Lasst uns dem Gesundheitswesen helfen


Heute habe ich mal was anderes und vielleicht nehmt Ihr Euch ja mal kurz etwas Zeit dafĂŒr. Hier geht es um eine, wie ich finde, tolle Neuerung im Gesundheitssystem und ich hoffe, dass diese auch wirklich umsetzbar wird. 

Wie bin ich darauf aufmerksam geworden?

Über meinen Instagram-Account wurde ich angeschrieben ob ich helfen wĂŒrde dieses Thema etwas bekannter zu machen bzw darauf aufmerksam zu machen. 

FĂŒr mich war sofort klar, dass ich dabei helfe. Denn so eine Neuerung wĂ€re fĂŒr viele Patienten eine immense Hilfe. Nicht immer ist es einem möglich direkt zum Arzt zu gehen/fahren. Deshalb unterstĂŒtze ich diese Umfrage sehr, sehr gerne.

Der folgende Text dazu wurde mir gestellt:

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ErstgesprĂ€che oder Befundbesprechungen per Video von zu Hause aus? 

Die Digitalisierung schreitet im Gesundheitswesen immer weiter voran. Insbesondere der Einsatz der medizinischen Videosprechstunde hat sich in den letzten Monaten in vielen Bereichen der Gesundheitsversorgung etabliert.

Unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. med. Martin Teufel, Vize-Direktor Westdeutsches Tumorzentrum wollen wir herausfinden, ob dieses Angebot speziell in der Tumortherapie von Vorteil fĂŒr Sie als Patient/in sein könnte.

Um die Akzeptanz demgegenĂŒber zu erfassen, wollen wir möglichst reprĂ€sentativ Betroffene in allen Krankheits-/Genesungsstadien und mit allen onkologischen Erkrankungen erreichen.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Meinung zu diesem Thema, indem Sie an unserer kurzen Online-Umfrage teilnehmen. Sie ist vollstÀndig anonym und dauert ca. 15 Minuten.

Unter diesem Link finden Sie die Umfrage: https://ww2.unipark.de/uc/onko_Videosprechstunde/

Vielen Dank!

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Ich hoffe, und wĂŒnsche, mir, dass ganz viele von Euch dort mitmachen.

Auch von mir vielen Dank und 



 GrĂŒĂŸle eure Ela 

Auf Wiedersehen Mary

Trauerschleife


Heute kommt ein etwas anderer Beitrag und zwar ein Brief an eine ganz liebe Person.

Meine sĂŒĂŸe Mary,

heute Nachmittag musste ich auf Instagram sehen, dass deine Sis (wie Du sie immer liebevoll genannt hast) uns die traurige Nachricht mitteilte, dass Du heute frĂŒh um 6 Uhr fĂŒr immer deine Augen geschlossen hast. 

Ich bin noch ganz geschockt. NatĂŒrlich war mir klar, dass es wohl irgendwann zu Ende geht, doch so etwas schiebt man immer vor sich her. Will es nicht wahr haben. Und genau das ist nun doch passiert.

Mary und Ela
Mary (rechts) und ich in Trier 2020

Ich möchte so gerne Dich noch einmal in die Arme schließen. Mit Dir Kaffee trinken, reden und lachen. Doch das geht jetzt leider nicht mehr. 

Ich bin dennoch sooooooo froh, dass ich Dich 2020 in Trier persönlich kennenlernen durfte und wir zwei seit dem immer wieder ĂŒber WhatsApp geschrieben und geredet haben. Das Du mir immer mal wieder dein Ohr geliehen hast. Mich aufgebaut hast, obwohl es Dir selbst so dreckig ging. 

Du warst immer fĂŒr andere da, egal wie es Dir selbst gerade ging. Du hast gekĂ€mpft wie eine LÖWIN. 

Ich bin so unendlich stolz und dankbar, dass ich dich meine Freundin nennen durfte und darf. Genau das ist es, woran ich mich jetzt festhalte um nicht wieder zu weinen. 

Ich sehe und höre Dich noch sooooo gut lachen und das baut mich auf.

Liebe Mary, vielen lieben Dank dafĂŒr, dass Du in mein Leben getreten bist und dort deine Spuren hinterlassen hast. Danke fĂŒr so viel Zeit, auch wenn sie eigentlich viel zu kurz war, die Du meine bereichert hast. Ich werde Dich niemals vergessen und stets im Herzen tragen.

Gute Reise und rock die RegenbogenbrĂŒcke mit Nina.

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Cancer Units – Krebs verbindet

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Kᖇᗎᗷᔕ IᔕT ᗮIᑎ ᗩᖇᔕᑕᕌá’ȘOá‘•á•Œ 

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Entschuldigt, wenn ich hier jetzt nur eine Person direkt angeschrieben habe, aber so versuche ich den Verlust meiner liebsten Freundin zu verarbeiten.

