Büchertour mit Elvira Zeißler – Neue Gewinnerauslosung

Leider hat sich die erste Gewinnerin nicht bei mir gemeldet, deshalb lose ich heute neu aus. Es wär nämlich echt schade um den wundervollen Gewinn der Autorin Elvira Zeißler.

Die neue Gewinnerin ist…

…die liebe Sandra

Herzlichen Glückwunsch Liebes. Da ich deine Mailadresse habe, leite ich diese an die Autorin weiter und sie setzt sich mit dir in Verbindung. Ich wünsche dir jetzt schon viel Freude an deinem Gewinn.

Büchertour mit Elvira Zeißler – Gewinnauslosung

Endlich schaffe ich es und kann euch den Gewinner des Büchertourgewinnspieles bekannt geben.

Das Wunschbuch und jede Menge tolle Goodies gewonnen hat…

Nicole

Herzlichen Glückwunsch Liebes 🥰.

Bitte melde dich über Mail mit deinen Daten, damit ich diese der Autorin zukommen lassen kann und du bald „Das Flüstern der Steine“ in Händen halten kannst.

Allen anderen sage ich danke für ihre Teilnahme. Ich werde mit Sicherheit wieder mal ein Gewinnspiel hier haben, bleibt mir doch bis dahin weiterhin treu.

Habt allen noch eine tolle Woche.

7 x sieben – die Blogreise – mit Nadja Losbohm 7/1


Wundervollen guten Morgen zusammen, heute nun macht die Blogreise, #7xsiebendieBlogreise, mein Aktionsbaby, also bei mir halt und ich konnte für dieses Mal die wundervolle Nadja Losbohm gewinnen. Schon einmal war sie zu Gast bei mir, nun möchte ich sie euch noch ein wenig mehr nahebringen. Also lasst euch einfach mal überraschen, was ich und sie gemeinsam für euch so haben.
†††
Hier erst einmal eine kleine Biografie (diese steht so auf ihrer Autorenseite beim großen A):
1982 in Hennigsdorf geboren, zog es die Autorin im Alter von sechs Jahren in die deutsche Hauptstadt, wo sie noch heute lebt und arbeitet. Dank der guten Gene ihrer Eltern interessiert sie sich schon seit Kindertagen für das Malen, Zeichnen und Fotografieren. 

Tat sie sich anfangs noch schwer mit dem Lesen, wurde sie dank „Micky Maus“ rasch zu einer Leseratte. Die Idee, eine eigene Geschichte zu verfassen, ereilte sie im Alter von 19.

Zehn Jahre dauerte es, bis das Erstlingswerk ,,Alaspis – Die Suche nach der Ewigkeit“ fertig gestellt wurde und die Autorin den Mut fand, ihren Traum von einer Buchveröffentlichung mit anderen zu teilen. Am 15.10.2012 erschien die märchenhafte Saga im Novum Verlag.

Dies war jedoch für die Autorin kein Grund sich auszuruhen, und so entstand der erste Band der mehrteiligen Buchreihe „Die Jägerin – Die Anfänge“, eine Mischung aus Sci-Fi und Fantasy-Romance mit einem Spritzer Humor. Seit Februar 2013 gibt es „Die Jägerin“ hier im Amazon Kindle-Shop. Auch die Taschenbuchausgabe ist erhältlich. Die Fortsetzungen „Die Jägerin – Blutrausch“ (Teil 2), „Die Jägerin – Vergangenheit und Gegenwart“ (Teil 3), „Die Jägerin – Unter der Erde“ (Teil 4) und „Die Jägerin – Die Wiege des Bösen“ sind ebenfalls hier im Shop vertreten. Außerdem auch erhältlich seit Dezember 2014: „The Huntress – The Beginnings“, die englische Ausgabe vom ersten Teil der „Jägerinnen“- Buchreihe, für alle die fremdsprachige Bücher mögen oder auch Englisch lernen und dabei Spaß haben wollen.


In 2015 erschien Nadja Losbohms erstes Kinderbuch „Hamster Stopfdichvoll & seine Freunde“ mit Kurzgeschichten und Gedichten zum Träumen, Lachen und Lernen.

Derzeit arbeitet die Autorin an der Übersetzung von „Die Jägerin 2“ und einem historischen Fantasy-Roman. Hin und wieder tauchen von ihr auch englischsprachige Kurzgeschichten auf der Schreibplattform „Inkitt“ auf, die für jedermann zum kostenlosen Lesen bereitstehen.

WOLLEN SIE AUF DEM LAUFENDEN BLEIBEN und alle Neuigkeiten sofort erfahren? Dann folgen Sie NADJA LOSBOHM AUF TWITTER: https://twitter.com/nadlo82

Zu den Lieblingsautoren der Autorin gehören J.R.R. Tolkien, J.K. Rowling, Jonathan Nasaw, Simon Beckett, Cody MacFadyen und Karen Marie Moning.

In ihrer Freizeit reist sie sehr gern, am liebsten nach Großbritannien, welches sie bis in fast alle Himmelsrichtungen erkundet hat, außer Wales. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

†††
Ich hoffe, ich konnte euch damit schon mal einen kleinen Einblick in das Schaffen und Tun der Autorin geben. Bis später dann…

