. Zack Leben vorbei- ohne mit entscheiden zu dĂŒrfen?! Was sollte das denn? 

Dieses Drehbuch hat mich so wahninnig enttĂ€uscht
 ich war wie gelĂ€hmt, da ich von der engagierten Krankenschwester zur hilflosen kranken Schwester wurde! 


Mein behandelnder Chefarzt hatte mir aber den Deal meines Lebens vorgeschlagen:


„ich verspreche Ihnen was, ich mache Sie wieder gesund- aber die mentale Einstellung ist entscheidend, ok?!“ Ich bin den Deal eingegangen – hatte ich eine andere Wahl, außer zu vertrauen? Und aufgrund meines Behandlungsteams, meiner Familie & Freunde wie auch Kollegen war es mir möglich, Schritt fĂŒr Schritt fĂŒr das Leben zu kĂ€mpfen und an mentaler StĂ€rke zu wachsen! Der Chef hat sein Versprechen gehalten und ich habe quasi ein Tattoo im Kopf. Und meine Arbeitszone wurde zu meiner lebensrettenden Therapiezone. Klinik mal anders- und hier fĂ€ngt die Geschichte meines pinken Movement an- was machen eigentlich all die , die von dem ganzen klinischen, der Medizin und den Konditionen nichts wissen.

Kurz: mein Job war doch quasi meine Rettung- fing ja schon bei der Diagnose an. BelĂ€chelt hat mich meine niedergelassene GynĂ€kologin „Sie sind ein Hypochonder“ sagte Sie- es wĂ€ren Verspannungen in der Brust. Sie hat NIX getastet.

WÀre ich nicht die, die was von ihrem Körper und der Medizin versteht wÀren die 20-30 % nicht auf meiner Seite gewesen, heute noch da zu sein!

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog/HP zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Das werde ich öfter gefragt. Ja warum eigentlich?? Genau aus der Erfahrung, dass mich nur noch eins da sein lĂ€sst: mein Beruf, mein Wissen und Ärzte die mich ernst genommen haben! 


Weil ich erfahren habe, was möglich ist und was nicht. In der Schwere der Erkrankung Krebs, dessen Therapie und dessen Aushalten begleitende Maßnahmen, Expertise und QualitĂ€t sind nicht einfach zu finden. Mehrwert schaffen, Wissen bĂŒndeln und fĂŒr jedes Individuum steht ein engagiertes Netzwerk zur VerfĂŒgung. SektorenĂŒbergreifend. Klinisch fehlt es an so vielen Informationen & Möglichkeiten, ein WIR das begleitet, bleibt und dir deinen Rucksack fĂŒr deinen Weg packt- ist all mein Engagement und dies meines Teams wert. Es ist die passende ErgĂ€nzung zur unabdingbaren, wertvollen Schulmedizin. 


Als AnĂ€sthesieschwester einer maximalen Versorgungsklinik, weiß ich wo, dass Gesundheitssystem LĂŒcken aufreißt. Klinisch erhĂ€ltst du eine Fallnummer- aber was passiert mit dir als Krebspatient, wenn du mal wieder im „Wartesaal KREBS“ freundlich Platz nehmen darfst?! Mit dem Denken aufrĂ€umen, Synergien schaffen und Bewusstsein fördern 
.
Ziel: PrĂ€ventiv alle Ladies fĂŒr einem brustbewusstes Leben aufklĂ€ren, den jĂ€hrlich 70.000 Ladies die an Brustkrebs erkranken einen Platz bieten und Flugkraft mit Medizinern | Interessierten entwickeln.  

Ein WIR- gemeinsam statt einsam fĂŒr das Leben – gegen den Krebs!  

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

„Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann- so ist es der Glaube an die eigene Kraft!“
Marie von Ebner-Eschenbach

With a touch of pink,  eure Nadja

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Vielen lieben Dank liebe Nadja, fĂŒr die wundervollen und sehr informativen Antworten. Ich wĂŒrde sagen, wir alle habe dadurch ein wundervolles Bild von dir und deinem Blog erhalten. Damit dich nun auch noch mehr besuchen können, habe ich hier noch den Link fĂŒr alle mitgebracht. Schaut euch unbedingt mal um bei ihr, es lohnt sich.