GrĂŒĂŸle eure Ela 

Weltkrebstag 2022

Icon

Und wieder ist es soweit, heute ist der Weltkrebstag. Auch ich, als Betroffene, mache darauf aufmerksam. Denn man darf diese Krankheit niemals verschweigen, deshalb rede ich darĂŒber und „nerve“ Euch damit. Denn leider kann es jeden von uns treffen. Dieser miese Beifahrer macht vor niemandem halt und kennt kein alter. Deshalb nutzt bitte alle, die angebotenen Vorsorgeuntersuchungen, denn es kann euer Leben retten.

In diesem Jahr hat sich die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) folgendes Motto auf die Fahne geschrieben (gefunden bei Krebshilfe) 


VERSORGUNGSLÜCKEN SCHLIESSEN

Ich finde es klasse und denke auch, dass daran, weltweit, noch sehr viel gearbeitet werden muss. Denn nicht jeder bekommt genau das, was in seinem/ihrem Fall dringend notwendig ist. Deshalb plĂ€diere ich dafĂŒr, denkt bitte, egal welche Institution, in erster Linie an den Erkrankten und das dieser bestmöglich versorgt wird um wieder gesund werden kann, bzw das jeder Betroffene ein menschenwĂŒrdiges und weitgehend sorgenfreies Leben fĂŒhren kann.

Deshalb nochmals von meiner Seite an die Behörden, Krankenkassen und Rentenanstalten und medizinischen Einrichtungen, denkt mehr mit euren Herzen, als mit dem Geldbeutel.

Allen anderen lege ich ans Herz, nehmt eure Lieben in den Arm und wenn sie von einem der vielen Krebsarten betroffen sind, dann unterstĂŒtzt sie, so gut Ihr könnt.

Ja und dann möchte ich allen noch sagen 
 gebt acht auf Euch und bleibt gesund (soweit möglich) und redet ĂŒber den Krebs.

GrĂŒĂŸle Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Jenny

Krebsi fragt Krebsi



Ich kann nicht anders, aber mir liegt viel an meinem Herzensprojekt und so bin ich unsagbar froh, dass ich immer wieder andere Krebsi dafĂŒr gewinnen kann. Schaut mal, wer sich dieses Mal den Interviewfragen gestellt hat. Die liebe Jenny vom Krabbentagbuch . Lest doch einfach mal, was sie mir geantwortet hat 


Wer bist du?

Jenny, Foto privat

Ich bin Jenny. 37 Jahre jung, Prophylaxe-Assistentin dzt.,  jedoch aufgrund einiger Therapiefolgeerscheinungen leider noch berufsunfĂ€hig. đŸŠ·đŸ˜·

Wohnhaft im Salzburger Flachgau 🇩đŸ‡č mit meinem SchĂ€fermix Gina und meinem bald 15jĂ€hrigen Sohn Erik.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Logo von Jenny bekommen

Aus dem Krabbentagebuch auf Facebook.

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Meine Diagnose erhielt ich im Feb. 20. (????)

Ein triple negatives Mammacarcinom. 

G3, Ki67 80%, 1 befallener Lymphknoten, BRCA1 Mutation

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Ganz ehrlich? 

„So, nun werde ich sterben. 

Was passiert mit meinem Sohn? 

Wie sag ich es ihm? 

Mit meinem Hund? 

Muss der ins Tierheim?“ 

Klare Gedanken zu fassen ist schwer in dieser Situation. 

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Aus zweierlei GrĂŒnden:

  • Erstens: Aufarbeitung. 

Schreiben ordnet Gedanken, unterbricht das Karussell. Niedergeschriebenes belastet

 nicht mehr so stark.

  • Zweitens: AufklĂ€rung und Hilfestellung fĂŒr Erkrankte und deren Angehörige

Im Laufe einer Krebserkrankung wird man mit so vielen liebgemeinten, aber auch besserwisserischen RatschlĂ€gen bombardiert. A‘la „Du sollst jetzt aber keinen Zucker mehr essen“ usw.. 

Ich finde die AufklĂ€rung fĂŒr das Umfeld von Krebspatienten einfach enorm wichtig. 

Auch die vielen Floskeln, wie der Klassiker: „Du musst positiv denken! “ so etwas löst irgendwann oft das Gegenteil von der erhofften Reaktion aus. DarĂŒber habe ich einiges geschrieben. Do`s und Dont`s fĂŒr den Umgang mit uns zum Beispiel. 

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Jenny, Foto privat

Lass dir soviel Zeit, wie du brauchst um zu verarbeiten. Weine und gönn dir schwache Momente. Das darf und muss sein. Du musst eben NICHT immer positiv sein. Aber dann, kneif wieder die Pobacken zusammen und werde Du Herr ĂŒber deine Lage und ĂŒber deine Erkrankung. 

In die Klinik legen und sich denken: „so, dann macht mich mal gesund.“ ist meines Erachtens nach nicht empfehlenswert. 