Autorentag mit Bea Rabenmond, Runde 4


Was für ein toller Autorentag mit der lieben Bea Rabenmond geht da nun zu Ende. Aber, was wäre ein solcher Tag, wenn ich und die Autorin nicht noch etwas für euch hätten. Für alle, die gerne mal einen Blick in das Buch werfen möchten, habe ich von der Autorin extra für euch, eine Leseprobe erhalten.
●¸.•*¨Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸
Hier ihre Leseprobe für euch!
1.     Die Gegenwart
Yasemine hatte gerade angefangen ihre Gedanken schriftlich festzuhalten. Da wurde ihr bewusst, dass in ihr seit geraumer Zeit ein einziges Chaos herrschte. Die Stimmen in ihrem Inneren redeten alle durcheinander und machten es ihr schwer sich zu konzentrieren. Das ging einfach gar nicht! Voller Ärger über sich selbst, wischte die 39-Jährige über die Tastatur und löschte damit das bereits Geschriebene. Wie sollte ihr so jemals klarwerden, was das über all die Jahre Erlebte zu bedeuten hatte und wofür es gut war? Denn in einem war sie sich sicher: Es gab keine Zufälle! Überzeugt, dass alles bestimmt seinen Sinn hatte, beschloss die immer noch gutaussehende Brünette es einfach zu versuchen. Sie würde die Geschichte ihres Lebens schreiben und fertigstellen egal wie. Rechtlich könnte es allerdings Probleme geben, aber sie könnte ja einfach Namen und Geschehen ein wenig verändern. Gewissen Angehörigen wollte sie auch etwaige Enthüllungen ersparen. Doch andererseits wollte Yassie so nah wie möglich bei der Wahrheit bleiben, so verrückt sie auch war. Es war schwierig, denn sie war wie immer hin und hergerissen zwischen ihrem realen langjährigen Lebensgefährten Aaron und der sehnsüchtigen Liebe zu einem Geist. Yasemine schüttelte den Kopf. Manchmal konnte sie es selbst kaum glauben, und das, obwohl sie seit ihrer Kindheit hellsichtig und hellhörig war. Eine Beziehung mit einem feinstofflichen Mann. Das war unglaublich und trotzdem ging das jetzt schon über etliche Jahre. 15, um genau zu sein. Da war der Film „Ghost“ mit Patrick Swayze ein Kinderfilm gegen. Um das Ganze noch zu toppen, war es auch nicht irgendein Geist. Es handelte sich um einen berühmten Sänger, welcher viel zu früh tödlich verunglückt war und posthum noch einigen Ruhm mehr erlangte. Sie war weder ein Groupie gewesen und war es auch jetzt nicht noch hatte sie ihn gerufen. Auf die Idee wäre sie nie gekommen.
Er war eines Tages plötzlich da und verlangte nach ihrer Aufmerksamkeit.
Der große Adler mit der riesigen Spannweite.
Seine Stimme und sein Charisma hatten einst riesige Konzerte gefüllt. Weltweit. Oh, seine Präsenz war auch nach dem Tod noch unglaublich stark. Er war so einnehmend, dass er die junge Frau zeitweilig soweit brachte, das Jenseits mehr zu lieben als das Leben in dieser Welt.
Nach einem Jahr war sie körperlich und seelisch richtig unten, so dass sie sogar freiwillig in der Psychiatrie Hilfe suchte. Doch „Eagle“, oder besser Joshua wie er wirklich hieß, wurde sie trotz Therapie und Medikamenten nicht los.
Weder ihn noch seine zahlreichen Gefährten.
Aber sie lernte, damit zu leben. Einfach war es nicht, täglich mit diesem Geheimnis zu jonglieren. Sie hatte ja schließlich noch ein normales Leben, einen Partner und einen Job. Im großen Freundeskreis wusste niemand, dass die Stimmen, die nur sie hörte, real waren. Sie kamen bloß aus einer anderen Dimension. Aus einer Zwischenwelt, die nicht ganz so unsichtbar war, wie viele meinten.
Und einer war da der große Meister, der Virtuose ihres Seelenlebens.
Mit Zugriff auf all ihre Gedanken und ihre Gefühle. Als er auftauchte, bekam Yasemine erst Angst. Sie versuchte, sich diese nicht anmerken zulassen, um nicht noch mehr Angriffsfläche zu bieten. Was ihr auch ganz gut gelang. Sie wehrte sich, hielt irgendwann mal still, arrangierte und ergab sich, ließ sich verzaubern und litt, denn sie liebte ihn mit der Zeit selbst heute noch. Nach all den Jahren. War das eine Liebe auf Gedeih und Verderb für die Ewigkeit oder war sie doch nur schizophren? In allen anderen Bereichen tickte sie doch normal. Agierte konsequent und psychisch unauffällig. Es gab ruhige Tage, an denen Joshua sich zurückhielt. Oder sie war so beschäftigt, dass sie ihn nicht wahrnahm. Dann kam Yassie ins Grübeln und wusste selbst keine Antwort auf diese große Frage. Dieses Geheimnis kostete sie unzählige ratlose Stunden und viele Tränen.
2.    Erste Begegnungen mit der Anderwelt
Sie war fünf, als sie die erste bewusste Begegnung mit der geistigen Welt hatte.
Yasemine war Tags über langweilig gewesen. Sie war mal wieder allein und hatte den schönen Sommertag damit verbracht Blumen zu pflücken. Dabei bewunderte sie die einzigartige Schönheit jeder Blüte und bat diese still um Erlaubnis, um sie zu pflücken. Später hielt sie einen wunder schönen Strauß in der Hand und stellte daraus kleine Kränze her. Dabei beobachtete sie ihre Landschildkröte Charly bei deren Wanderungen über die große Wiese. Yassie hatte Charly einen dicken roten Kreis auf den Panzer gemalt, um sie leichter wieder zu finden. Denn manchmal schlug diese doch ein gewaltiges Tempo an, um lautlos im hohen Gras zu verschwinden, wenn sie mal einen Augenblick nicht hinsah.
Später am Abend entdeckte sie etwas Kurioses. Es hatte fast zwei Stunden wie aus Eimern geschüttet. Als das Mädchen schon dachte, dass es heute wohl nicht mehr nach draußen kam, fielen die letzten Tropfen. Die Sonne kämpfte sich wieder hervor, die feuchte Luft fing an zu verdampfen. Die Kleine genoss Schauspiel bei geöffneter Terrassentür und trat kurz darauf hinaus. Der Boden war mit Pfützen übersät, bot aber trotzdem etlichen Regenwürmern Halt, nachdem sie vorher aus ihren Löchern geschwemmt worden waren. In ihrem eigenen Tempo krochen sie auf der Suche nach neuen Behausungen und Nahrung dahin.
Es waren Dutzende und Yasemine bückte sich, um die wirbellosen Kriechtiere besser beobachten zu können. Sie entdeckte den stulpenförmigen Mund sowie den Darm, der den gesamten Körper durchzog. Nachdenklich griff sie nach einem kleinen spitzen Stein. Dann begann die Kleine zielstrebig wie ein Forscher den ihr am nächsten liegenden Wurm zu zerteilen. Dabei fand sie heraus, dass diese Wesen in der Lage waren, mit beiden Hälften weiter zu existieren. Jetzt waren es quasi zwei Regenwürmer, die auf der Suche nach verrottenden Blättern und neuem Unterschlupf über die feuchte Terrasse krochen. War das ein Zufall oder passierte das auch mit anderen? Neugierig teilte sie weitere Opfer und war fasziniert vom Schauspiel der sich windenden Wurmhälften.
Irgendwann bemerkte Yassie, dass es dunkel wurde. Sie hatte die Zeit total vergessen, die Straßenlampen gingen schon an.
In der Küche hörte sie ihre Mutter rufen. Das Mädchen ignorierte die mahnende Stimme und beobachtete weiter, wie die vielen Hälften sich ringelten und bewegten. Plötzlich bemerkte sie eine Lichtgestalt unter der einzigen Laterne auf der anderen Straßenseite. Ihr Herzschlag setzte kurz aus, um dann umso schneller wieder zu klopfen. Die Gestalt war riesig. Sah irgendwie aus wie ein Bischof mit Mütze, hielt einen Hirtenstab in der Hand und schaute sie ernst an. Dabei kamen ihr folgende Worte in den Sinn:
“Mach das nie wieder, nur um deine Neugier zu stillen. Jedes Lebewesen hat ein Recht auf Unversehrtheit.“ Vor Schreck ließ sie den Stein, den sie immer noch umklammert hielt, fallen und rannte ins Haus. Sie brauchte eine ganze Weile, um sich wieder zu beruhigen. Wer war das? Der Nikolaus war es nicht, den hätte sie erkannt. Zu ihren Eltern traute sie sich damit nicht. Wahrscheinlich würden sie wieder mit ihr schimpfen. In dieser Nacht lag sie lange wach, dachte nach und beschloss, nie wieder ein Tier so zu untersuchen. Jahre später erzählte sie ihrer Mutter davon, doch die lächelte nur und meinte ein wenig herablassend: „Kinder bilden sich oft was ein. Das war dein schlechtes Gewissen. Du hast halt viel Fantasie.“ Bis heute wusste Yasemine nicht, wer das damals gewesen war.
Die hohe Bischofsmütze und der lange, gebogene Stab ließen auf irgendeinen Würdenträger schließen. Das war ihr immer noch ein wenig unheimlich, denn mit der Kirche hatte Yasemine so rein gar nichts zu tun. Rückblickend erinnerte sie sich ebenfalls an etliche andere Begebenheiten im Garten ihrer Großeltern. Dort sah sie regelmäßig kleine tanzende Elfen mit Blumen im Haar und rundliche Wichtel, die geschäftig mit Werkzeug und Schubkarren hin und her liefen. Die einen sangen mit glockenhellen Stimmchen und die anderen verständigten sich mit wohlwollenden Brummlauten zu ihren Gesten. Yassie redete sogar mit ihnen. Die kurzen Unterhaltungen fanden in ihrem Kopf statt, bei denen sie die einzelnen Stimmen klar unterscheiden und zuordnen konnte. Diese zarten Wesen schienen Yassie gut zu kennen. Auf Spaziergängen im benachbarten Park begegneten ihr sogar Zwerge, von denen sie erfuhr, dass diese für die Tiere sorgten, wenn diese krank waren. Sie waren ein wenig größer und in ihrer Wahrnehmung zwar bunt, aber etwas durchscheinend. Eigentlich sahen sie genauso aus, wie man sich das immer vorstellte. Ab und zu waren diese lieben Gestalten ein wenig erschrocken, wenn sie bemerkten, dass ein Menschenkind sie sah. Doch meistens wurde sie von diesen Wesen begrüßt. Man begegnete sich mit Achtung und Respekt. Diese Geschöpfe waren sehr einfühlsam und verständnisvoll, außerdem redeten sie immer sehr liebevoll mit dem Mädchen. Für Yasemine waren solche Begegnungen ganz normal und selbstverständlich. Sie stellte diese auch später nie in Frage. Diese Geschehnisse waren ein Highlight in ihrem sonst so einsamen Alltag. Denn Freunde hatte sie nicht wirklich. Ganz selten spielten andere Kinder mit ihr. Meistens dann, wenn sonst niemand da war. Aber wann immer sie auch nur andeutungsweise mit jemandem darüber reden wollte, wurde Yasemine belächelt. Von den Kindern wurde sie ausgegrenzt, als hätten diese damals gespürt, dass sie anders war als andere Mädchen. Dabei war sie oft traurig über dieses Alleinsein. Sie tröstete sich früh mit Büchern, in deren Welten sie versank, oder sie malte stundenlang. In der Schule war sie bis zur Pubertät gut. Da wurde alles anders. In ihr war plötzlich eine Trauer, von der sie nicht wusste, woher diese rührte. Das lag nicht nur an der unglücklichen Ehe ihrer Eltern. Der Wunsch nach jemandem, der sie wirklich richtig kannte und verstand, weckte ein Verlangen und eine unbewusste Suche nach jemanden. Doch diese Lücke wurde erst fast zwei Jahrzehnte später geschlossen. Die Sehnsucht in der Heranwachsenden wurde immer stärker sie wusste bloß nicht wonach. Heute war Yasemine längst klar, dass sie damals schon auf der Suche nach der bedingungslosen Liebe ihres Seelenpartners war. Neben den geschriebenen Worten gab es auch noch die Welt der Musik, in die sie sich immer häufiger flüchtete. Dabei waren Balladen und Liebeslieder ihre bevorzugten Stücke, bei denen sie wehmütig mitsang. Ab und zu schrieb sie Gedichte, in denen sie ihre Verlorenheit verarbeitete und die sie danach wie der vernichtete. Unverstanden von ihrer Umgebung wurde sie so auf ihr späteres Leben vorbereitet.
Die Fähigkeit, Elfen, Gnome und dergleichen zu sehen, nahm mit den Jahren ab. Entweder hielten sich diese verborgen, oder es lag daran, dass sich ihre Sicht und Prioritäten verschoben. Denn erst in späten Jahren nahm sie diese kleinen Wesenheiten wieder wahr. Ihr Leben wurde nämlich durch die Arbeit und das Lernen in der Ausbildung zur Krankenschwester erfüllender. Hier sollte sie noch viel erleben, was die Anderwelt betraf.
3.    Die ersten Geister machen sich bemerkbar
„Yassie, es ist Zeit du musst aufstehen.“
„Danke“, rief sie noch im Halbschlaf, fuhr im Bett auf und starrte verwundert ihren Radiowecker an, der nur leise summte. Diese Stimme woher kam sie? schien ihr bekannt und vertraut zu sein, Yassi schaute sich in ihrem Zimmer um. Da war niemand. Die Eltern schliefen noch, denn es war Wochenende. Erst kurz nach fünf Uhr morgens, aber Yasemine musste zum Frühdienst in die Klinik.
Die Jugendliche wunderte sich nur kurz über die Stimme und zog sich hastig, aber mit einem Lächeln an. Schnell ein paar Schluck Kaffee im Stehen, während sie sich die langen Haare bürstete, und ab. Auf Station wurde sie bereits erwartet. Es versprach wieder ein arbeitsintensiver Tag zu werden, denn alle Betten waren belegt und viele Patienten Schwerstpflegefälle. Yassie war bei den Bettinsassen beliebt, weil sie so einfühlsam war. Weniger jedoch bei den Kollegen. Die meisten von ihnen beobachteten sie mit Argusaugen und warteten nur auf Fehler, um zu lästern. Woran das genau lag, konnte Yasemine nicht genau erklären, denn sie war immer freundlich zu allen und beteiligte sich auch nicht am üblichen Getratsche über abwesende Personen. Die junge Frau nahm ihre Aufgabe sehr ernst, richtete den Rollwagen mit frischer Bettwäsche sowie Verbandsmaterial. Die Waschutensilien befanden sich in den Zimmern und die Medikamente würde heute eine andere Schwesternschülerin verteilen, damit diese zusammen mit dem Frühstück verabreicht werden konnten. Gerade als sie mit einem Lächeln und fröhlichen Morgengruß in Zimmer 213 treten wollte, beschlich sie ein ungutes Gefühl. Sie spürte die Anwesenheit von etwas Kaltem. Plötzlich wusste sie sicher, dass Frau Tim den Abend nicht mehr erleben würde. Etwas streifte sie und eine Gänsehaut überzog ihren Körper. Ihr Blick verschob sich und sie erhaschte einen Blick in die Anderwelt. Licht und Nebel kämpften scheinbar miteinander. Zwei Wesen kamen näher, als sie in der Realität gerufen wurde. Yassie schüttelte sich kurz und ging zur Kollegin. Nach einer kurzen Besprechung über den Gesundheitszustand einiger Patienten gingen beiden ihren Pflichten nach. Die Schicht war vollgepackt mit der Versorgung vieler armseliger Menschen, die ohne diese Pflege nur noch dahinvegetieren würden.
Die Schwesternschülerin war oft traurig darüber und deshalb gab sie all ihre Kraft und Liebe an diese hilflosen Personen weiter. Als sie am nächsten Morgen wieder auf die Station kam, spürte sie sofort, dass etwas passiert war. Sie wusste es augenblicklich: Die Frau, die sie am Tag zuvor noch liebevoll versorgt hatte, war gegangen. Die Bestätigung kam bald durch Kollegen.
Allerdings hatte noch kein Arzt den Tod derselben festgestellt Und so kam es zu einer schwierigen Begegnung mit dem Ehemann der Verstorbenen, der zu seiner Frau wollte und nicht ins Zimmer sollte. Die Beatmungsmaschine war noch an und durfte bisher nicht abgestellt werden. Yasemine hatte noch Abschied genommen und war dabei erschrocken über den starren Ausdruck und den sich immer noch regelmäßig hebenden und senkenden Brustkorb sowie den damit verbundenen Geräuschen. Ein Anblick, den man dem Gatten ersparen wollte.