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Hat nun noch ein anderer Krebsi Lust bekommen und wĂŒrde mir gerne einige Fragen beantworten? Dann meldet euch einfach per Mail (im Impressum) bei mir. Bis dahin…

…liebe GrĂŒĂŸle eure Ela

Krebsi fragt Krebsi – mit Patzi

Krebsi fragt Krebsi

Und endlich darf ich euch wieder einen Krebsi vorstellen, der mir bei meiner Mission ein besseren Umgang mit Krebspatienten, hilft. FĂŒr meine Aktion „Krebsi fragt Krebsi“ konnte ich dieses Mal eine liebe FB-Freundin gewinnen, die ich eigentlich durch eine Buchgruppe dort kennen gelernt habe und durch einige wundervolle und sehr intensive GesprĂ€che haben wir festgestellt, dass wir beide leider diesen miesen Beifahrer haben/hatten. Ja und da lang es nahe, dass ich sie einfach fragte, ob sie bei meiner Blogaktion mitmachen wĂŒrde und deshalb könnt ihr nun hier mein Interview mit meiner sĂŒĂŸen Patzi lesen. Viel Spaß dabei!

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Wer bist du?

Mein Name ist Patricia oder auch Patzi Metzger, bin 51 Jahre und wohne im Rhein-Main-Gebiet. 

Patzi

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Die meisten kennen mich unter meinem Autorennamen Sandrine Dupont. Auf Facebook und Instagram findet ihr mich unter diesem Namen. Oder auf meiner Homepage (www.sandrinedupont.de

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Ich habe Ende Februar 2015 die Diagnose invasiv-lubolĂ€res Mama-Carzinom bekommen, also Brustkrebs. Diese Krebsform ist recht selten und verbreitet sich schnell im befallenen Gewebe. Der Tumor mit dem gesamten DrĂŒsengewebe und Warzenhof/Nippel wurde dann Mitte April 2015 entfernt. Dann folgte im heißesten Sommer des Jahrzehnts die 28 Bestrahlungen und im Februar 2016 der Wiederaufbau mit Gewebeentnahme aus der Bauchdecke.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Mein erster Gedanke war keiner. Der zweite: „Warum ich?“ Ich bin im Jahr 2008 sehr schwer an der Leber erkrankt und hĂ€tte die OP*s im Jahr 2009 fast nicht ĂŒberlebt. Und dann Krebs? Was wollte mir das Schicksal damit sagen? FĂŒr mich brach eine Welt zusammen. Und auch meine gesamte Familie litt sehr. 

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Mir ist es wichtig zu zeigen, dass wir Betroffenen uns nicht verstecken mĂŒssen oder nicht ĂŒber unsere Erkrankung reden dĂŒrfen. Ja, es ist schwer zu ertragen, fĂŒr uns und auch fĂŒr unsere Freunde und Familienangehörigen. Aber es ist NICHTS, was totgeschwiegen werden muss. Es ist nicht unsere Schuld, daran erkrankt zu sein. Wir wurden nicht gefragt, ob wir diesen Krebs wollen oder ob es uns grad passt, dass unser Leben nie wieder so sein wird wie es mal war. Wir mĂŒssen die Öffentlichkeit aufrĂŒtteln und um VerstĂ€ndnis bitten. Denn diese Erkrankung verĂ€ndert alles. Und wir brauchen die Hilfe aller Menschen in unserem Umfeld. Nicht nur fĂŒrs Zuhören, sondern auch durch tatkrĂ€ftige UnterstĂŒtzung. Fragt nicht, wie kann ich helfen, sondern kommt vorbei und ĂŒbernehmt einen Teil unserer Hausarbeit zum Beispiel. Der Zusammenhalt ist so wichtig. Ich hatte diese UnterstĂŒtzung zum GlĂŒck. 