Was ich damit konkret meine ist z. B.:

  • Informiere dich gut ĂŒber deine Erkrankung
  • lasse dir stets alle Befunde, Blutbild er, OP Berichte etc. aushĂ€ndigen 
  • Der Austausch zwischen verschiedenen Ärzten und Kliniken funktioniert leider nicht immer so traumhaft. Es ist gut wenn du alles immer selber bei der Hand hast und vor allem auch verstehst, was drinsteht. 
  • Hab wĂ€hrend der Therapien selber ein Auge auf dein Blutbild. Ein Calcium, Vit D oder Magnesiummangel zB wird oft nicht mal angesprochen, kann selber
  • jedoch gut ausgeglichen werden und kann (natĂŒrlich immer nach Absprache mit den behandelnden Ärzten) zu einem weit besseren Befinden fĂŒhren
  • Schreib alles auf fĂŒr den nĂ€chsten Arztbesuch. Es gibt keine blöden oder zu viele Fragen. Trau dich lĂ€stig zu sein. Mach dich schlau ĂŒber die Kompetenz
  • deiner Ärzte und trau dich auch zu sagen, von wem du gerne operiert oder behandelt werden willst.
  • Es geht hier um dein Leben. ❀

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Vielen lieben Dank fĂŒr deine Antworten liebe Jenny. 

Ich hoffe, allen hier hat das tolle Interview gefallen und Ihr schaut mal bei der lieben Jenny vorbei. 

Wenn sich andere Krebsis nun angesprochen fĂŒhlen und mir auch gerne bei meinem Herzensprojekt helfen möchten, dann meldet Euch einfach per Mail (steht im Impressum) unter Betreff: Krebsi fragt Krebsi, bei mir.

Damit möchte ich Euch allen nur sagen 


Gebt acht auf Euch und bleibt gesund!

GrĂŒĂŸle eure Ela

Krebsi fragt Krebsi – mit Christian

Krebsi fragt Krebsi


Mein Herzensprojekt geht ins nÀchste Jahr und nach einem erneuten Aufruf in einer FB-Gruppe konnte ich wieder jemanden gewinnen, der uns seine Geschichte erzÀhlt bzw sich meinen Fragen gestellt hat. Doch lassen wir ihn zu Wort kommen 


Hier ist mein Interview mit Christian 

Wer bist du?

©Privatfoto

Ich bin Christian, geb. am 3.08.1970 in Weingarten, verheiratet in 2. Ehe, 2 Kinder aus erster Ehe (Sohn geb. 2000 und Tochter geb. 2004), ehemaliger Bankier und Unternehmensberater, Hobbykoch, Leseratte, Barbecue Liebhaber, Rotweintrinker, Naturfotograf, Skifahrer und Mountainbiker …

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

„Ich erkenne mich selbst – Spezialist in SelbstfĂŒrsorge“ (Adresse: https://cnuebling9.wixsite.com/cnuebling) und meine Instagram Seite Naturfotografie von meinen Outdoor AktivitĂ€ten: https://www.instagram.com/christiannuebling/

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Die Diagnose erhielt ich am 16.11.2020 im Rahmen einer geplanten Operation der Gallenblase als Zufallsergebnis mit dem Ergebnis, dass die Operation abgebrochen wurde.

Adeno-CA der GallengÀnge DD Gallenblasen-CA DD intrahepatisches CCC mit Peritonealkarzinose und diffusem Leberbefall

  • bildgebendes Tumorstadium: T +N+M1 nach TNM-Klassifikation 8. Auflage 2017
  • Tumorklassifikation: UICC Stadium IV
  • PrimĂ€rlokalisation: disseminierter Herdbefall der Leber (linksbetont), wandbetonte Gallenblase, LK-VergrĂ¶ĂŸerungen interaortokaval und an der Leberpforte, HĂ€mangiosis carcinomatosa
  • PrimĂ€rmanifestation: Zufallsbefund bei V.a. Leberabszesse bei bek. Sigmadivertikulitis

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Einfach scheiße! Wie lange lebe ich noch? Was muss ich tun fĂŒr eine Heilung? Wie erklĂ€re ich es meine Liebsten?

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

©Privatfoto

Ich bin ein klassischer Blogger alter Schule (Text anstelle Bild) aus Überzeugung. Ein offener Umgang mit meiner Krankheit trĂ€gt fĂŒr AufklĂ€rung und Entstigmatisierung bei. Ich blogge was mir in den Sinn kommt. Mit Leidenschaft teile ich Ideen, die dabei helfen den Alltag mit viel Lebensfreude zu bewĂ€ltigen. Krebs bedeutet nicht gleich der Tod.

Ich bin kein Schriftsteller, Lektor, Journalist und Publizist – habe keinerlei Erfahrung in dem was ich gerade tue, aber ich mache es einfach!

Ich schreibe aktuell ein Buch ĂŒber mich und meinen Krebs. Ich habe ein Ziel: mit meiner Heilung möchte ich das Buch veröffentlichen und einer breiten Leserschaft zur VerfĂŒgung stellen. Ich möchte anderen Mut machen, zielstrebig mit der Überzeugung an die eigenen SelbstheilungskrĂ€fte und mit Liebe, schwierige Lebenssituationen zu meistern.