So versorgte sie den trauernden Witwer mit Kaffee und tröstenden Worten, bis der Stationsarzt kam und es offiziell bestätigte. Die Maschine konnte abgestellt und entfernt werden. Bis dahin flossen einige Tränen auch bei Yassie, denn sie hatte die alte Dame ins Herz geschlossen. Erst Tage zuvor hatte diese ihr das Herz ausgeschüttet. Sie habe ein krankes Enkelkind und erst vor ein paar Wochen ihren einzigen Sohn bei einem tödlichen Unfall verloren. Dazu litt sie an Krebs. Yasemine nahmen solche Gespräche immer mit. Sie konnte auch nach Feierabend selten abschalten und meldete sich häufig mit „Station zwei, Schwesternschülerin Yasemine“ am privaten Telefon. Dieser Todesfall und der Witwer taten ihr besonders leid. Das bedeutete mal wieder einen Anpfiff der Schichtführenden Schwester. „Du musst härter werden. Sonst packst du das nie.“
So in der Art ging es ihr viele Male. Sie ahnte voraus, wer als nächstes ging, und entdeckte, dass sich in manchen Krankenhausfluren die Geister, die sich nicht lösen konnten, nur so tummelten. Allerdings waren das mehr geplagte Seelen, die das Licht nicht fanden und sich an ihr armseliges Leben klammerten. Das verstand sie aber erst Jahre später. Sie versuchte, sich vor den Besuchen in der Leichenhalle der Klinik zu drücken, wann immer es ging. Den Anblick eines dort auf gestellten Babysarges würde sie ebenfalls nie vergessen.
In dieser Zeit bewohnte sie seit einigen Jahren mit ihren ewig im Konkurrenzkampf stehenden Eltern eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus, das über einen großen Speicher verfügte. Dieser wurde benutzt, um Wäsche zu trocknen. Oft hatte Yassie die Aufgabe jene dort auf oder abzuhängen. Allerdings ging sie ungern auf diesen Dachboden. Sie fühlte sich dort unwohl und immerzu von fast rot glühenden Augen beobachtet. Ab und zu geschah es, dass sie meinte, kalten Atem in ihrem Nacken zu spüren. Deshalb war sie froh, als ihre Mutter, mit der sie ausnahmsweise mal gemeinsam Handtücher auf hängte, sagte, sie könne schon in die Wohnung gehen. Erleichtert lief sie schnell nach unten und nahm auf dem Sofa im Wohnzimmer Platz. Es dauerte keine zwei Minuten, bis sie Gepolter und zuschlagende Türen hörte. Ihre Mutter rannte förmlich ins Zimmer und lehnte sich schreckensbleich an die Wand. „Du hast recht. Da ist was! Da stimmt was nicht.“ Besorgt, doch mit leichter Genugtuung vernahm sie diese Worte. Endlich war da mal jemand, der es auch spürte.
Nachforschungen ergaben, dass sich viele Jahre zuvor dort jemand erhängt hatte, um so seinem Leben ein Ende zu setzen. Dass von nun an niemand mehr auf den Speicher wollte, war logisch. Monate später zog Yasemine vorübergehend im Rahmen ihrer Ausbildung in eine WG mit einer anderen Frau, ebenfalls Schwesternschülerin. In der Klinik war es zu der Zeit in Mode, Geister zu rufen. Sie erinnerte sich an viele aufgeregte Gespräche hinter vorgehaltenen Händen.
Mit einem Quadrat aus Karton, dem darauf geschriebenen Alphabet und einem Glas, auf dem die Zeigefingerspitzen aller Teilnehmer ruhten, wurde sich konzentriert und wurden so abends die Geister gerufen. Mit dem Wissen von heute konnte Yassie nur davor warnen. Damals war sie so dumm gewesen mitzumachen. Da meldete sich angeblich Hitler, ein Uwe oder ein Michael. Alle gaben vor, etwas über die Zukunft zu wissen, doch oft war es gelogen.
Diese Geister drohten und spielten mit den Ängsten. Sie warnten vor Krieg, schlechten Noten, Tod der Angehörigen, erzählten von Seitensprüngen der Partner und dergleichen. Kurz darauf fühlte sich die mittlerweile ängstliche Yassie verfolgt. Glühbirnen platzten, wann immer sie den Lichtschalter betätigte. Kerzen loderten trotz Windstille auf oder erloschen. Sogar Bücher fielen aus Regalen. Oft brach sie in Angstschweiß aus. Sie erfuhr von anderen, denen es genauso oder noch schlimmer ging. Eine Bekannte rannte nur noch mit einem Messer zur Selbstverteidigung herum und landete später aufgrund ihres Verfolgungswahns in der Geschlossenen. Yassie hatte sich schnell von diesen okkulten Praktiken distanziert. Es dauerte jedoch eine Zeit, bis sie ihre Angst wieder verlor. Lange konnte sie schlecht allein sein und suchte Gesellschaft, wann immer es ging, um sich sicherer zu fühlen. Allerdings wuchs in dieser Zeit ihre Hellsichtigkeit. Sie ahnte weiterhin zu vieles voraus. Sie erkannte an der Aura einer Person, ob sie depressiv, schwer krank oder alkoholabhängig war und wollte es doch eigentlich nicht wissen. Eigentlich verstand sie nicht, woher diese Gewissheit kam. Sie war wie ein Kanal oder Sprachrohr. Als ob sie gelenkt würde, die Dinge anzusprechen. Sie nahm eine graue oder bräunliche Aura wahr, die bei Depressionen in der Herzregion besonders dicht war. Oder stechende Kälte bei alten Verletzungen sowie brennendes Kribbeln in den Händen bei akuten Krankheiten wie Entzündungen oder Infektionen. Viele Dinge wusste sie einfach. Sie sprach sie aus und fühlte, dass es die Wahrheit war. Die Leute waren dann immer sehr überrascht. Manchmal fühlte sie sich wie vom anderen Stern, weil sie oft komisch angesehen wurde. Deshalb beschloss sie, nur noch in seltenen Fällen über ihr Wissen zu sprechen. Es ergab sich, dass sie es spürte, als 500 Kilometer entfernt eine alte Bekannte einen Autounfall hatte; der Nachbar, der angeblich durch eine Diät abgenommen hatte, in Wirklichkeit unglücklich verliebt war. Sie sagte es ihm auf den Kopf zu und beschrieb die Frau in allen Einzelheiten, sogar mit Namen. Oder sie riet einer Freundin, sich ihre Abtreibung in jungen Jahren endlich zu verzeihen. Diese wurde bleich vor Schreck, denn davon wussten nur der Arzt, ihre Mutter und sie selbst. Manchmal wurde es Yasemine selber unheimlich und sie fühlte sich hilflos diesem Wissen ausgeliefert.
Ein anderes Mal amüsierte sie sich auch köstlich:
Da war zum Beispiel Jürgen, der nicht an die unsichtbaren Kräfte glaubte und dem sie fast schon wütend sagte: „Du wirst auch bald etwas erleben und dann doch überzeugt sein.“ Keine fünf Tage später war es soweit. Er kam aufgeregt zu ihr und erzählte: „Ich war den Abend mit meiner Freundin im Kino. Wir stellten im Dunkeln das Auto 20 Meter vor dem Haus ab und gingen zum Seiteneingang. Plötzlich standen wir im vollen Scheinwerferlicht! Ich rannte zum Auto zurück, die Türen waren abgeschlossen, ließen sich auch nicht öffnen. Ich verstehe das nicht. Erst nach ungefähr drei Minuten ging das Licht wieder aus und die Türen wieder auf. Da war aber niemand und den Schlüssel hatte ich selber. Wie ist so etwas möglich?“ Yassie lächelte nur und sagte: „Siehst du …“
Ausgleich fand sie in der Musik. Sie schlug sich ihre ohnehin schlaflosen Nächte in ihrer Lieblingsdiskothek um die Ohren. Mit der Musik konnte sie sich entspannen, verlor ihre Ängste, tanzte sich frei. Sie lernte hier ihren späteren Lebensgefährten kennen und wusste auf Anhieb, dass sie mit ihm in Zukunft zusammen sein würde. Aaron war einige Jahre älter, Logistiker, bodenständig, hatte ein gutes Benehmen und war sehr humorvoll. Bei ihm konnte Yasemine sich entspannen und hatte positive Gedanken. Er nahm sie ernst und tat ihr gut. Besonders gefiel ihr, dass er gut tanzen konnte. Sie harmonierten perfekt. Yassie hoffte auf eine unbeschwerte Zeit. Doch es sollte anders kommen.
4.    Mach‘s gut, mein Mädchen
Yasemines Eltern hatten sich getrennt und sie war mit ihrer Mutter in eine andere Wohnung gezogen. Die 18-Jährige war froh, die ewigen Auseinandersetzungen nicht mehr erleben zu müssen. Mit ihrem Freund Aaron, den sie in einer Diskothek kennengelernt hatte, lief es ganz gut. Sie war im letzten Ausbildungsjahr und eigentlich ganz glücklich und zufrieden. Es war an einem Samstagabend. Sie hatte das Wochenende frei, wollte sich mit Freunden treffen, um einen Videofilm zu schauen. Dort angekommen, beschlich sie ein beklemmendes Gefühl, das den ganzen Abend auch beim Film und der anschließenden Unterhaltung mit den anderen nicht weichen wollte. Normalerweise gab sie ihrer Mutter immer Bescheid, wo sie war, und kam auch über Nacht nach Hause. Doch in dieser Nacht wollte sie nicht heim. Sie sprach mit den Anwesenden darüber: „Ich will nicht nach Hause. Ich glaube, es ist etwas ganz Schreckliches passiert.“ Genaueres konnte Yassie nicht sagen. Sie ließ sich dann gegen halb fünf morgens widerwillig von den Freunden nach Hause fahren. Unten an der Haustür atmete sie tief durch, ging schweren Schrittes die Treppen hinauf und zögerte an der Tür. Gerade als sie den Schlüssel umdrehen wollte, öffnete ihre Mutter mit verweinten Augen. Im selben Augenblick schrie Yassie laut und durchdringend auf. Sie hielt sich die Ohren zu, um nicht zu hören, was diese ihr sagen wollte. Unter Schock jammerte und weinte die junge Frau mit geschlossenen Augen, weil sie plötzlich alles klar vor sich sah. Das Blaulicht, die Rettungssanitäter samt Notarzt, den Defibrillator, um den auf dem alten Sofa in seiner Wohnung liegenden Vater wiederzubeleben. Doch es war zu spät und alle Versuche vergebens. Ihr Pa war tot. Sie merkte nicht einmal, wie eine Freundin ihrer Mutter sie behutsam in die Küche an den Tisch führte, wo sie sich inzwischen völlig apathisch hinsetzte. Entsetzt entnahm sie den Äußerungen der beiden Frauen, dass es genauso passiert war, wie sie es vor sich gesehen hatte, und weinte lautlos. Plötzlich meinte sie eine Hand auf ihrem Haar zu fühlen. Diese strich ihr über den Kopf und sie vernahm die Worte: „Tut mir leid, das wollte ich nicht. Mach‘s gut, mein Mädchen.“ Yassie rannte in ihr Zimmer, setzte sich auf den Boden vor ihrem Bett und weinte bitterlich. Ihre Tür war nur angelehnt, als sich diese ganz langsam, von unsichtbarer Hand bewegt, wieder aufschob. Etwas Licht flackerte und sie spürte seine Anwesenheit deutlich. Ein warmes Gefühl durchströmte sie und dann war es vorbei. Er war gegangen endgültig. Das spürte sie. Die folgenden Tage waren ein Alptraum. Yasemine war wie betäubt und an seinem Grab konnte sie nicht einmal mehr weinen. Sie war wie versteinert. Sie war froh, dass sie Aaron hatte. Er lenkte sie ab und gab ihr das Gefühl von Sicherheit. Allerdings war in der Wohnung ihrer Mutter etwas merkwürdig. Wann immer Yassie diese betreten wollte, spürte sie eine fremde Aura. Dann wieder hörte sie eine Frauenstimme wunderschön, aber etwas wehmütig singen. Einmal erhaschte sie einen Blick auf eine fast durchsichtige Gestalt in einem weißen Kleid. Sie hatte langes Haar und stand freundlich lächelnd vor dem Kühlschrank. Als sie ihre Mutter darauf ansprach, dass sie wohl nicht alleine in diesem alten Haus wohnten, gab diese zu, ebenfalls eine fremde Anwesenheit zu spüren. Yasemine beschrieb die Person und die beiden verständigten sich darauf, den Geist willkommen zu heißen. Denn scheinbar hatte diese Seele hier die älteren Wohnrechte und konnte sich, aus welchen Gründen auch immer, nicht von diesem Gebäude lösen. Angst hatten beide nicht vor dieser Frau, die gutmütig war und sie nicht weiter störte. Einige Monate später zog sie mit Aaron zusammen. Sie hatten einige relativ unbeschwerte Jahre. Bis auf die Augenblicke, in denen Yasemine alleine war. Dann überfiel sie wieder diese unerklärliche Sehnsucht, gemischt mit Trauer und Heimweh. Sie verstand sich dann selbst nicht.
Yassie war auf der Suche nach sich selbst. Mittlerweile war sie 24 Jahre alt und arbeitete nicht mehr als Krankenschwester. Sie hatte die ewigen Todesfälle und schlimmen Krankheiten um sich herum sowie die ständigen Gedanken an ihren Vater bei der Arbeit nicht mehr ausgehalten. Wann immer sie einen bärtigen Mann etwa in seinem Alter versorgte, sah sie ihn und sein Ableben vor sich. Oft konnte sie deshalb keine Spritze mehr ruhig halten. Sie versuchte alles, um die Gedanken an ihn zu unterdrücken. Da sie schon immer gerne geschrieben hatte, fing sie als freie Mitarbeiterin bei der örtlichen Tageszeitung an. Ihre Artikel waren beliebt und so konnte sie auch regelmäßig einige an die Wochenblätter verkaufen. Die Arbeit machte ihr Spaß und bei ihren Recherchen lernte sie viel dazu.
Trotzdem fehlte ihr irgendetwas Tief in ihr war ein Schmerz, der nie verging. Sie suchte Rat bei einer recht bekannten Wahrsagerin. Mit einer Freundin fuhr sie etliche Kilometer dort hin. Jenny war schon älter und legte für sie die Karten. Die Freundin kam zwanzig Minuten später guter Dinge aus dem Zimmer der Seherin. Sie hatte ihr eine rosige Zukunft beschrieben und nun wollte diese gut gelaunt im Auto auf Yasemine warten. Die Seherin sah Yassie beim Eintreten forschend an, mischte die Karten und hielt inne. Sie sprach von großer Trauer in ihr und einer besonderen Aufgabe auch vom Verlust ihres Vaters. Aaron, der sie angeblich nicht richtig verstand, erwähnte sie auch. Kurz darauf schlug sie die Hände vors Gesicht und schrie auf. Sie hatte irgendetwas Schreckliches gesehen, wollte Yasemine aber nicht sagen, was. „Du brauchst dringend Schutz. Ich besorge dir ein Amulett aus meiner Heimat“, wiederholte die Zigeunerin immer wieder. Sie kamen überein, dass die junge Frau noch einmal wiederkommen sollte. Dann unterhielten sie sich eine Weile. Diese Jenny hatte große Probleme. Ihr Vermieter und das Gericht bedrohten ihre Existenz. Doch Yassie beruhigte die Wahrsagerin: „Du wirst sehen, es kommt alles ganz anders. Es geht schnell und kommt wieder in Ordnung. Mach dir keine Sorgen. Einen neuen Mann lernst du auch kennen.“ Zwei Wochen später rief Jenny sie an und fragte erstaunt, wie Yassie das alles ohne Hilfsmittel voraussehen konnte. Es war genauso gekommen, wie die junge Frau der Hellseherin gesagt hatte. Sie erkannte ihre besonderen Fähigkeiten erst jetzt und meinte, Yassie sei ein Medium, müsse aber auf sich aufpassen. Da Yassies alter Ford den Geist aufgab und es einfach zeitlich auch nicht passte, kam es nicht mehr zu dem verabredeten zweiten Treffen.
Sie hatte kein Amulett, als es begann…
●¸.•*¨Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸
Na, hab ich euch zu viel versprochen? Nun wollt ihr doch bestimmt wissen, wie es weiter geht. Dann holt euch schnell das Buch und lest es.
●¸.•*¨Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸
Gewinnspiel zum Buch!!!
Ja, so ganz ist der Tag aber noch nicht um, wir haben hier noch etwas für euch. Die liebe Bea hat einen kleinen Gewinn für euch, einen wundervollen Traumfänger. Wer diesen haben möchte, der verrate uns doch einfach mal hier im Kommentarfeld, ob er bzw. sie sich vorstellen kann, mit den Seelen zu reden.