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Versteckt euch nicht. SchĂ€mt euch nicht dafĂŒr, Hilfe zu brauchen und nehmt sie an, wenn sie angeboten wird. Denn nur, wenn wir uns gegenseitig unterstĂŒtzen, können wir das schaffen. Ihr seid nicht allein mit eurem Schicksal. Sucht euch Helfer, fĂŒr den Alltag und auch sonst. Niemand muss das allein ertragen. 

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Vielen lieben Dank Patzi, fĂŒr das wundervolle und aufschlussreiche Interview. Ich hoffe, dass damit auch jeder, der diesen Beitrag nun liest, weiß, dass wir eben darĂŒber reden. Krebs sollte niemals totgeschwiegen werden. 

An all jene, die selbst davon betroffen sind und Interesse haben ebenfalls ihre/seine Geschichte bei mir zu erzĂ€hlen, schreibt mich doch einfach mal per Mail (steht im Impressum) an. 

Bis zum nÀchsten Interview und bleibt bzw werdet gesund!

GrĂŒĂŸle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Sandra

Krebsi fragt Krebsi

Was fĂŒr ein Tag, nicht nur, das heute mein SeebĂ€r Geburtstag hat, nein, es ist auch noch Weltkrebstag. Ja und wie kann ich den besser wĂŒrdigen, wenn nicht mit einem neuen Interviewpartner fĂŒr meine Blogaktion „Krebsi fragt Krebsi“. 

Auch dieses Mal fand ich meinen GesprĂ€chskrebsi ĂŒber dieWhatApp-Gruppe, in der sehr viele Krebsis unterwegs sind. Deshalb begrĂŒĂŸt mit mir die liebe Sandra von Krebsfroh und lest euch einfach mal ihre Antworten zu meinen Fragen durch.

Das Interview:

Wer bist du?

Ich bin Sandra, aktuell 37 Jahre alt und erwarte ich einigen Wochen mein zweites Kind. Ich bin verheiratet und lebe im Raum MĂŒnchen. 

2016 bekam ich Anfang 30 die Diagnose Brustkrebs, was meine ganze Welt auf den Kopf stellte. Aus heutiger Sicht: im positiven Sinne. 

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Seit Hebst 2020 betreibe ich den Blog „krebsfroh“ (www.krebsfroh.de), zudem bin ich bei Facebook, Instagramm und Pinterest als „krebsfroh“ aktiv. Über meine Geschichte und viele Interessante Themen fĂŒr das „Leben nach dem Brustkrebs“ habe ich in meinem Ebook „Mamma- Karzinom: Autobiographischer Ratgeber fĂŒr junge Mamas mit Brustkrebs“ geschrieben. Aktuell bei Amazon erhĂ€ltlich. 

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Ich bekam Ende 2016 die Diagnose Brustkrebs: hormonsensitiv auf Östrogene, HER2 positiv und glĂŒcklicherweise weder lokal- noch fernmetastasiert. 

Als ich erkrankte war ich gerade 33 und hatte kurz zuvor mein erstes Kind entbunden. Meine Tante war vor einigen Jahren bereits mit 42 Jahren an Brustkrebs verstorben. Daher lag die Vermutung nahe, dass ich GentrĂ€gerin einer BRCA Mutation sein könnte. 

Diese Vermutung bestĂ€tigte sich leider kurz nach der Diagnose. Ich trage die BRCA 2 Mutation in mir. Ich habe es von meiner Mama geerbt, meine Schwester ist zum GlĂŒck keine GentrĂ€gerin. 

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Ich denke der Moment der Diagnose wird allen Betroffenen ihr gesamtes Leben prĂ€sent sein. 

Ich hatte damals kurz nach der Geburt meines ersten Kindes einen Knubbel beim Stillen gefunden. Der Kleine war keine zwei Wochen alt. Ich ging also zur FrauenĂ€rztin und nachdem auch eine Woche Abwarten keine VerĂ€nderung brachte, ĂŒberwies sie mich zum Spezialisten. Der machte mir zunĂ€chst Hoffnung, bevor er mir einige Tage spĂ€ter am Telefon dennoch die Hiobsbotschaft „Krebs“ ĂŒbermitteln musste. 