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Never give up! Lebt bewusst mit Liebe, Vergebung und vertraut eurer Kraft und Energie!

Vielen lieben Dank fĂŒr deine Antworten und das du mich bei meinem Herzensprojekt unterstĂŒtzt. Meinen lieben Bloglesern danke ich, dass ihr dieses Projekt nun im zweiten Jahr begleiten und wir (all meine Interviewpartner und ich) hoffen, dass wir euch die Angst etwas nehmen können vor diesem miesen Beifahrer. 

Wir können euch nur sagen, hört auf euren Körper, geht zur Vorsorge und tastet (wo möglich) euch ab. Und, was auch wichtig ist, schweigt den Krebs nicht tot, redet dadrĂŒber, nur so werdet ihr ihm Herr. 

In diesem Sinne, gebt acht auf euch und bleibt (weitgehend) gesund.

GrĂŒĂŸle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Nella

Krebsi fragt Krebsi

Und endlich komme ich dazu euch das tolle Interview mit der lieben Nella Rausch von Zellenkarusell vorzustellen. Wie ihr ja wisst, ist es mein Herzensprojekt „Krebsi fragt Krebsi“ und dafĂŒr suche ich immer wieder andere Betroffene, die sich meinen Fragen stellen. Ja und in diesem Zuge, hat sich vor geraumer Zeit auch die liebe Nella meinen Fragen gestellt, aber schaut/lest selbst, was sie mir geantwortet hat.

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Interview mit Nella

Nella Rausch (Foto privat)

Wer bist du?

Ich heiße Nella Rausch (Nella ist mein Spitzname), bin Jahrgang 1966 und in Dortmund geboren. Nach meinem Jurastudium (Nebenfach: Sinologie) in Passau bin ich ĂŒber einige Umwege – auch beruflich – schließlich 1996 in Berlin gelandet. Dort habe ich meinen Ehemann kennengelernt, mit dem ich drei Kinder habe: einen „geschenkten“ Sohn (32 Jahre alt), eine Tochter (19 Jahre alt) und einen Sohn (15 Jahre alt). 

Mein berufliches Leben war bisher sehr abwechslungsreich. Ich habe unter anderem als Journalistin, Werbetexterin, PR-Consultant, Prokuristin und Projektleiterin im Messewesen gearbeitet. Der „rote Faden“ bei allen Stationen war immer das Wort. Ich liebe es zu schreiben, Geschichten zu erzĂ€hlen, Menschen mitzunehmen und unterhaltsam zu informieren.

Medizinische Themen sind mir seit frĂŒhester Kindheit vertraut, da ich aus einer großen Arztfamilie komme. Patienten, Diagnosen und Therapien waren fester Bestandteil der Mittagstischunterhaltung und bestimmten die GesprĂ€che auf wirklich jeder Familienfeier – stöhn. Manchmal wurde es mir echt zu viel. Unter dem sogenannten Weißkittelsyndrom leide ich daher nicht, leichter wurde es damit aber auch nicht unbedingt.

*Wow, du hast echt schon viel erlebt und gemacht, Respekt.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Mein Blog heißt Zellenkarussell: „Sie haben Krebs.“ – Zellenkarussell

Der dazu gehörige Podcast nennt sich „Nellas Neuaufnahme – Warum sich Patienten und Ärzte besser verstehen sollten.“ Hier der Link: Podcast: Nellas Neuaufnahme – Zellenkarussell
 
Ich bin auf Facebook gleich zwei Mal vertreten:
1. Mit meiner sogenannten Fanpage; (1) Nellas Zellenkarussell | Facebook
2. Mit meinem Profil: (1) Nellas Zellenkarussell | Facebook

Außerdem findest du mich auf Instagram: Nella | Mindset-Expertin (@zellenkarussell) ‱ Instagram-Fotos und -Videos

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Die Diagnose Non-Hodgkin-Lymphom (also die Krebserkrankung des blutbildenden Systems) erhielt ich am 06.12.2015.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Ich weiß noch genau, dass ich den Oberarzt, der mir offenbarte, dass wir es bei mir entweder mit einer LeukĂ€mie oder einem Non-Hodgkin-Lymphom zu tun hĂ€tten, gefragt habe, ob es sich da nicht um einen Irrtum handele. Er meine doch nicht wirklich mich, sondern die andere Patientin auf dem Flur. „Das ist doch sicher eine Verwechselung“, hörte ich mich damals sagen. Diese Nachricht war so irreal und so groß!