Wir sind mal gespannt, wie eure Antworten so ausfallen und wie kreativ ihr dabei seid.



Kommentieren könnt ihr hier oder über Facebook auf der entsprechenden Veranstaltung zu diesem Autorentag.



Nun noch ein paar Formalitäten:


Wichtiges!!!

> teilnehmen könnt ihr auf meiner FB-Seite Sonnenblümchens Rezensionen (https://www.facebook.com/SonnenbluemchensRezensionen/) und/oder auf meinem Blog, Sonnenblümchens Dreams (http://sonnenblumentraumwelt.blogspot.de/)

> ein kleiner Like für das Gewinnspiel

> hinterlasst einen freundlichen Kommentar, der bitte mehr enthält als „Hüpf in den Los Topf“ (ich denke ihr versteht was ich meine 🙂 )

> ein kleiner Like für meine Facebook-Seite und/oder meinen Blog

> gerne dürft ihr teilen und Freunde markieren


Alles natürlich völlig freiwillig, ich zwingen niemanden zu irgendetwas. Ein Gewinnspiel soll ja Spaß machen und kein Zwang sein.


> Teilnahme ab 18

> Versand nur innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz

> Facebook und mein Bloganbieter haben mit dem Gewinnspiel nichts zu tun

> die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall einverstanden, dass ihre Namen öffentlich auf meiner FB-Seite Sonnenblümchens Rezensionen und auf meinem Blog genannt wird

> die Gewinner erklären sich einverstanden, dass ich ihre Daten zwecks Gewinnzustellung verarbeite

> für Verlust oder Beschädigung der Gewinne auf dem Versandweg wird keine Haftung übernommen

> Barauszahlung ist nicht möglich


●¸.•*¨
Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸



Ja und das Gewinnspiel läuft bis Sonntag den 5. März 2017. Danach werde ich schnellstens den Gewinner von der Losfee ziehen lassen und bekannt geben. 
Dann allen viel Glück dabei und dir, liebe Bea, möchte ich nochmal vielen Dank dafür sagen, dass du diesen Autorentag auf meinem Blog mitgemacht hast.

Autorentag mit Thordis Hoyos, Runde 4


Ach ja und nun kommt schon mein letzter Beitrag dieses Autorentages für euch. Ich hoffe, dass es euch bisher viel Spaß gemacht hat und ihr auch viel über Thordis und ihre Bücher erfahren konntet. Doch Thordis und ich möchten diesen Tag nicht einfach nur so ausklingen lassen. Nein, die liebe Thordis hat mir für euch eine Kleinigkeit zukommen lassen und daraus möchte ich nun ein kleines Gewinnspiel für euch machen. 
Was hätte ich denn da für euch? *schmunzel 
Ich habe für euch Band 1 der Stonebound-Reihe als Taschenbuch hier liegen und das sucht nun ein neues zuhause. Wer also Lust hat und es gewinnen möchte, der sollte nun einfach mal hier die Leseprobe daraus gut durch lesen.
Leseprobe:
Prolog
Ruckartig öffnet sie die Augen — entsetzt, erschrocken. Wagt es nicht, sich zu bewegen. Hält den Atem an. Adrenalin schießt durch ihre Adern. Der Geist will ihr entspringen. Der Körper ist wie er­starrt. Gespannt. Versteinert.
Sie versucht, in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Durch die Finsternis zu sehen. Die Lunge presst und pumpt. Das Herz springt und pocht. Klopft und hämmert. 
Sie tastet um sich. Spürt die Wärme der Bettdecke. Nur ein Traum? 
Sie fürchtet sich vor dem Griff zum Lichtschalter. Der Körper will noch nicht. Liegt ganz still und starr. Während sich ihre Atmung allmählich beruhigt. 
Sie setzt sich auf und holt tief Luft. „Tristan“, flüstert sie. 
„Tristan?“ Etwas lauter. 
Sie atmet wieder schneller. Will seinen Namen schreien. Hält die Luft an. Ihr Brustkorb brennt — droht zu zerspringen.
Sie greift neben sich. Nichts. Ein Traum. 
Und doch fühlt sie die Wärme seiner Nähe. Ein sanftes Glühen auf ihrer Haut. Niemals wird sie sich daran gewöhnen…
Vorsichtig dreht sie am Schalter der Lampe neben dem Bett. Schleichend langsam wird es heller. Und mit dem Licht schwindet das Gefühl seiner Nähe. Ganz sachte. Entweicht wie ein warmer Nebeldunst. Zieht von ihr weg und schleicht aus dem Zimmer. Unter dem Türspalt hindurch. Und ist fort. Erloschen. Ein weiteres Mal.
Die Erinnerung bleibt. Spielt ihrem Herz immer und immer wie­der einen grausamen Streich. Und da ist es erneut: dieses Gefühl. 
Leidenschaft, Verzweiflung, Liebe, Enttäuschung vereinen sich zu einem brennenden Knoten. Er drängt empor, schnell und scharf. Brennt und pocht. Droht, ihre Brust zu sprengen. 
Tristan. 
Ganz still. In ihrem Kopf. Die Lippen wagen es nicht, sich zu be­wegen. Die Stimmbänder wollen sich nicht formen. Es hat ja doch keinen Sinn. Der Körper schützt das Herz.
Die Erinnerung verdrängt das intensive Gefühl des Traums. Die Vergangenheit ersetzt die Gegenwart. Der Schmerz wird dumpfer und zieht sich zurück. Zieht sich zusammen. Nach innen in diese dunkle Ecke ihres Körpers. Er wird vergehen.
Tristan! 
Der Nebel will zurückströmen in jede Faser. Will bis in die Spit­zen ihrer Finger drängen. Bis das Herz zerbirst.
Steh auf! Der Geist schützt den Körper. Steh auf! Beweg dich. Tu es! Jetzt! 
Fast hört es sich an wie seine Stimme. Doch der Verstand lässt sich nicht länger täuschen. 
Sie weiß es längst: aufstehen, Fenster öffnen, Musik anstellen, weitermachen. 
Sobald der Körper sich bewegt, immer weiter in eine Richtung, verzieht sich der Schmerz. Krümmt sich. Kauert sich zusammen in dieser dunklen Ecke. Ganz tief unten im Verborgenen. Und lauert dort. Wartet geduldig. Wartet. Auf seine Zeit. Auf die Dunkelheit.
In der Finsternis schürt er seine Kraft. Im Schwarz gewinnt er Energie. In der Nacht.
***