Ich war in dem Moment alleine mit meinem Baby zu Hause. 

Die Worte meines Arztes waren „Es ist bösartig“. Ich fragte gefĂŒhlt 20 mal nach: „Also ist es Krebs?“ 

Die GefĂŒhle, die sich in dem Moment mischen, sind schwer zu beschreiben: Fassungslosigkeit fĂŒhrt wohl zunĂ€chst die Liste an, gepaart mit Angst, UnglĂ€ubigkeit und wohl oder ĂŒbel auch der leisen Hoffnung, dass er sich geirrt haben muss. 

Nach dem Telefonat saß ich da. Alleine mit meinem fast 4 Wochen alten Baby. Ich nahm ihn auf den Arm und weinte. Dieser Moment treibt mir heute noch – ĂŒber 4 Jahre spĂ€ter – TrĂ€nen in die Augen. 

Ich rief meinen Mann und meine Eltern an, aber trotzdem war ich die nĂ€chsten 20 Minuten mit dieser Kenntnis allein. 

Meine grĂ¶ĂŸte Angst kann wohl jede Mutter verstehen: mein Kind nicht aufwachsen zu sehen. Die Angst, sterben zu mĂŒssen. Vielleicht sogar so frĂŒh, dass er sich nicht mehr an mich erinnern kann. 

Dieser und die folgenden Tage waren dominiert von TrĂ€nen. Von Angst und Fassungslosigkeit. 

Als aber die „gesamte Diagnose“ nach einigen Tagen stand, ĂŒbernahm mein Kampfgeist das Ruder: „Aufgeben ist keine Option und eine Komplettremission das Ziel, dass in jedem Fall erreicht wird. Ich bin jetzt krank, werde heilende Therapien bekommen und danach bin ich wieder vollkommen gesund!“  

Das war mein Plan – und ich kann nicht sagen wie dankbar ich dafĂŒr bin, dass dieser Plan genauso aufging!

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Seit dem Tag meiner Diagnose wollte ich selbstbestimmt sein. Das heißt, ich habe mich im Internet und mit FachbĂŒchern umfassend ĂŒber meine Erkrankung und das gesamte Drumherum informiert. 

Zum einen, um den Entscheidungen der Ärzte nicht passiv gegenĂŒberstehen zu mĂŒssen, zum anderen um mir selbst ein möglichst genaues Bild davon zu machen, was in und mit meinem Körper passiert. 

So informiert konnte ich bei meinen unzĂ€hligen Terminen mit spezialisierten Ärzten gezielte Fragen stellen. Ärzte haben heutzutage leider immer weniger Zeit fĂŒr den einzelnen Patienten. Deshalb ist es sehr hilfreich, wenn man im GesprĂ€ch mit weiterfĂŒhrenden Fragen fundierte Antworten der Ärzte erzielen kann. Ich denke im Nachhinein, dass mich die viele Eigenrecherche zu meinen -fĂŒr mich durch die Bank richtigen- Entscheidungen navigieren konnte. 

Insgesamt kam in der Zeit so ein ziemlicher Haufen an Informationen ĂŒber meine Erkrankung zusammen, die mir persönlich sehr geholfen haben, den Schicksalsschlag anzunehmen und den Brustkrebs zu verstehen. 

Nachdem ich die Akuttherapie beendet hatte, ging fĂŒr mich die Recherche weiter: Über selbstbestimmte Möglichkeiten, den Verlauf der Krankheit positiv zu beeinflussen und im besten Fall einem Rezidiv vorzubeugen. Die Schulmedizin versorgt die Patientinnen heutzutage sehr umfassend, insbesondere im Bereich Brustkrebs. 