Gleichzeitig habe ich aber auch sofort gedacht: „Da komme ich wieder raus, ganz klar.“ Denn der 6. Dezember ist nicht nur Nikolaustag, sondern auch der Geburtstag meines Großvaters Nikolaus, der immer ein großes GlĂŒckskind war. Daher war ich eben auch absolut davon ĂŒberzeugt, dass alles gut werden wĂŒrde. Etwas naiv vielleicht, aber ich sollte Recht behalten. Der Weg dorthin war allerdings sehr viel schwerer als gedacht und von allen Ärztinnen und Ärzten eingeschĂ€tzt.

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog zu starten bzw. offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Schon wĂ€hrend der Therapie und in der Reha war ich Anlaufstelle fĂŒr Fragen und Tipps. Viele hatten durch die Art, wie ich in der Visite Fragen stellte, den Eindruck, dass ich mich ganz gut schlage und mehr (verstĂ€ndliche) Antworten bekomme als sie selbst. Oft wurde ich gefragt, ob ich nicht die Visite der Bettnachbarin begleiten oder mit ihr die Formulare fĂŒr die Reha durchgehen kann. Die Sozialarbeiterin auf der Station hatte so viele PatientInnen zu betreuen, dass sie oft gar keine Zeit hatte.

Das musste ich dann aber irgendwann runterfahren, weil es mich zu viel Kraft gekostet hat, die ich ja auch fĂŒr mich brauchte. Eine aufmerksame Psychoonkologin wies mich einfĂŒhlsam zurecht und meinte: „Sie sind auch krank, vergessen Sie das nicht. Sie mĂŒssen sich auch um sich selbst kĂŒmmern.“ Wahre Worte. Trotzdem habe ich nie vergessen, wie hilflos und verloren viele PatientInnen im Klinikalltag und im gesamten Gesundheitssystem waren.

Ausschlaggebend war dann allerdings eine Begegnung in einer Boutique, die mir brutal vor Augen fĂŒhrte, welchen Vorurteilen, Stigmatisierungen wir KrebspatientInnen ausgesetzt sind. Die ganze Geschichte kannst du in meinem Blog nachlesen. Trotzdem hier ganz kurz: Nach dem sie mein Pflaster am SchlĂŒsselbein als Port-Pflaster erkannt hatte und gleich kombinierte, dass ich Krebspatientin bin, sagte sie: „Na, die Hannelore Elstner hat das schon richtig gemacht. Die hat niemanden belĂ€stigt mit ihrem Krebs.“

Ich habe den Laden mit der Bemerkung „Na dann werde ich Sie auch nicht weiter mit meinem Einkauf belĂ€stigen“ schleunigst verlassen. Die „Lady“ hat ziemlich blöd geschaut. Noch auf dem Weg nach Hause habe ich damals beschlossen, dass ich „laut“ werden möchte, sagen will, was geht und was nicht. Alles verpackt in gut recherchierte Informationen, die lockerleicht vermittelt werden. Es gibt in meinem Blog beispielsweise ganz bewusst keine Bilder von InfusionsstĂ€ndern, Spritzen und Krankenhausbetten und -fluren.

Respektvoller Umgang und gute Kommunikation waren mir immer schon sehr wichtig. Das wollte ich mit meinem „Zellenkarussell“ aufgreifen und gleich aufklĂ€ren, was es bedeutet eine Krebsdiagnose zu erhalten. Vor allem zu zeigen, wie wichtig es ist, einander zuzuhören.

Das fĂ€ngt bei den Ärztinnen und Ärzten, dem Pflegepersonal an, geht ĂŒber die Angehörigen, die Lieblingsmenschen, die Kollegen und Nachbarn und hört bei uns selbst auf. Denn auch wir mĂŒssen lernen, dass diese Erkrankung alle Menschen um uns rum erfasst – besonders die, die uns sehr nahestehen.

Krebs ist eben fĂŒr alle Neuland.

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Oh, da gibt es so Vieles.
Ich versuche mich mal auf das aus meiner Sicht wichtigste zu beschrÀnken:

1. Akzeptiere die neue Situation, schaue nicht zurĂŒck. Informiere dich gut (evtl. eine Zweitmeinung einholen) und ĂŒberlege was du selbst tun kannst. Baue dir ein gutes Netzwerk auf. Trenne dich von denen, die, wie Guido Kretschmer von „Shopping Queen“ immer so schön sagt, „Nichts fĂŒr dich tun.“

2. Gib deine Persönlichkeit nicht an der Anmeldung ab. Die Ärzte sind nicht fĂŒr alles zustĂ€ndig. Nur bei dir laufen alle FĂ€den zusammen, nur du kennst deine gesamte Krankenakte.

3. Du bist mehr als deine Krankenakte! Vergiss das bitte nie. Du bist immer noch ein Mensch mit TrĂ€umen, WĂŒnschen, Ideen und Talenten.

4. Igel dich nicht ein, teile dich mit. Niemand kann in deinen Kopf schauen – auch die Ärzte nicht. Wenn du sagst, was du brauchst, wie es dir geht, wo du Schmerzen hast und was du nicht möchtest, können alle um dich herum besser mit dir umgehen. 