1

»Elba!«
Die Stimme der Großmutter hallte durchs Haus. Melodisch und warm. Als würde sie singen.
»Elba, Kind, komm zu uns herunter!«
Erleichterung strömte durch Elbas Herz, als sie die Stufen hinabstieg. Das vertraute Knarren von Holz unter ihren Füßen. Der herrliche Duft nach frischem Brot. Sofort war alle Wehmut verflogen, und ein Gefühl der Geborgenheit umhüllte sie.
In der Küche stand die Großmutter vor dem Ofen, das er-graute Haar zu einem lockeren Knoten gebunden, eine Koch-schürze über dem Kleid. Kaffeearoma erfüllte die Luft. Der Tisch war hübsch gedeckt. Schlicht. Mit Wiesenblumen und altem Geschirr. Silbernes Besteck umrahmte die zarten Porzellanteller auf der handbestickten Tischdecke. Inmitten filigraner Tassen stand eine Vase mit weißen Margeriten und rotem Mohn.
Elba ging am Tisch vorbei zu ihrer Großmutter.
»Guten Morgen, mein Schatz.« Sanft legte die alte Dame ihre weiche Hand an Elbas Wange, lächelte und strich ihr über das lange braune Haar. »Dein Kaffee steht auf dem Tisch, schwarz, mit Zucker.«
Wie jeden Morgen.
Durch das kleine Fenster der Küche erhellte die strahlende Morgensonne den Raum. Draußen auf der hügeligen Wiese wiegten sich die Blumen in der leichten Morgenbrise. Noch war es still. Der Tag hatte gerade erst begonnen.
Und es würde ein ganz fantastischer Tag werden. Für den Abend hatten sie eine Party geplant. Sie – Elba Teofinsen – und ihre Freunde. Sie wollten feiern, dass ein neuer Lebensabschnitt begann und ein alter nun vorüber war. Die neu gewonnene Freiheit nach dem Schulabschluss, den ruckartigen Sprung, mit dem sie jetzt ganz eigenverantwortlich handelten, und die neuen Pflichten und Rechte, die mit der Volljährigkeit, dem Erwachsensein und dem lang ersehnten Ende der Kindheit verbunden waren. Da traf es sich geradezu perfekt, dass heute der Sonnwendtag anstand. Welch ein Symbol für ihre ganz persönliche Wende! Sofort waren sie sich einig gewesen, dass es gar keinen besseren Zeitpunkt für ihr Vorhaben geben konnte.
Gut gelaunt lächelte Elba die Großmutter an und trat zum Frühstückstisch. Ihr kastanienfarbenes Haar schimmerte in der Sonne. Als sie sich auf ihren Platz setzte, kam der Großvater herein. In einer Hand hielt er die zusammengefaltete Tageszeitung, die er eben hereingeholt hatte. Mit freundlichen grauen Augen spähte er spitzbübisch über die Gläser seiner Lesebrille hinweg, als er Elba anlächelte.
Unwillkürlich lächelte sie zurück. »Guten Morgen.«
Sie hatten einander immer schon ohne viele Worte verstanden. Mit einem fröhlichen »Guten Morgen« zwinkerte er ihr zu und ging zur Großmutter, um ihr ein Küsschen auf die Stirn zu hauchen. Dann setzten sich die beiden zu Elba an den Tisch.
Gedankenverloren nippte sie an ihrem Kaffee. Es gab keinen Grund, sich zu sorgen oder zu ängstigen. Alles nahm seinen gewohnten Lauf. Der Großvater las in der Zeitung, die Großmutter schmierte Brötchen, und sie selbst wartete darauf, dass das Koffein ihren Körper auf Trab brachte.
Für eine Weile aßen sie schweigend. Schließlich faltete der Großvater die Zeitung zusammen und legte sie neben sich auf den Tisch. Elba kam es so vor, als beobachtete er seine Frau schon eine ganze Zeit lang, auch jetzt wandte er den Blick nicht von ihr ab. Sein Gesichtsausdruck war mild und dennoch ernst. Als wäre er drauf und dran, ein Thema anzuschneiden, das ihm schwer im Magen lag.
War etwas nicht in Ordnung? Wich die Großmutter seinen Blicken aus? – Aber das musste sie nicht verstehen, dachte Elba. Alles war gut. Wie immer. Sie schaute in ihre Tasse. Noch zwei Schlucke, dann würde das weiße Porzellan unter der braunen Brühe zu sehen sein.
»Wir müssen es ihr sagen.« Der Großvater sprach bedacht und ruhig und ließ seine Frau dabei keinen Moment aus den Augen. »Helene, sie muss es erfahren.«
Also doch! Elba sah auf.
Erst jetzt erwiderte die Großmutter seinen Blick. »Ed …«, flüsterte sie eindringlich. Ein Schatten huschte über ihr Gesicht. War es Besorgnis? Angst?
Aber Edwin ignorierte ihren Versuch, das Gespräch abzuwenden. Stattdessen blickte er Elba nun direkt an.
»Meine Kleine, es ist so …«, begann er zögerlich.
Elba richtete sich auf und holte tief Luft. Aus dem Augen-winkel nahm sie das Gesicht der Großmutter neben sich wahr. Wüsste sie es nicht besser, sie hätte schwören können, dass tat-sächlich ein Ausdruck der Beunruhigung darauf lag. Aber das konnte nicht sein! Ihre Großmutter war stets voller Gleichmut. Stark und ausgeglichen. Jede schlechte Nachricht nahm sie mit Ruhe auf, jedem noch so schlimmen Ereignis vermochte sie etwas Positives abzugewinnen.
»Elba.« Die Stimme des Großvaters klang jetzt entschlossen. »Es ist so, dass unsere Mathilda, deine Tante Mattie, krank ist. Schwer krank, um ehrlich zu sein.«
Elba saß reglos da. Sie sah ihrem Großvater nur ins Gesicht und versuchte, in seinen Augen zu lesen.
Tante Mattie war also krank. Sie kannte die Tante eigentlich kaum. Natürlich war sie als kleines Kind einige Male bei ihr zu Besuch gewesen und hatte in dem großen alten Haus gespielt. In ihrer Erinnerung erschien es ihr ein wenig düster. Ja, fast schon geheimnisvoll, auch wenn wohl immer die Sonne geschienen hatte in diesen Sommermonaten in ihrer Kindheit.
An den großen Garten vor dem Haus hatte sie die wunder-barsten Erinnerungen. Zusammen mit Christian, einem gold-blonden Jungen aus der Nachbarschaft, war sie zwischen den riesigen Bäumen hindurchgehuscht, hatte Verstecken gespielt oder Fangen und die fantastischsten Abenteuer erlebt. So unbeschwert und leicht waren die Gedanken an diese Zeit, dass sie sich darin verlor. Die Worte des Großvaters verblassten …
Einmal hatte Christian ihr eine Krone aus Blättern gebastelt. Er hatte ihre Hand gehalten und sie zur Königin des Eichenreichs erklärt. Schon damals, als kleines Mädchen, hatte sie seine Gefühle in den fröhlichen Augen erkannt: Er war verliebt in sie. Es war ganz natürlich gewesen, ein wunderschönes Königspaar hatten sie abgegeben: Er mit seinem strohblonden Haar, den tiefgrün leuchtenden Augen und dem hellen Teint, und sie, die Dunkelhaarige mit hellbraunen Augen und sanft geschwungenen roten Lippen. Wie im Märchen.
Doch rückblickend hatte Elba schon oft überlegt, wie es so et-was überhaupt hatte geben können. Wie war es möglich gewesen, bereits in jüngster Kindheit solch große Gefühle zu entwickeln, wenngleich sie sich doch von den heutigen unter-schieden? Sie waren viel ehrlicher, selbstverständlicher und ohne jeglichen Schmerz gewesen – gut und rein, und vor allem eines: einfach …
Sie versuchte, sich wieder auf das Gesicht des Großvaters zu konzentrieren. Seine Lippen bewegten sich, aber sie hatte kein einziges Wort verstanden, seit sie in ihre Vergangenheit abgetaucht war.
Ein wenig schämte sie sich jetzt, dass sie ihm nicht zugehört hatte. Es schien ihm wirklich wichtig zu sein. Auch wenn es ihr selbst nicht besonders naheging, dass die alte Tante krank war, so erkannte sie doch den müden Schmerz in den Augen ihres Gegenübers. Und ein wacheres Gefühl: Besorgnis.
Dennoch begriff sie nicht ganz, weshalb er so behutsam mit ihr sprach. Und warum war die Großmutter deshalb so aufgewühlt?
»Elba? Kind!« Der Großvater berührte ihren Arm. Wie benommen blickte sie auf seine Hand.
»Für uns war es auch ein Schock«, fügte er hinzu und sah hilfesuchend zu seiner Frau.
Es war ihm also nicht aufgefallen, dass Elba gar nichts mit-bekommen hatte – dass sie abgedriftet war.
»Was hat Tante Mattie?«, fragte sie schließlich und hoffte, dass er die Erklärung nicht bereits gegeben hatte.
»Nun ja, wie gesagt, sie ist alt. Sie –«
»Ihre Lebensenergie scheint verbraucht zu sein, mein Schatz«, unterbrach ihn die Großmutter.
Sie stirbt also, dachte Elba. Eine Verwandte liegt im Sterben, und mich berührt das in keiner Weise. Die Schwester meines Großvaters, den ich über alles liebe, stirbt. Und ich fühle nichts. Kein bisschen. Was stimmt denn nicht mit mir?
»Verstehst du, Elba?«, hakte die Großmutter nach.
»Ich denke schon«, erwiderte sie leise und wich ihrem Blick aus. Die Großmutter würde sich nicht täuschen lassen. Die beiden waren so bedacht darauf gewesen, ihr diese Nachricht schonend beizubringen. Elba fühlte sich schuldig. Arme Groß-eltern. Stets nahmen sie nur das Beste von ihr an.
»Wir müssen zu ihr fahren, Elba. Heute noch. Nach Leb-stein«, hörte sie die Stimme des Großvaters.
Noch immer saß sie wie abwesend auf dem Stuhl. Ihr Blick glitt über den Frühstückstisch, während sie in sich hinein-horchte, auf der Suche nach einer ähnlichen Betroffenheit wie der ihrer Großeltern. Erst als sie aufsah, dämmerte ihr, was ihr Großvater da gerade gesagt hatte: Auch sie würde fahren! Die beiden wollten, dass sie mitkam. Ans Sterbebett von Tante Mattie. In das Haus aus ihrer Erinnerung. An diesen geheimnisvollen Ort. Nach Lebstein.
Aber: die Sonnwendfeier!
Dieser Gedanke kam so abrupt, dass sie damit beinahe laut herausgeplatzt wäre. Oder hatte sie ihn etwa laut ausgesprochen?
Eine unangenehme Röte stieg in ihre Wangen. Blitzschnell ließ sie den Blick zwischen den Großeltern hin- und herwandern. Keine Reaktion – Gott sei Dank!
»Natürlich«, sagte sie leise. Sie war traurig, aber nicht wegen ihrer Tante Mattie. Heute Abend wären sie alle da gewesen: all ihre Freunde aus der Schule. Schon nachmittags hätte sie sich mit ihren Freundinnen getroffen und alles für die Party eingekauft. Dann hätten sie sich gemeinsam dafür zurechtgemacht. In Hannas großem Badezimmer, mit einem Drink und jeder Menge Make-up. Von Sophias Smartphone hätten sie ihre Lieblingssongs abgespielt, sich über Jungs unterhalten und darüber, wie spektakulär der Abend wohl laufen würde. All das würde sie nun versäumen. Die Party würde ohne sie stattfinden. Was für eine Enttäuschung! Sicher auch für ihre Freunde. Sie beschloss, ihnen später eine Nachricht zu schreiben, jetzt war keine Zeit mehr dafür. Plötzlich hatten die Großeltern es furchtbar eilig.
Schnell packte sie eine kleine Reisetasche, setzte ihre feine rote Sommermütze auf, klemmte sich eine leichte Jacke unter den Arm und machte sich auf den Weg zu Großvaters silbernem VW Tiguan.
Von der Diele aus nahm sie im Vorbeigehen wahr, wie die Großmutter im Wohnzimmer den gewölbten Deckel der großen antiken Holztruhe schloss, in die Elba nie einen Blick hatte werfen dürfen, und ihre Handtasche darauf ablegte.
Was hatte sie denn vor? Wollte sie die Truhe mit zu Tante Mattie nehmen? Ein seltsames Gefühl beschlich Elba, ein Gefühl, das sie nicht zu deuten vermochte.
Ein paar Minuten später waren sie auch schon unterwegs. Die aufwendig verzierte Holztruhe mit den eindrucksvollen Eisenbeschlägen war nun hinter Elbas Sitz im Kofferraum des kleinen Geländewagens verstaut. Sie konnte ihre Anwesenheit hinter sich förmlich spüren. Eigentlich wollte sie die Großmutter fragen, was sich in der Truhe befand, aber aus irgendeinem Grund tat sie es nicht.
Zum ersten Mal in ihrem Leben nahm sie eine gewisse Distanz zwischen sich und den Großeltern wahr. Eine seltsame Barriere. Sie hatten einander immer alles sagen können, und Elba hatte sich niemals geschämt, mit all ihren Problemen und Sorgen zu ihnen zu kommen. Doch nun hatte sie das unbestimmte Gefühl, dass etwas vor sich ging, wovon sie nichts wusste. Etwas, von dem die Großeltern sie ausschlossen. Und sie war sich noch nicht einmal sicher, ob sie überhaupt etwas davon wissen wollte. Ob sie wahrhaben wollte, dass irgendetwas sie trennte. Sie spürte die Veränderung, aber noch war sie nicht bereit dafür. Also schwieg sie.
Stattdessen nahm sie das Handy aus der Tasche und begann, ihren Freunden zu texten. Sie schluckte. Der Gedanke daran, was sie heute alles verpassen sollte, schnürte ihr die Kehle zu.
Als sie die letzte SMS verschickt hatte, stieß sie die Luft aus, stellte das Handy auf »Lautlos« und verstaute es wieder in ihrer schwarzen Ledertasche. Sie lehnte sich zurück und ließ die Landschaft an sich vorbeiziehen. Nach einer Weile schlief sie ein.
Als sie wieder aufwachte, sauste gerade das Ortschild Lebstein an ihnen vorbei. Sie richtete sich auf.
Schon passierten sie die ersten Häuser des Dorfes. Erstaunt stellte Elba fest, dass sich seit ihrer Kindheit hier nicht viel verändert hatte. Das Dorf mit seinen kleinen, entzückenden Häuschen wirkte ebenso verschlafen wie in ihrer Erinnerung. Nur dass heute die großen Fichten am Straßenrand feierlich geschmückt waren, mit Blumengirlanden und allerlei anderem offenbar selbst gebasteltem Schmuck. Am Ende der Straße waren einige Leute auf Leitern damit beschäftigt, Lichterketten an den Ästen zu befestigen. Sie lachten und unterhielten sich fröhlich.
Wie friedlich, dachte Elba, und ein Gefühl von Leichtigkeit strömte zurück in ihr Herz. »Warum schmücken sie denn die Bäume?«
»Ja, hast du das denn vergessen, Schätzchen?« Die Großmutter drehte sich zu ihr um und lächelte sie an. »Das Johannisfest steht doch vor der Tür – das Mittsommerfest! Bestimmt werden wir auch noch Vorbereitungen für das ein oder andere Feuer sehen.«
Natürlich, das Sonnwendfeuer.
Auf dem Land wurde noch nach alten traditionellen Bräuchen gefeiert. Die ganze Gemeinde half mit. Heute Nacht würden die Bäume in bunten Farben leuchten, die Kinder singend von Baum zu Baum ziehen, und an kleinen Ständen würden Kakao und Kuchen angeboten werden. Am alten Rathausplatz würde ein riesiger Kranz hängen – geflochten aus Zweigen und Laub, geschmückt mit Blumen und Bändern und mit Rosen aus Seidenpapier: die Johanniskrone, von Kerzen erleuchtet. Und die Erwachsenen würden in ihrer Festtagstracht darunter tanzen, bis in die Morgenstunden.