Dennoch gibt es darĂŒber hinaus eine Vielzahl an Möglichkeiten, auf die Gesundheit (nicht nur) nach Brustkrebs positiv einzuwirken. Ich meine solche Dinge, wie eine gesunde ErnĂ€hrung und regelmĂ€ĂŸigen Sport, der nachweislich Schutz vor einem Rezidiv bieten kann. 

Bis hin zum persönlichen Lebenswandel. Ich bin beispielsweise seit meiner Erkrankung Minimalistin, da mich das Weniger an Besitz auch im Kopf unglaublich befreit. Stressreduktion ist im Allgemeinen ein großes Thema im Nachgang zur Therapie. Oder auch die Zeit: wie kann ich mehr aus meiner Zeit machen?

All diese Recherchen und mein gesamter Lebenswandel geben mir jeden Tag auf’s Neue eine Sicherheit, dass der Krebs nicht zurĂŒckkommen wird. Und diese Ruhe nach der alles verĂ€ndernden Zeit der Diagnose ist meiner Meinung nach sehr erholsam. 

Also, um es kurz zu machen: Ich möchte meine Erfahrungen und meine Erkenntnisse gerne mit Frauen teilen, die sich aktuell am Anfang dieser Reise befinden. Aber auch den Frauen Impulse liefern, wie es im „Leben nach dem Krebs“ weitergehen kann. 

Ein ganz großes fĂŒr mich persönlich wirklich wichtiges Thema ist zudem der „Kinderwunsch nach Brustkrebs“. Das war fĂŒr mich von Anfang an ein sehr emotional besetztes Thema, da ich mir von Herzen ein weiteres Baby gewĂŒnscht habe. Die Ärzte hingegen rieten mir aufgrund des hormonpositiven Tumors eindringlich davon ab. Ich bin momentan im neunten Monat schwanger. Das Baby ist bestens entwickelt, die Schwangerschaft verlief ĂŒberaus unkompliziert und ich hole mir bei jedem Nachsorgetermin ein „alles OK“ ab. Mit dieser Erfahrung möchte ich anderen Frauen Mut machen. 

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Das Wichtigste hatte ich bereits bei der vorhergehenden Frage erwĂ€hnt: Informiere dich! So viel, so seriös und so umfassend wie es nur irgendwie geht. Tausche dich mit Betroffenen (nur denen mit einer positiven Einstellung!) und auch mit deinen FachĂ€rzten intensiv aus. Es ist dein Körper, der den Kampf kĂ€mpft und die anderen sind die Berater. Vertraue auf Ihre Expertise, verliere aber nicht dein BauchgefĂŒhl aus den Augen. 

Ansonsten finde ich es insbesondere am Anfang unerlĂ€sslich, seinen Ärzten vollumfĂ€nglich vertrauen zu können. Wenn du dich nicht wirklich gut beraten und betreut fĂŒhlst, scheu dich nicht, den Arzt zu wechseln! Eine gute Arzt-Patienten- Beziehung ist insbesondere im Kampf gegen eine lebensbedrohliche Krankheit wie Brustkrebs unerlĂ€sslich. Du musst dich ernstgenommen fĂŒhlen. 

SpĂ€ter, wenn die Akuttherapien ĂŒberstanden sind wird es meiner Meinung nach immer wichtiger, auf sich selbst zu hören: Was tut mir gut, was zerrt an meiner Kraft? Was ist mir wichtig in meinem Leben? Sterben werden wir alle irgendwann, das wird durch die Krebsdiagnose nochmal prĂ€senter. Also frage dich: wie möchte ich die Zeit fĂŒllen, die mir bleibt? Eine ĂŒberstandene Brustkrebserkrankung ist in meinen Augen eine zweite Chance. Nutze sie bewusst, um die Dinge in deinem Leben zu vermehren, die du liebst und die Dinge zu reduzieren, die sich nicht gut anfĂŒhlen. Dabei solltest du meiner Meinung nach auch gerne etwas „radikaler“ vorgehen. Denn dieses Leben lebst nur du! Ich rate jeder Betroffenen, den Mut aufzubringen, zu sich selbst zu finden. 