5. Nimm dir Auszeiten vom Krebs. Ich weiß, das hört sich komisch an, ist aber wirklich ein zentraler Punkt. Ich habe schnell festgestellt, dass es wichtig ist, „krebsfreie“ RĂ€ume und Zeiten zu schaffen. Tue du das bitte auch. Diese Krankheit ist so mĂ€chtig, sie darf nicht alles bestimmen.

Und schließlich: Gib dich niemals auf. Niemals.
Der Glaube an dich setzt unglaublich viel Energie frei, die auch deinen Therapieverlauf gĂŒnstig beeinflussen kann. Gute Gedanken schenken dir mehr LebensqualitĂ€t.

Mehr Tipps und Gedanken, gerade wenn deine Diagnose noch ziemlich frisch ist, habe ich in meinem Ratgeber „Warum sagt einem das denn niemand? – Was Krebspatienten alles wissen sollten.“ zusammengestellt. Hier ist der Link zum Inhalt und den Rezensionen: Du brauchst – Meinen „Erste-Hilfe“-Ratgeber – Zellenkarussell


Außerdem gibt es ein Workbook gegen die Angst fĂŒr dich. Der Titel lautet: „Angst lass nach!“ Ich habe es mit einer Psychologin entwickelt, die mir bei der Auswahl der Techniken beratend zur Seite stand. Du erhĂ€ltst das kostenlose Exemplar, wenn du dich zu meinem Newsletter „Post von Nella“ anmeldest. Den Link dazu findest du hier: „Post von Nella“ – darauf kannst du dich verlassen – Zellenkarussell.



Ich wĂŒnsche die alles, alles Gute und pass gut auf dich auf.

Deine Nella

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Vielen lieben Dank liebe Nella, fĂŒr die Beantwortung meiner Fragen, du hast uns einen wirklich tollen Einblick geboten. Ich hoffe, dass ihr das Interview mit Nella auch so aufschlussreiche fandet wie ich. Ja und wenn ihr noch weitere Fragen an Nella habt, dann stellt diese doch gerne unter diesem Beitrag.

Mit diesem Interview endet fĂŒr 2021 die Fragerunde, aber 2022 geht es natĂŒrlich damit weiter. Denn man kann nie genau ĂŒber den miesen Beifahrer berichten. Wie heißt es so schön „sprich ĂŒber Krebs, nur so nimmst du die Angst aus ihm“. Ein wenig Ă€ndern möchte ich dennoch das Erscheinen der BeitrĂ€ge, so wird es im kommenden Jahr pro Monat einen Krebsi geben, der sich meinen Fragen stellt. Denn ich möchte keinen meiner Leser ĂŒberfordern. 

Wenn sich nun ein Betroffener angesprochen fĂŒhlt, dann melde dich doch einfach per Mail (im Impressum) unter „Krebsi fragt Krebsi“ bei mir.

Ansonsten wĂŒnsche ich allen 


Gebt acht auf euch und bleibt gesund.

GrĂŒĂŸle Ela 

Neuer Monat, neue Dinge im Anmarsch und Pinktober

Pinktober

Wieder ein neuer Monat und ich lege allen Frauen nahe, ihre BrĂŒste abzutasten. Macht es fĂŒr eure Gesundheit.

Nicht nur ein neuer Monat hat begonnen, sondern auch noch der Monat, in dem es um ᗷᖇᑌᔕTKᖇᗎᗷᔕ geht. Verschließt bitte eure Augen nicht davor. Sagt nicht einfach „mich betrifft es ja doch nicht, ich bin ja gesund“. So dachte ich auch lange und trotzdem war dieser miese Beifahrer dann doch der Meinung, er mĂŒsse bei mir andocken. 

Ja und dann erzĂ€hl ich euch minimal etwas. Es wird sich beruflich was bei mir tun, doch bevor ich dazu mehr erzĂ€hle, muss noch einiges geklĂ€rt werden. Es wird also spannend beim BlĂŒmchen.

Lasst es euch dennoch gut gehen und gebt acht auf euch.

GrĂŒĂŸle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Denise

Krebsi fragt Krebsi

Es geht mal wieder weiter mit meinem Herzensprojekt und dieses durfte ich meine frage der Lieben Denise senden. Lest mal, was sie mir geantwortet hat.

Wer bist du? 

Ich bin Denise, bin (noch) 26 Jahre alt und grade erst nach Rheinland-Pfalz gezogen. UrsprĂŒnglich komme ich aus der Stadt die es nicht gibt – Bielefeld.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Mich findet man auf Instagram unter @krankheiten_in_jungen_Jahren, wieso Krankheiten und nicht Krebs? Weil ich auch ĂŒber meine psychischen Erkrankungen schreibe.

Denise (Foto © Privat)

Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

Ich habe SchilddrĂŒsenkrebs mit Metastasen in den Lymphknoten, meine Diagnose bekam ich im Mai 2020. Es war ein reiner Zufallsbefund. 