Eine schöne Tradition, fand Elba. Als sie den Ortskern verließen, drehte sie sich noch einmal um und blickte zurück. Absolut undenkbar, dass hier jemals etwas Böses geschehen könnte.
Irgendwann endete der Asphalt, und der Geländewagen des Großvaters rumpelte über eine breite, geschotterte Forststraße, die weiter vorn in die Auffahrt von Tante Matties Haus münden sollte.
Das Haus lag ein ganzes Stück vom Ort entfernt. Elba sah großflächige grüne Wiesen vorbeiziehen, und am Horizont baute sich ein mächtiger Wald mit geradezu überdimensional erscheinenden Bäumen auf. Vor dem Wald ging der Forstweg nach rechts ab. Von dort aus war das Haus bereits in der Ferne zu sehen.
Ein klammes Gefühl beschlich Elba. Zugleich verspürte sie eine gewisse Aufregung. Sie hatte ganz vergessen, wie schön und wild romantisch die herrlich große, freie Gartenanlage war. Auf der Wiese wucherten Blumen und Moos zwischen kräftigen Eichen, die hellgrüne Blätter trugen, und immer wieder ragten vereinzelte wilde, weiße Rosen aus dem Wiesenmeer. Je näher sie dem Haus kamen, desto mehr Blüten konnte Elba ausmachen. Wahrscheinlich waren sie das Einzige, das hier von Menschenhand angepflanzt worden war.
Das Haus selbst wirkte ungeheuer groß, war jedoch eher hoch als breit. Mit seinen spitzen Türmchen und den verschnörkelten Fensterläden erinnerte es ein wenig an ein verwunschenes Märchenschloss, an dessen Gemäuer die Zeichen der Zeit nicht spurlos vorübergegangen waren: Die einst blau-graue Fassade war verblasst, und der Putz bröckelte an einigen Stellen ab. In dem Beet, das sich entlang der gesamten Hausfront zog, wuchsen unzählige weitere weiße Rosen, deren Triebe die Mauer emporkletterten. Auch einige der zarten Rosenblüten hatten sich mit in die Höhe gekämpft. Ein zauberhaft idyllischer Anblick.
Elbas Herz klopfte heftig in ihrer Brust, als sie erkannte, dass Onkel Hinrik, Tante Matties Mann, schon vor der geöffneten Haustür wartete. Wahrscheinlich hatte er ihren Wagen bereits kommen sehen.
Hinrik stammte eigentlich aus Skandinavien – Elba konnte sich nicht mehr daran erinnern, woher genau –, was man ihm auch auf den ersten Blick ansah. Obwohl sein volles blondes Haar bereits einen leichten Grauschimmer hatte, wirkte er, schlank und hoch gewachsen, in seinem karierten Hemd und den dunkelblauen Jeans noch immer sehr jugendlich für sein Alter.
Der Großvater parkte direkt vor den Steinstufen, die zum Hauseingang führten. Sie stiegen aus, und die Großeltern eilten strahlend auf Hinrik zu.
»Schön, dass ihr gut angekommen seid«, rief er ihnen entgegen und breitete die Arme aus.
Die Großmutter ließ sich von ihm umarmen und auf die Wange küssen. »Es ist so lange her!«
Elbas Großvater klopfte Hinrik auf die Schulter und schüttelte ihm dann die Hand. »Viel zu lange!«
Ans Auto gelehnt, beobachtete Elba still die herzliche Begrüßung. Die drei lachten und strahlten, sodass ihre Augen vor Freude funkelten. Erneut beschlich sie das unbehagliche Gefühl, nicht dazuzugehören, keinen Platz zwischen all den vertrauten Blicken und Umarmungen zu haben.
Verlegen konzentrierte sie sich auf ihre braunen Schuhspitzen, als Hinrik plötzlich das Wort an sie richtete: »Unsere kleine Elfenkönigin! Wie wunderschön du geworden bist, Elba. Komm nur her – es gibt gar keinen Grund, schüchtern zu sein. Lass dich umarmen, meine Liebe!«
Schon war er bei ihr am Auto und nahm sie lachend in den Arm. Elba war überrascht, wie wohl sie sich dabei fühlte. Sonst mochte sie es nicht besonders, von anderen Menschen umarmt oder berührt zu werden. Aber in diesem Moment war es das Natürlichste auf der ganzen Welt. Es fühlte sich an wie … nach Hause kommen. Alle Anspannung wich aus ihrem zierlichen Körper, sie schmiegte sich an die Brust ihres Onkels und lächelte.
Er drückte sie, ließ sie los und zwinkerte ihr zu. »Lasst uns hineingehen! Ich habe Tee aufgesetzt, und ein Braten schmort schon im Ofen.«
Sie gingen den dunklen Gang entlang, vorbei an dem getäfelten Esszimmer mit seinem riesigen schwarzen Tisch aus Ebenholz, bis sie schließlich in der gemütlichen Küche angelangt waren. Durch das winzige Fenster konnte sich das Tageslicht kaum ins Innere kämpfen. Doch Hinrik hatte überall Kerzen aufgestellt, die den kleinen Raum wohlig warm erhellten. Keine Kerze schien der anderen zu gleichen – sie hatten die unterschiedlichsten Farben und Formen und waren scheinbar willkürlich im Raum verteilt worden.
Die Kücheneinrichtung stammte aus einer längst vergangenen Zeit. Der gusseiserne Herd wurde noch mit Holz und Kohlen beheizt. Den alten kreisrunden Tisch zierte eine selbstgehäkelte bunte Decke. Rustikale, henkellose Keramiktassen warteten schon auf sie.
»Helene, gieß uns doch bitte schon etwas Tee ein, während Edwin und ich das Gepäck aus dem Auto holen«, bat Hinrik die Großmutter.
Elba ließ sich ein wenig zögerlich am Tisch nieder und beobachtete, wie die Großmutter den eisernen Teekessel vom Herd nahm. Als alle vier Tassen gefüllt waren, sah sie ihren Onkel und den Großvater an der Küchentür vorbeigehen. Sie konnte gerade noch einen kurzen Blick auf die Holztruhe erhaschen, welche die beiden an den geschmiedeten Griffen ins Obergeschoss des Hauses trugen.
»Oma, was –«
Weiter kam sie nicht.
»Wo sind Helene und Elba?«, erklang von oben die schwache Stimme von Tante Mattie. »Helene? Meine Lieben, kommt doch herauf!«
Sie ließen den Tee unberührt stehen. Als Elba hinter ihrer Großmutter die düstere Treppe hinaufstieg, beschleunigte sich ihr Herzschlag erneut – als wäre sie auf einer Entdeckungsreise, auf einem aufregenden Abenteuer durch die eigene Kindheit.
Doch da regte sich noch ein weiteres Gefühl in ihr. Eigenartig. Beunruhigend, ohne dass sie es einordnen konnte. Woran das wohl lag? War es dieser Ort, dieses Haus, das diese seltsame Unruhe in ihr auslöste?
Oben angekommen, gingen sie über einen knarrenden Dielenboden an mehreren geschlossenen Türen vorbei, bis sie Tante Matties Zimmer erreichten. Ihre Tür stand als einzige weit offen. Elba hielt die Luft an. Sie hatte noch nie einen Menschen gesehen, der im Sterben lag.
Als sie den großen Raum betraten, seufzte sie erleichtert. Tante Mattie befand sich zwar im Bett, der Großteil ihres schmalen Körpers von Decken verhüllt, aber sie saß aufrecht, an eine Vielzahl weißer Kissen gelehnt, und sie sah eigentlich noch recht lebendig aus.
»Wie schön, dass ihr endlich hier seid!«
Ihr gewelltes Haar, das einmal schwarz gewesen sein musste, war zu einem langen Zopf geflochten. Sie lächelte ihnen entgegen, und das Sonnenlicht, das durch die hohen Fenster den gesamten Raum erstrahlen ließ, schmeichelte dem Teint ihrer schmalen Wangen.
Elba überlegte, wie alt die Tante inzwischen sein mochte. Irgendwie wirkte sie noch ziemlich jung. Dabei musste sie bestimmt schon an die achtzig Jahre alt sein.
Die Großmutter setzte sich unverzüglich auf den Stuhl neben dem handgefertigten Holzbett. »Mathilda, meine Liebe.«
Elba ergriff die ausgestreckte Hand der Tante und küsste sie schüchtern auf die Stirn.
»Was für eine Schönheit sie ist, Helene. Und dieses lange Haar – traumhaft. Einfach umwerfend!«
Die Worte der Tante machten Elba noch verlegener, als sie ohnehin schon war. Doch als sie in Tante Matties blaugraue Augen blickte, wusste sie, dass die Worte von Herzen kamen. Vielleicht war sie ja wirklich schön? Immerhin hörte sie das heute schon zum zweiten Mal. Sie selbst empfand sich ja besten-falls als ganz süß. Recht passabel, würde man sagen. Eben das sympathische Mädchen von nebenan, das jeder mochte. Aber sich selbst als schön zu beschreiben, das wäre ihr bestimmt nicht eingefallen.
Die Tante drückte ihre Hand und ließ sie dann los, um sich wieder an die Großmutter zu wenden. Es entspann sich eine Unterhaltung über dies und das, den Alltag und die Leute aus der Umgebung.
Elba trat an eines der hohen Fenster. Von hier oben konnte sie die gesamte Gartenanlage überblicken und den langen Schotterweg, der vom Haus zum Horizont führte. Die alten Eichen kamen ihr nun wieder unendlich vertraut vor, und sie begann, die Rosen zu zählen, die vereinzelt auf der Wiese wuchsen. Schon bald sah sie im Geiste wieder sich und Christian zwischen den Bäumen herumtoben.
Ihr Haar wehte im Wind, und die Sonne schien so hell, dass sie am liebsten in ihrem Licht baden wollte. Christian versuchte, sie zu fangen und ihre Hand zu ergreifen, sie selbst stieß ein fröhliches Lachen aus und wich ihm geschickt aus. Ein Stückchen noch, schneller, noch ein Stück weiter, dann konnte sie bestimmt in den warmen See aus Gold springen und davon-schwimmen. Immer wieder drehte sie sich nach Christian um und freute sich, dass er ihr folgte. Sie fühlte sich vollkommen leicht und unbeschwert, und doch spürte sie, dass sie zu lang-sam lief, sich noch mehr anstrengen musste, wenn sie jemals ans Ziel kommen wollte …
Plötzlich wurde Elba aus ihren Gedanken gerissen. Da war doch etwas! Ihr Blick glitt zurück über die Baumstämme, bis sie es sah. Tatsächlich! Da vorn, unter einem Baum, nicht allzu weit vom Haus entfernt. Da stand jemand!
Sie kniff die Augen zusammen. Nein, sie täuschte sich nicht. Eine dunkle Gestalt lehnte an einer der großen Eichen, die Arme locker vor der Brust verschränkt, die Beine lässig über-kreuzt. Ein Mann. Pechschwarzes Hemd, schwarze Jeans. Und er starrte zu ihr herauf.
Er musste bemerkt haben, dass sie ihn entdeckt hatte, denn er neigte ganz langsam den Kopf zur Seite, ohne jedoch den Blick von ihr abzuwenden. Verdutzt starrte Elba von oben zu-rück. Sein Haar war – wie seine Kleidung – kohlrabenschwarz, seine Haut dagegen auffallend hell.
Elba hätte nicht sagen können, wie lange sie einander so an-starrten, bis sie mit einem Mal ihr Herz spürte. Es pochte und pumpte mit aller Kraft das Blut durch ihre Adern. Schweiß bildete sich in ihren Handflächen, Hitze schoss durch ihren Kör-per. Ihr Sichtfeld engte sich ein.
Da nahm sie noch etwas wahr. Am Rande nur, ganz fern. Irgendetwas hatte sich dort draußen verändert. Es war dunkler geworden, und die weißen Rosen …
Die Rosen, alle Rosen, waren plötzlich tiefrot! Sie schienen ihre Farbe verändert zu haben. Nein, wirklich, sie hatten ihre Farbe verändert. Und inmitten der dunkelroten Rosen stand er. Völlig ruhig und regungslos.
Die Hitze in ihrem Körper wurde unerträglich. Ihr Kreislauf schien zu versagen. In diesem Moment hörte sie Tante Mattie. Sie schnappte nach Luft, als drohte sie zu ersticken.
»Großmutter!« Elba fuhr herum. »Uns beobachtet jemand! Und die Rosen … Sie haben die Farbe gewechselt!«
Die Großmutter lief zu ihr ans Fenster. Doch als Elba sich umwandte und wieder in den Garten hinaussah, war alles wie immer. Die Gestalt war verschwunden, die weißen Rosen wiegten sich im sanften Wind, und die Sonne strahlte hell und wach.
Irgendwo da draußen musste er doch sein! Er musste sich hinter einem Baum versteckt haben. 
Mit den Augen suchte sie jeden Winkel des Gartens ab. Kein Mann, keine einzige rote Rose. Sie hörte Tante Matties regelmäßige Atemzüge. Wenigstens hatte die alte Dame sich wieder von ihrer kurzen Atemnot erholt.
»Was ist denn los, Kind? Da ist doch nichts.« Besorgt sah die Großmutter ihre Enkeltochter an. »Ist alles in Ordnung, Schatz?«
Elba holte tief Luft. »Ja, ja, alles in Ordnung. Ich hab mich wohl getäuscht.«
Hatte sie sich das tatsächlich eingebildet? – Wahrscheinlich. Das Haus war voller Erinnerungen an all die Abenteuer in ihrer Kindheit. Kein Wunder, dass die Fantasie mit ihr durchging.
Das war immerhin eine Erklärung. Die andere Erklärung wäre natürlich, dass sie langsam verrückt wurde und nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden konnte. Dass sie immer weiter hinabgerissen wurde in die finstere Welt ihrer Träume, und diese sie sogar schon am helllichten Tag verfolgten.
Seit einigen Wochen kamen die Träume fast jede Nacht. Genau genommen war es immer wieder derselbe eigenartige Traum. Elba befürchtete, dass ihre Großeltern schon etwas davon mitbekommen hatten: Sie ahnte, dass sie im Schlaf mehrmals laut geschrien hatte. Die Träume fühlten sich so echt an, so real. Stets wachte sie schweißgebadet auf, und jedes Mal dauerte es ein wenig länger, bis sie sich wieder orientieren konnte. Aber bisher war sie noch nicht dazu bereit, ihren Großeltern davon zu erzählen.
Hör schon auf, Elba, befahl sie sich selbst. Sie drehte sich um, ließ die Großmutter am Fenster stehen und ging lächelnd zu ihrer Tante. Als sie sich auf den Stuhl neben dem Bett sinken ließ, um ein wenig mit ihr zu plaudern, nahm sie sehr wohl wahr, dass ihre Tante und die Großmutter verwunderte Blicke austauschten. Aber sie verloren kein Wort über das, was eben passiert war. Und auch Elba schwieg. Wenn die beiden sich dachten, dass sie nun endgültig verrückt geworden war, wollte sie es zumindest nicht wissen. Noch nicht.
Nach dem Essen beschloss Elba, sich ein wenig auf dem Anwesen umzusehen. Ob sich seit ihrer Kindheit viel verändert hatte? Bei ihrem letzten Besuch war sie höchstens neun oder zehn Jahre alt gewesen.