Zu guter Letzt solltest du dich als ganze Person sehen, nicht nur als Krebspatientin oder -ĂŒberlebende. Rein onkologisch ist es in meinem Fall durchaus riskant und fahrlĂ€ssig, mit einer weiteren Schwangerschaft meinem Körper diese Unmenge an Östrogenen zuzufĂŒhren, auf die mein Tumor damals reagierte. 

Aber das ist es, was ich meine: ich bin eben keine onkologische Zahl oder ein „Krebsfall“, ich bin ein Mensch, eine Frau, eine Seele mit GefĂŒhlen und SehnsĂŒchten.

Meine grĂ¶ĂŸte Sehnsucht galt einem weiteren Kind. Ist also der vernĂŒnftigere immer der bessere Weg? Diese Frage sollte sich jede (ehemalige) Krebspatientin stellen: Was ist MIR wirklich wichtig? Wie möchte ICH mein Leben auf Dauer leben? Dann kann die Erkrankung einen unbeschreiblichen Mehrwert in dein Leben bringen, den es vermutlich ohne die Diagnose so nicht gegeben hĂ€tte. Dann beginnt der Moment indem Frauen sagen: ich bin meinem Brustkrebs dankbar!

Und hier noch mal alle Links von Sandra im Überblick:

Homepage

Instagram

Facebook

Pinterest

Ebook

Liebe Sandra, ich danke dir, fĂŒr deine super ausfĂŒhrlichen Antworten und hoffe, dass all deine WĂŒnsche und TrĂ€ume in ErfĂŒllung gehen werden. Auch fĂŒr die bevorstehende Geburt wĂŒnsche ich dir alles Liebe und Gute und anschließend eine wundervolle Kennenlernzeit.

Wie ihr lest, ist es immens wichtig, dass man sich stets gut informiert und genauso wichtig ist es, auf sich und seinen Körper zu achten.  Sprecht also auch ihr ĂŒber Krebs 🩀 und das bitte nicht nur, weil heute Weltkrebstag ist.

Weltkrebstag
Krebshilfe.de

Habt ihr nun noch Fragen an Sandra, dann immer her damit. Gerne auch hier unter diesem Beitrag oder einfach direkt ĂŒber ihre InternetprĂ€senzen.

Bleibt gesund und achtet auf euch.

GrĂŒĂŸle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Annette

Krebsi fragt Krebsi

Endlich darf ich den erste Krebsi bei mir begrĂŒĂŸen und kann damit meinem diesjĂ€hrigen Anliegen ein StĂŒck weit vorantreiben. Ich begrĂŒĂŸe die liebe Annette, welche ich ĂŒber die WhatsApp-Gruppe von Cancer Unites kennengelernt habe. Ihr habe ich meine Frage zugesandt und hier lest ihr nun ihre Antworten darauf:

Wer bist du?

Hallo, zunÀchst einmal möchte ich Dir herzlich danken, dass ich mich hier mit meiner Geschichte vorstellen darf!

Ich bin Annette, 59 Jahre alt, Biologin, und lebe mit meiner Familie in Aachen, ganz in der NÀhe zum DreilÀndereck Niederlande, Belgien und Deutschland.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Ich habe den Blog mit dem Namen https://knochenmarktransplantation-light.de/ , den ich im MĂ€rz 2020 gegrĂŒndet habe. Als Patientin nach einer solchen Transplantation habe ich schon lange den Wunsch gehabt, meine Erfahrungen bei dieser extremen Therapie an andere weiterzugeben. 

Als im MĂ€rz 2020 der Corona-Lockdown uns alle lĂ€hmte, war der richtige Zeitpunkt gekommen. 

Auf meinem Blog helfe ich anderen Menschen vor und nach einer Krebstherapie, insbesondere einer Knochenmarktransplantation, mit Tipps, Inspirationen und Mutmach-Geschichten.

Auf Social Media bin ich außerdem auf facebook unter demselben Namen zu finden (https://www.facebook.com/knochenmarktransplantationlight/) und auf Instagramm unter https://www.instagram.com/lovesammyso/ .