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Ich glaube der erste Gedankengang lautete: „Na toll, Krebs. Danke Schicksal, was soll ich denn noch alles bewĂ€ltigen“

Danach musste ich erstmal mit meiner Mama reden, weil ich das nicht so richtig verarbeiten konnte. 

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog/HP zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Ich denke es ist wichtig und richtig ĂŒber Krebs offen zu reden – soweit man das kann. Aus meiner Sicht und Erfahrung kann ich sagen, dass grade junge Menschen viel zu wenig aufgeklĂ€rt sind. Auch nicht unbedingt zum Arzt gehen und sich regelmĂ€ĂŸig checken lassen. Grade weil mein Krebs doch eher seltener ist, fand ich es wichtig darĂŒber zu reden. Zu erzĂ€hlen, dass es anders behandelt wird – ohne Chemo. Trotzdem drauf aufmerksam zu machen, dass es eben auch Krebs ist. NatĂŒrlich ist es auch fĂŒr mich eine Art BewĂ€ltigungsstrategie und eine tolle Möglichkeit um mit anderen in Kontakt zu treten. 

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben? 

Speziell den SchilddrĂŒsenkrebspatienten möchte ich mit geben, dass sie auf ihr BauchgefĂŒhl hören bei der Medikamenteneinstellung. Unser Körper weiß schon recht gut was gut ist und was nicht. Die Ärzte gehen da manchmal sehr strikt nach Lehrbuch vor. Außerdem nicht den Kopf hĂ€ngen lassen, wenn die Einstellung doch lĂ€nger dauert als gesagt wurde. 

Und allen Neuerkrankten möchte ich den Rat geben ruhig Hilfe von außen (Reha, Familie, Freunde) anzunehmen. Auch wenn es schwerfĂ€llt, aber einfach mal was abzugeben und sich Zeit fĂŒr sich zu gönnen, darf man. 

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Vielen lieben Dank fĂŒr deine Antworten liebe Denise und euch, meine LieblingstrĂ€umer, sage ich ebenfalls danke, dass ihr diesen Beitrag gelesen habt. Besucht die liebe Denise doch einfach mal auf ihrem Instagram-Blog oder stellt ihr doch hier einfach eure Fragen.

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Ihr seid ebenfalls an Krebs erkrankt und ihr redet darĂŒber? Ihr wĂŒrdet mich gerne bei meinem Projekt unterstĂŒtzen? Denn schickt mir doch einfach eine Mail (im Impressum) unter „Krebsi fragt Krebsi“ zu.

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Denkt daran, nur wer drĂŒber spricht, kann anderen die Scheu vor diesem miesen Beifahrer „Krebs“ nehmen.

Bleibt gesund und bis demnÀchst.

GrĂŒĂŸle eure Ela 

Vorsorge – GĂŒrtelrose-Impfung

Brustkrebsschleife

Vor gut vier Wochen war ich zur reinen Routineuntersuchung bei meiner HausĂ€rztin. In dem Zuge hat sich auch gleich meinen Impfstatus gecheckt und meine Covid19-Impfungen in ihrem Computer eingetragen (ich bekam sie ja ĂŒber meinen Arbeitgeber und nicht bei ihr). Dabei sagte ihr das Programm, dass bei mir die GĂŒrtelrose-Impfung empfohlen wird, da ich ja durch meine Krebserkrankung und des Bronchialasthmas prĂ€destiniert wĂ€re. Eigentlich wird diese Impfung erst ab 60 Jahren empfohlen, doch durch meine Vorerkrankungen bin ich nun deutlich frĂŒher dran. Ich bekam also von ihr ein Rezept fĂŒr die Anfrage der KostenĂŒbernahme unserer KK. Ja und was soll ich sagen, ich musste gerade mal kurze 1 1/2 Monate auf Antwort und BestĂ€tigung der Übernahme, warten. *ironieon echt schnell waren die *inronieoff đŸ€ŁđŸ€ŁđŸ€Ł.

Wer nun sagt, aber du bist doch noch keine 60 Jahre alt 
 meine HausĂ€rztin hat mir, aufgrund meiner Vorerkrankungen, dringend dazu geraten. Das mag bei jedem, in Ă€hnlicher Situation, anders sein. Sprecht am Besten mit eurem Arzt darĂŒber.

Heute nun haben ich das Impfstoff-Rezept abgeholt und zur Apotheke gebracht, dort wurde mir zugesagt, dass das Medikament morgen frĂŒh in der Praxis ist. Ich also nochmals zum Hausarzt und Termin vereinbart. Am Donnerstag bekomme ich damit meine erste Dosies und Ende September dann die Zweite.

Damit wieder eine weitere Impfung, fehlt dann nur noch die Grippeschutz, doch die verimpft meine HausĂ€rztin erst ab November in diesem Jahr wurde mir gesagt. Naja, nicht schlimm, wichtiger wĂ€re, wann die Auffrischung bezĂŒglich Covid19 folgt, da meine Impfung ja im Januar 2021 abgeschlossen war.