Die Mittagssonne glühte inzwischen heiß vom Himmel. Elba öffnete den obersten Knopf ihrer Bluse und schlenderte am Rosenbeet vor dem alten Gemäuer entlang. Von hinter dem Haus hörte sie die Stimmen ihres Großvaters und ihres Onkels. Dort stand eine kleine Scheune, vor der die Männer Holzscheite zerhackten.
Onkel Hinrik blickte auf. »Elba, komm nur zu uns!«
Der Großvater sah sie über die Brillengläser hinweg an und lächelte.
Elba begann, die einzelnen Scheite aufzusammeln und legte sie in einen geflochtenen Korb. Unterdessen unterhielten sie sich über den Schulabschluss und Elbas Pläne für die Zukunft.
»Wie wäre es denn mit einem Praktikum während der Ferien? Dabei könntest du den einen oder anderen Beruf ein wenig kennenlernen«, schlug der Onkel vor.
»Hervorragende Idee«, stimmte der Großvater zu.
Elba hatte sich bisher über ihre Zukunft nicht allzu viele Gedanken gemacht. Trotzdem gefiel ihr die Idee, und die körperliche Arbeit wirkte beruhigend auf sie. Als ein gespaltenes Stück Holz nach dem Axthieb wie lebendig auf Elba zusprang, lachte sie ausgelassen, und all ihre Sorgen fielen Stück für Stück von ihr ab.
Nach einer Weile hörten sie das Geräusch eines schweren Motors und den Klang breiter Reifen auf Schotter.
»Ah«, freute sich Onkel Hinrik, »das muss Christian sein. Er hilft uns mit dem Haus.« Verschwörerisch zwinkerte er dem Großvater zu.
Elbas Herz tat einen kleinen Freudensprung, stockte und hüpfte wieder in die Höhe, als würde es kleine Purzelbäume schlagen. Sie spürte, wie ihre Wangen rot anliefen, als ein gelber Pick-up vor der Scheune zum Stillstand kam. Schwungvoll öffnete sich die Fahrertür, und ein blonder junger Mann kletterte heraus. Christian.
Den Blick nach unten gerichtet, fuhr er sich durch das zerzauste Haar. Dann sah er auf und grinste Elba verschmitzt an.
»Na? Ist die Elfenprinzessin ins Feenreich zurückgekehrt?« Er biss sich auf die Unterlippe und tat sich sichtlich schwer, ein heftiges Prusten zu unterdrücken.
Elba meinte, noch niemals in ihrem Leben so leuchtend grüne Augen gesehen zu haben. Die Farbe war so intensiv und strahlend, dass es aussah, als würden seine Augen tanzen.
»Ich hoffe doch, ihr habt im Reich nach dem Rechten gesehen, Prinz Rotenstein?«, antwortete sie und zog scheinbar entschuldigend die Schultern hoch. Wie albern!
»Ach komm her, Elbarina!«, rief er schließlich, und sie fielen einander lachend um den Hals. Er hob sie hoch und wirbelte sie im Kreis herum, bis sie beide außer Atmen waren.
»Gut, dass du endlich da bist«, flüsterte er ihr zu und knuffte sie liebevoll. »Elbarina Elfenprinzessin Teofinsen.«
»Christian Prinz Rotenstein Surtsen.« Elba lachte. Jahre waren vergangen, seit sie sich das letzte Mal gesehen hatten, und doch fühlte es sich an, als wäre es erst gestern gewesen.
Gemeinsam gingen sie los, um durch den verwilderten Garten zu spazieren. Dabei neckten sie sich unentwegt, stießen sich von der Seite an und schubsten sich freundschaftlich.
Bevor sie hinter dem Haus verschwanden, wandte Elba sich noch einmal um. 
Mit der flachen Hand klopfte Hinrik auf Edwins Schulter. »So muss es sein, mein Freund, so muss es sein.« Seine blauen Au-gen lachten fröhlich.
Der Blick des Großvaters blieb hingegen ernst, er runzelte die Stirn und blieb noch eine Weile unbeweglich stehen, bevor er sich mit Hinrik wieder an die Holzarbeit machte. Seinen merkwürdigen Ausdruck, sein Zögern vermochte Elba nicht zu interpretieren. Noch nicht.
Als sie später vergnügt ins Haus zurückkehrte, fand sie die Esszimmertür geschlossen vor. Eigentlich hatte sie der Groß-mutter gleich mitteilen wollen, dass Christian sie für den Abend eingeladen hatte. Er und all seine Freunde hatten am Waldrand eine Feuerstelle vorbereitet, um das Mittsommerfest als Anlass für eine Party zu nutzen.
Erst hatte sie sich geziert, weil sie niemanden kannte, aber schließlich hatte er sie überredet. Ihr war aufgefallen, dass sein Shirt und seine Jeans schon etwas verschlissen waren. Außer-dem musste er bis zum Abend noch arbeiten und bei den Vorbereitungen für das Fest im Dorf mithelfen. Offensichtlich musste er sich sein Geld hart verdienen.
Elba bekam ein schlechtes Gewissen, denn sie hatte noch nie arbeiten müssen, um sich etwas kaufen zu können. Die Großeltern waren nicht eben reich, aber sie versuchten, ihr stets ihre Wünsche zu erfüllen. Und außer ein paar Arbeiten im Haus zu erledigen und zur Schule zu gehen, genoss sie – wie all ihre Freunde – ein sorgenfreies Leben.
Christian hatte schon vor über einem Jahr die Schule abgeschlossen und hielt sich nun mit kleineren Jobs über Wasser. Seine Einnahmen teilte er mit seiner Mutter, mit der er in einem kleinen Häuschen am Rande des Dorfes lebte. Sein Vater war früh verstorben, und so hatten er und seine Mutter immer nur einander gehabt. Dennoch wirkte er glücklich und zufrieden mit seinem Leben.
Sie lauschte. Durch die verschlossene Tür des Esszimmers hörte sie die leisen Stimmen der Großeltern. Auch Onkel Hinriks Stimme konnte sie ausmachen, und sogar Tante Mattie schien bei den dreien zu sein. Elba griff nach der Türklinke, hielt dann jedoch inne. Sie konnte nicht verstehen, worum es ging, sondern nur einzelne Sätze aufschnappen.
»Er wird kommen und sie holen!« Die Großmutter klang besorgt. »Sie ruft seinen Namen schon im Schlaf, Mattie.«
»Er gehört nicht ihr«, wandte der Onkel ein.
»Das weiß sie nicht. Und er weiß es auch nicht«, schaltete der Großvater sich ein.
»Wir müssen ihn vertreiben«, entgegnete der Onkel.
Nach einer kurzen Pause erhob sich Tante Matties müde Stimme: »Das wird nicht möglich sein. Er sucht den Stein. Er wird nicht eher Ruhe geben, bis –«
Elba hörte Schritte, die sich ihr näherten. Wie ein kleines Kind, das unartig gelauscht hatte, lief sie, so geräuschlos sie konnte, zur Haustür hinaus. Als sie die Bäume auf der Wiese erreichte, verlangsamte sie die Schritte.
Was stellst du dich so an, Elba? Das ist doch lächerlich!
Weshalb war sie nicht einfach in das Esszimmer spaziert und hatte rundheraus gefragt, worum es ging? Sie ließ sich unter einem der Bäume nieder, lehnte sich an den dicken Stamm und kramte ihr Handy aus der Hosentasche. Bestimmt hatten sich Hanna und Sophia bereits bei ihr gemeldet.
Tatsächlich! Das Display zeigte fünfzehn ungelesene Nach-richten an. Sie öffnete eine nach der anderen und las, wie bedauerlich es alle fanden, dass sie heute nicht an der Party teil-nahm. Schnell wählte sie Sophias Nummer.
Als sie das gleichmäßige Läuten an ihrem Ohr hörte, blickte sie verwundert auf. Es regnete weiße Blüten von den Bäumen! So viele, dass es den Eindruck machte, es würde Schnee fallen.
Am anderen Ende der Leitung hörte sie Sophias genervte Stimme: »Na endlich, Elba! Wo bist du denn?«
Mit einem Mal glitt ihr das Handy durch die Finger und fiel zu Boden. Da war er wieder! Das schwarze Hemd, die schwarze Hose, die schwarzen Haare. Derselbe Mann, den sie schon vom Fenster aus gesehen hatte, stand an der Ecke vor dem Haus und starrte sie durchdringend an. Wieder hielt er die Arme vor der Brust verschränkt. Fast wirkte er arrogant und überheblich, so gelassen und selbstverständlich, wie er sie taxierte. Etwas Erhabenes umgab ihn. Und etwas Unheimliches.
Langsam stand sie auf. Er beobachtete jede ihrer Bewegungen, musterte jede ihrer Regungen.
»Elba! Elba Teofinsen! Verdammt noch mal!« Sophias Stimme kreischte aus dem im Gras liegenden Handy.
Elba kümmerte sich nicht darum. Die letzten Blüten segelten von den Bäumen herab. Da verschwand die Gestalt mit einer geschmeidigen Bewegung hinter der Hausecke. Elba rannte los.
In ihrem Kopf erschien das Bild eines schwarzen Panthers. Sie lief auf das Haus zu. Diesmal würde er ihr nicht entkommen! Sie würde beweisen, dass sie nicht verrückt war, dass sie sich das nicht nur einbildete.
Das Herz schlug ihr bis zum Hals. In ihren Ohren rauschte das Blut. Die Arme fest an den Körper gepresst, befahl sie ihren Beinen, so schnell zu laufen, wie sie nur konnten. Doch schon nach wenigen Metern fühlte sie, dass ihr die Puste ausging. Sie würde es nicht schaffen.
Mach schon!, befahl sie sich und rannte dicht an der Hausecke vorbei in Richtung Holzscheune. Verdammt, wo war er?
»He!«, rief sie zornig ins Leere. »Bleib stehen!«
Das durfte ja alles nicht wahr sein! Hatte sie sich das wirklich wieder nur eingebildet? Abrupt stoppte sie, schwankte und kämpfte damit, nicht vornüberzufallen.
Da saß er. Seelenruhig. Auf einem der Baumstümpfe, auf denen ihr Onkel und ihr Großvater Holz gehackt hatten. Lässig. Locker. Und grinste sie unverschämt an, sichtlich belustigt über ihren Auftritt. Jetzt wurde sie richtig wütend. Völlig außer Atem stand sie da, und ihre Wangen glühten.
Und er? Saß einfach nur da – ganz gelassen – und lachte. Die oberen beiden Knöpfe seines Hemdes standen offen, die Ärmel waren bis zur Hälfte des Unterarms hochgekrempelt. Er reckte den Kopf zum Himmel und blinzelte der grellen Sonne entgegen. Elba war sicher, niemals zuvor in ihrem Leben einen so schönen Mann gesehen zu haben. Seine Erscheinung wirkte dermaßen anziehend auf sie, dass es ihr nun völlig den Atem verschlug.
Er zog die rechte Augenbraue hoch, wandte sich ihr zu und begann zu sprechen: »Nun, kleine Miss Ich-krieg-dich-schon, darf ich fragen, warum du mich verfolgst?«
Perplex starrte Elba ihn an. Beim Klang seiner Stimme sauste ein Schwarm Schmetterlinge durch ihren Magen. Bis hinauf in ihren Kopf, wo er ihren Verstand umschwirrte. Ihr Mund öffnete sich einen Spaltbreit, sie brachte aber kein Wort heraus.
Die Farbe seiner Augen war so ungewöhnlich, dass sie ihren Blick nicht abwenden konnte. Sie waren hellblau, schimmerten jedoch beinahe grün – einerseits stechend hoben sie sich deutlich von den tiefschwarzen Pupillen und den schwarzen Haarsträhnen, die ihm ins Gesicht fielen, ab. Andererseits erschienen sie milchig, ja fast durchsichtig. Unwillkürlich musste Elba an zwei blaugrüne kristallene Aquamarine denken, durch die das Sonnenlicht schien. Wie alt mochte er sein? Zwanzig? Fünfundzwanzig?
Sie nahm wahr, dass er eine Hand nach ihr ausstreckte und mit dem Kopf zur Seite deutete. Jetzt erst bemerkte sie das schwarze Auto, das neben der Scheune stand. Seine Handfläche zeigte nach oben, als wolle er sie zum Tanz auffordern. Instinktiv streckte sie ihre Hand der seinen entgegen.
An zwei Fingern trug er große silberne Ringe, was ihm eine gewisse Eleganz verlieh. Magnetisch fühlte sie sich von ihm angezogen. Kurz bevor sich ihre Hände berührten, hörte sie hinter sich ein Donnerwetter.
»Verschwinde!«
Sie wirbelte herum.
»Mach, dass du wegkommst!«, brüllte ihr Großvater.
Noch nie hatte sie ihn so wütend gesehen. Er wirkte riesen-groß, und seine Halsschlagader pochte. Seine Hände waren zu Fäusten geballt.
Ein langgezogenes »Edwin!« ertönte hinter ihr, sodass sie sich wieder halb umwandte. Amüsiert betrachtete der Fremde den Großvater und ließ ganz langsam die ausgestreckte Hand auf den Oberschenkel zurücksinken. »Komm schon –«
»Hau endlich ab!«, wetterte der Großvater.
Wie ein Schuljunge, der bei einem Streich ertappt wurde, stand der Unbekannte auf und ging zu seinem Wagen. Er bewegte sich geräuschlos auf den schwarzen Buick zu, die Schultern zurückgenommen, das Kinn stolz nach vorn gereckt. Der Wagen war ein Oldtimer, ein 1968er Wildcat. Wieder tauchte der Panther vor Elbas innerem Auge auf.
Geschmeidig glitt er auf den Fahrersitz, der Motor heulte auf, und der Wagen brauste los. Im Vorüberfahren nickte der Fremde dem Großvater zu, schon war der Buick verschwunden.
Fassungslos sah Elba ihren Großvater an. Ihr Hirn begriff nicht, was eben passiert war. Hatte sie etwa vorgehabt, mit diesem Fremden mitzufahren? Wie verrückt! Und dennoch: Fast war sie darüber aufgebracht, dass Edwin dazwischen gegangen war. In gleichem Maße fühlte sie sich beschämt. Als wäre sie bei etwas Intimem, Verbotenem erwischt worden. Sie konnte ihre eigenen Emotionen nicht mehr einordnen.
»Was …?« Sie suchte nach Worten. Doch der Großvater kam ihr zuvor.
»Lass uns hineingehen, Elba. Du bist bestimmt schon hungrig.« Er drehte sich um und ging aufs Haus zu.
Verwundert runzelte sie die Stirn und schüttelte den Kopf. Wie konnte er jetzt vom Essen sprechen? Trotzdem folgte sie ihm ins Haus und trottete widerwillig hinter ihm her ins Ess-zimmer.
Die anderen saßen bereits am Tisch. Wortlos schob die Groß-mutter Elbas Handy zu ihr hinüber. Offenbar hatte sie es unter dem Baum gefunden. Elba war fest entschlossen, nun ein paar Fragen zu stellen.
Letztendlich stellte sich aber heraus, dass alles wesentlich harmloser schien, als sie nach der Reaktion des Großvaters befürchtet hatte. Der Unbekannte war angeblich nur ein reicher »Nichtsnutz und Weiberheld«, wie die Großmutter ihn verächtlich nannte, der sich wohl des Öfteren am Grundstück herumtrieb. Er hege irgendeine besondere Affinität dem Haus gegen-über, was anscheinend mit seiner Familiengeschichte zu tun hatte. Er habe Elbas Tante und Onkel auch schon diverse Ange-bote für den Kauf ihres Anwesens gemacht, jedoch wären sie nicht an einem Verkauf interessiert, schilderten die Großeltern ihr. Seither käme er immer mal wieder vorbei und versuche hartnäckig, sie zum Verkauf zu überreden. Eine einfache Geschichte. Eine alltägliche Angelegenheit.
Alle wirkten zufrieden.
Nur Tante Mathilda sah kein einziges Mal von ihrem Teller auf.