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

In 2007 bekam ich die Diagnose Brustkrebs. Zu dieser Zeit waren meine Kinder 4 und 11 Jahre alt, und ich stand mitten im Leben. Beruflich hatte ich einen anstrengenden, spannenden Job in der Pharmaindustrie und privat meine Familie. 

Drei Jahre spĂ€ter wurde eine geplante Knie-Operation wegen auffĂ€llig schlechter Blutwerte abgebrochen. Ich erhielt im MĂ€rz 2011 die Diagnose MDS (myelodysplastisches Syndrom), das ist eine spezielle Vor-Form einer LeukĂ€mie. Unbehandelt hĂ€tte ich wenig spĂ€ter eine LeukĂ€mie gehabt. Das war gefĂ€hrlich. Meine Ärzte rieten mir dringend zu einer Knochenmarktransplantation. Da ich GlĂŒck hatte, und einer meiner BrĂŒder zu 100 % als Spender in Frage kam, begab ich mich sehr schnell ins Krankenhaus und wurde im August 2011 transplantiert.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Die erste (Brustkrebs)Diagnose erhielt ich telefonisch – an dem Tag der 4. Geburtstagsfeier meiner kleinen Tochter. Es war so ungefĂ€hr eine Stunde bevor die kleinen GĂ€ste kommen sollten. Ich muss gestehen, dass ich das, was ich da gerade am Telefon gehört hatte, nicht glaubte. Wir feierten den Kindergeburtstag, mein Mann fuhr am nĂ€chsten Tag auf lĂ€ngere Dienstreise nach Asien, und ich ging erst ein paar Tage spĂ€ter zu einem Onkologen in die Klinik. Vier Wochen und viele Untersuchungen danach begriff  ich, dass die Ärzte Recht hatten. Erst dann willigte ich in die Therapien ein (3 Operationen, 3 Monate Chemotherapie und 6 Wochen Bestrahlung).

Die Diagnose MDS hat mich schneller erschreckt. Ich hatte geglaubt, mich kann nun gesundheitlich nichts mehr aus der Bahn werfen. Grund fĂŒr die MDS war die SchĂ€digung meines Knochenmarkes. Sehr schnell war klar, dass die Ursache dafĂŒr die Chemotherapie gegen Brustkrebs war.

Als ich das begriff, beschloss ich zu kÀmpfen. Jetzt erst Recht. Den Brustkrebs hatte ich besiegt, und jetzt wollte ich so schnell wie möglich diese Knochenmarktransplantation hinter mich bringen, um alles, was mit Krankheit zu tun hatte, hinter mir zu lassen.

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Die Zeit vor der Knochenmarktransplantation war eine sehr merkwĂŒrdige. Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, und ging nicht mehr arbeiten. Stattdessen  versuchte ich, so viele Informationen wie möglich ĂŒber die Transplantation zu erhalten. Leider gab das Internet nicht die gewĂŒnschten, mutmachenden Informationen her. Sehr oft stieß ich auf Foren, wo erschreckende VerlĂ€ufe und Probleme behandelt wurden. Die medizinischen BroschĂŒren meiner Ärzte waren auch nicht zuversichtlich stimmend. 

In dieser Zeit beschloss ich, dass diese LĂŒcke geschlossen werden muss. Es ist so wichtig, dass Du als Patient vor dieser drastischen, lebensbedrohlichen Therapie, gut informiert, und gleichzeitig zuversichtlich bist.

Mein Blog entstand zwar erst letztes Jahr, aber ich habe viel Zeit gebraucht, mit meinen EinschrĂ€nkungen nach der Transplantation zu leben. Erst jetzt, nach 8 Jahren, habe ich verstanden, was mit meinem Körper passiert ist. Und dass ich die zweite Krebsdiagnose mit der Knochenmarktransplantation ĂŒberwunden habe. Es war mein GlĂŒck. Und meine Zuversicht.