Nun seid ihr wieder auf dem neuesten Stand der Dinge. Bleibt gesund, achtet auf euch.

GrĂŒĂŸle eure Ela 

Krebsi fragt Krebsi – mit Angelika

Krebsi fragt Krebsi


Mein Herzensprojekt geht in die nĂ€chste Runde. Dieses Mal konnte ich die Autorin Angelika Wagener, bekannt als Autorin vieler BastelbĂŒcher und Bastelqueen im Teleshopping, fĂŒr ein Interview gewinnen. 

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Das Interview:

Wer bist du?

Angelika Wagener
Angelika Wagner

Ich heiße Angelika Wagener, bin aktuell 72 Jahre alt, verheiratet und habe 2 erwachsene Kinder. Ich lebe in Dortmund als Rentnerin. Bekannt wurde ich durch meine BastelbĂŒcher und meine eigenen Produkte, die ich noch bis vor zwei Jahren im Teleshopping verkauft habe.

Wie heißt dein Blog/Homepage/Social Media-Seite?

Es gibt eine Facebookseite unter meinem Namen ( https://www.facebook.com/angelika.geveler.3/) und eine FB Gruppe zu meinem Buch. Die Gruppe heißt „Krebs, Nein Danke!“ (https://www.facebook.com/groups/200145018569764).


Welchen Krebs hast du und wann bekamst du deine Diagnose?

2006 wurde bei mir ein G3 Brustkrebs mit Metastasen in den Lympfknoten an der linken Seite diagnostiziert.

Was waren deine ersten Gedanken nach der Diagnosestellung?

Ich hatte Angst zu sterben, da die Ärzte mir keine gute Prognose abgegeben haben. Ich war am Boden zerstört, weil ich nie gedacht hĂ€tte, dass es mich auch mal treffen könnte.

Man fragt sich „warum ich?“ und sucht nach Fehlern, die man gemacht haben könnte, die den Krebs ausgelöst haben. Von einem Tag auf den anderen gerĂ€t Dein ganzes Leben ins Wanken. Nichts scheint mehr so, wie vorher.

Warum hast du dich entschlossen, einen Blog/HP zu starten bzw offen darĂŒber zu reden? Und was möchtest du damit erreichen?

Ich möchte betroffene Frauen davor bewahren, die gleichen Fehler zu machen, wie ich. Es ist mir ein großes Anliegen, den Frauen die Angst zu nehmen. In erster Linie aber möchte ich dazu ermutigen auch andere Wege, als nur die schulmedizinische Sicht, in ErwĂ€gung zu ziehen. ich möchte aufzeigen, wie wohltuend es sein kann, selbst ein StĂŒck die Verantwortung fĂŒr die Genesung und die Zeit danach zu ĂŒbernehmen. Darum habe ich 14 Jahre nach der Erkrankung angefangen mein Buch zu schreiben.

Was möchtest du Neuerkrankten gerne mit auf ihren Weg geben?

Versucht nicht in blinde Panik zu verfallen und laßt Euch vor allen Dingen nicht zu irgendeiner Behandlung drĂ€ngen. Informiert Euch zuerst ĂŒber sĂ€mtliche Behandlungsmethoden und ihre Erfolge. Dann erst entscheidet Euch fĂŒr den Weg, der sich fĂŒr Euch am besten anfĂŒhlt. Euer Krebs ist nicht an einem Tag gewachsen………Ihr könnt Euch ruhig ein wenig Zeit lassen, die ideale Behandlung fĂŒr Euch herauszufinden.

Was Ihr allerdings sofort in Angriff nehmen solltet, sind die Bedingungen zu Ă€ndern, die den Krebs haben wachsen lassen. Fleischlose ErnĂ€hrung ohne Zucker und leere Kohlenhydrate. Keine Industrienahrung. Keine ZusĂ€tze, die Euer Immunsystem noch mehr schwĂ€chen. Ihr werdet fĂŒr die Behandlungen ein starkes Immunsystem brauchen. Sucht Euch Hilfe in der Familie, bei Freunden oder bei einem Naturmediziner.

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Vielen lieben Dank liebe Angelika, dass du meine Fragen so ehrlich beantwortet hast.

Kleine Info:

Wer von meinen Lesern, meinen Blog aufmerksam verfolgt, der hat mitbekommen, dass ich gerade erst das Buch der Autorin vorgestellt habe. Vielleicht mögt ihr euch ja meine Rezension dazu nochmals durchlesen.

Ja und wer noch Fragen an Angelika hat, der darf diese gerne in den Kommentaren stellen, ich leite diese weiter.

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Du bist auch ein betroffener Krebsi und hÀttest Lust mir meine Fragen zu beantworten? Dann melde dich doch einfach per Mail, zu finden im Impressum, bei mir.

Bis dahin, bleibt alle gesund und gebt acht auf euch.

GrĂŒĂŸle eure Ela