Dies möchte ich gerne in meinem Blog weitergeben. Und andern Menschen die Gelegenheit geben, Antworten auf ihre Fragen vor und nach der Krebstherapie zu finden.

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Drei Dinge sind mir wichtig!

Das allererste: Es geht immer wieder bergauf! Auch in der Situation der Krebserkrankung.

Selbst ich, die zweimal tief in einem Tal gesteckt hat, habe psychische Strategien entwickelt, positiv nach vorne zu schauen. Und das Leben und meine Erfahrungen haben mir Recht gegeben – es geht irgendwann alles wieder besser. Sei es durch Ă€rztliche Hilfe, sei es durch die psychische Einstellung, sei es durch die eigenen SelbstheilungskrĂ€fte, die jeder Patient sicher hat- es gibt einen Weg zurĂŒck in Richtung NormalitĂ€t.

Das zweite ist: 

Du brauchst als Patient sachliche, ehrliche, faktenbasierte Information. Es gibt kaum etwas Schlimmeres in einer Krankheitssituation, als mit Bildern und Berichten von Schwert-Erkrankten dergleichen Diagnose konfrontiert zu werden.

Erst, wenn Du die richtigen, nĂŒchternen, Zuversicht machenden Quellen fĂŒr Deine Fragen gefunden hast, kannst Du Dir Wissen aneignen. Und Wissen hilft gegen Angst, das ist meine Erfahrung.

Mein dritter Hinweis: Suche dir etwas, was Dir Spaß macht und Dir gut tut. 

Die positive Kraft von gesunder Ablenkung kann jedem helfen, den schweren Alltag nach einer Krebsdiagnose oder Krebstherapie zu meistern. Ich habe damals ein neues Hobby gefunden (das Schreiben), und gleichzeitig viel Zeit mit meinem neuen Hund verbracht – das war wie Medizin fĂŒr meine Seele.

Diese drei GrĂŒnde sind unter anderem auch meine Antriebsfeder, meinen Blog zu schreiben. Wenn ich hiermit jemanden in einer Ă€hnlichen Situation helfen kann, hat meine Erkrankung auch schon seinen Sinn gehabt.

Vielen lieben Dank fĂŒr deine Antworten liebe Annette, deine Antworten waren super aufschlussreicher und informativ. 

Vielleicht haben ja nun einige von euch noch weitere Fragen an Annette, dann gerne in die Kommentare damit. Auf jeden Fall hoffe wir, dass wir euch damit ein wenig die Scheu uns Erkrankten gegenĂŒber genommen zu haben. Wir sind eben auch nur Menschen, die ihren Weg gehen, egal wie schwer er sein mag.

Gemeinsam sind wir stark!

Hat jetzt ein anderer Krebsi Lust bekommen und wĂŒrde mir ebenfalls gerne dabei helfen, den Krebs ins Bewusstsein alles zu bekommen, dann meldet euch gerne per Mail (im Impressum) bei mir.

Bis dahin bleibt alle gesund 😍.

Gerne eure Ela 

Krebs 🩀 – reden wir drĂŒber

FĂŒr das neue Jahr habe ich vor, das Bewusstsein fĂŒr Krebserkrankungen zu erweitern bzw euch immer mal wieder Krebsblogger (also Betroffene), social Media-Seiten und auch HP‘s die sich mit der Krankheit befassen, ans Herz legen. Ich wĂŒnsche mir dadurch, dass wir Betroffenen uns besser verbinden und das sich uns Angehörige auch gerne anschließen. Vielleicht bewegen wir dadurch einfach mehr und werden somit besser wahrgenommen und gehört.

Ihr werdet also immer mal wieder Interviews und VorstellungsbeitrĂ€ge bei mir finden und ich hoffe, es wird euch gefallen und ihr besucht diese mal. 

An alle, die sich angesprochen fĂŒhlen und sehr gerne auch einmal hier vorgestellt und interviewt werden möchten, schreibt mich einfach an. Meine Mailadresse findet ihr im Impressum.

Bis dahin, bleibt alle gesund!

GrĂŒĂŸle eure Ela