Und hier nun meine Gewinnspielfrage an euch, welche ihr mir bitte per Mail (siehe Mailbutton links) oder über meine Facebook-Seite per PN, zu.


Welchen Spitznamen hat Elbas Freund aus Kindertage ihr gegeben?


Nun noch ein paar Formalitäten:


Wichtiges!!!


> teilnehmen könnt ihr auf meiner FB-Seite Sonnenblümchens Rezensionen (https://www.facebook.com/SonnenbluemchensRezensionen/) und/oder auf meinem Blog, Sonnenblümchens Dreams (http://sonnenblumentraumwelt.blogspot.de/)

> ein kleiner Like für das Gewinnspiel


> hinterlasst einen freundlichen Kommentar, der bitte mehr enthält als „Hüpf in den Los Topf“ (ich denke ihr versteht was ich meine 🙂
)


> ein kleiner Like für meine Facebook-Seite und/oder meinen Blog


> gerne dürft ihr teilen und Freunde markieren



Alles natürlich völlig freiwillig, ich zwingen niemanden zu irgendetwas. Ein Gewinnspiel soll ja Spaß machen und kein Zwang sein.


> Teilnahme ab 18

> Versand nur innerhalb Deutschland, Österreich und der Schweiz


> Facebook und mein Bloganbieter haben mit dem Gewinnspiel nichts zu tun


> die Teilnehmer erklären sich im Gewinnfall einverstanden, dass ihre Namen öffentlich auf meiner FB-Seite Sonnenblümchens Rezensionen und auf meinem Blog genannt wird


> die Gewinner erklären sich einverstanden, dass ich ihre Daten zwecks Gewinnzustellung verarbeite


> für Verlust oder Beschädigung der Gewinne auf dem Versandweg wird keine Haftung übernommen


> Barauszahlung ist nicht möglich

♥♥♥

Ja und das Gewinnspiel läuft bis Freitag den 27. Januar 2017. Danach werde ich schnellstens den Gewinner von der Losfee ziehen lassen und bekannt geben. 
Dann allen viel Glück dabei und dir, liebe Thordis, möchte ich nochmal vielen Dank dafür sagen, dass du diesen Autorentag auf meinem Blog mitgemacht hast.
Grüßle eure Ela

Autorentag beim Sonnenblümchen


Neuer Button und was sich dahinter verbirgt.
Autorentag – was verbirgt sich dahinter? Nicht wirklich was neues, ich möchte hier einfach in jedem Monat des Jahres euch einen anderen Autoren etwas näher bringen. Ihr werdet auf den Autoren selbst und seine Werke aufmerksam gemacht. Auch führe ich ein kleines Interview mit diesem durch und versuche für euch ein Gewinnspiel mit diesem auf die Beine zu stellen. Also seit einfach mal gespannt was und wer da so auf euch zu kommt.
Allen Autoren, die daran Interesse haben, sage ich einfach. Meldet euch doch bei mir, wir finden bestimmt einen Termin.
Und damit startet morgen nun mein erster Autorentag. Lasst euch überraschen, welchen Autoren ich dafür gewinnen konnte. Wer neugierig ist und zufällig bei Facebook rumwusselt, der kann ja schon mal hier schauen.
Grüßle eure Ela

Kleine Veränderungen


Und heute komme ich mal mit etwas anderem zu euch. Ich habe, wie ich es ja eigentlich jedes Jahr mache, mir mal meine Gedanken zu meinem Blog gemacht und dabei nun ein bisschen was eingefügt bzw. geändert. 
1.     Habe ich hier den Punkt „please klick me“ eingefügt. Diesen findet ihr am Ende eines jeden Beitrages und ich würde mich riesig freuen, wenn ihr dort vielleicht einen kleinen Klick dalassen würdet. Es tut nicht weh und kostet euch auch nichts.
2.    Des Weiteren habe ich eine neue Seite (oben unter dem Header zu finden) eingefügt. Dort findet ihr nun meine diversen Blogempfehlungen. Schaut doch einfach auch bei diesem Mal vorbei.
Wie ihr mit Sicherheit im vergangenen Jahr bemerkt habt, findet ihr hier nun überwiegend Buchrezensionen und auch sogenannte Blogtouren. Dennoch werde ich euch auch immer mal wieder Anekdoten oder anderes rein privates hier schreiben. Doch das nur, wenn ich es passend finde bzw. Lust und Zeit dazu habe. Auch werde ich euch immer mal wieder etwas aus meiner Kreativwerkstatt zeigen, also gestricktes und/oder gebasteltes von mir.
Und nun noch eine kleine Ankündigung für dieses Jahr. 
Ihr werdet hier in jedem Monat nun einen Autorentag finden (einen immer wiederkehrenden Tag wird es da nicht geben, also einfach dran bleiben). Dort werde ich euch, in mehreren Beiträgen, je einen Autoren und seine Werke vorstellen. In diesem Zuge wird es auch ein kleines Gewinnspiel bei mir geben. Also seit gespannt was da so auf euch zu kommt.
So und nun werde ich erst einmal wieder Schluss machen für heute, denn die nächsten Beiträge sollen ja auch erst erfasst werden. Damit ihr hier jede Menge Neues findet. Habt einfach Spaß bei mir und schaut mal wieder vorbei.
Grüßle eure Ela

Blogtour Magie: meine Lieblingskurzgeschichte


Und heute nun ist die magische Blogtour zu Nadja Losbohm bald erscheinenden neuen Buchbabys, Die Magie der Bücher, bei mir angekommen. Wir hatten schon einige wunderbare Beiträge im Rahmen dazu, alles samt waren magisch und auch die folgenden (nach mir) werden magisch sein. Mir wurde heute zu teil, einer meiner Lieblingsgeschichten aus ihrem neuen Buch euch ein wenig näher zu bringen. Dann versuche ich das doch einfach mal…
…meine Lieblingskurzgeschichte wäre…

„Blueberry’s wundersame Reise ins Land der Glitzervögel“
Was soll ich euch dazu erzählen und dennoch nicht zu viel verraten? Schwer, aber ich denke so viel darf ich verraten. Die Kurzgeschichte lädt ein zum Träumen. Sie beschreibt genau das, was für mich die Magie von Büchern ausmacht. Gerade wenn die Geschichte, die man liest, einen in seinen Bann zieht. Man gar nicht aufhören kann zu lesen und traurig ist, wenn die Geschichte dann zu Ende ist. 
Mehr kann und möchte ich nicht über die Geschichte selbst hier verraten, genießt sie einfach und lasst euch magisch einfangen.
(Meine Rezension zu dem kompletten Buch, reiche ich euch, nach dem Erscheinen des Buches, noch nach.)
Damit wäre mein kleiner Beitrag der Tour beendet, doch die Tour geht natürlich noch weiter.
Und wie ihr es ja gewohnt seid, gibt es auch bei dieser Tour ein kleines Gewinnspiel.
Was gibt es zu gewinnen?


3 verschiedene Überraschungspäckchen, die sehnsüchtig darauf warten, an drei GewinnerInnen ausgeteilt zu werden. 

Was du tun musst, um im Lostopf zu landen?


Beantworte diese klitzekleine Frage, was mithilfe der Blogbeiträge nicht allzu schwer sein sollte:

„Nenne ein weiteres Buch der Autorin Nadja Losbohm.“


Eure Antwort sendet bitte bis einschließlich Sonntag, den 16.10.2016 entweder per Email an buecherkleeblatt@gmx.de, unter der Betreffzeile: Blogtour Magie, oder (wer bei Facebook ist) direkt an die Autorin Nadja Losbohm.


***

Gewinnspielregeln:

Wohnsitz in Deutschland
Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
Das Gewinnspiel hat nichts mit dem Blogschreiber, dem Bloganbieter oder Facebook zu tun. Es ist eine rein private Aktion. Die Gewinne werden von der Autorin persönlich bereitgestellt.


***


Was ich euch allen auf jeden Fall noch wünsche, ist…



…ganz viel Glück!!!

 

Blogtour `Chandni – Destiny´, Tag 1


Nun läute ich also mit diesem Beitrag den ersten Tag einer wundervollen Blog Tour zu den Büchern, Chandni – Destiny? – Ihre Liebe begann im Traum und Chandni – Destiny! Liebe meines Lebens. Diese zwei Bände kann ich euch einfach nur ans Herz legen. Denn wer gerne Herzschmerz mag, der ist hier genau richtig. Ich hatte euch diese beiden Bücher hier ja bereits vorstellen dürfen. Wer jedoch gerne meine Rezensionen nochmals nachlesen möchte, der kann dies hier machen: Band 1 und Band 2.

 

●¸.•*¨Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸

 

Über 7 Tage lang möchten wir euch nun mit verschiedenen Themen zu diesen Büchern und der Autorin etwas erzählen.

 

 

Damit ihr die folgenden Blogs schneller findet, bekommt ihr von mir mal die Links dorthin:

 

Tag 1) hier bei mir

Tag 2) bei Katrin – katrinslesewelt.blogspot.de

Tag 3) bei Sanny – sannysbuchwelten.com

Tag 4) von Medusa – Gastbeitrag bei Bella – bellas-life.de

Tag 5) bei Nadja – bookwormdreamers.blogspot.de

Tag 6) bei Janina – diebuecherfreaks.blogspot.de

Tag 7) bei Bella – bellas-life.de

 

●¸.•*¨Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸

 

Heute ist die Blog Tour Chandni – Destiny also bei mir gelandet und ich darf euch ein wenig über meine Lieblingsfilmbranche BOLLYWOOD – wer oder was ist das? erzählen. Ja, ihr lest richtig. Ich liebe Bollywood und was soll ich sagen…
Bollywood macht glücklich!!!
Doch bevor ich so richtig ins Träumen komme, versuche ich euch, die ihr da so gar keinen Plan dazu habt, die indische Filmwelt ein wenig näher zu bringen. Ja aber warum komme ich gerade auf dieses Thema bei dieser Blog Tour? Ganz einfach, die Autorin Medusa Mabuse hat eben genau diesen Hintergrund in ihren beiden Bänden mit einfließen lassen und als die Anfrage zur Tour kam, war für mich gleich klar, welches Thema ich abdecken möchte.
Dann will ich doch mal loslegen:

Der Hindi-Film wird in Mumbai (dem früheren Bombay) produziert. Neben dem Tamilischen Film und dem Telugu-Film entstehen in dieser Sprache die meisten Filme in der indischen Filmindustrie. Als Synonym für die Hindi-Filmindustrie ist der umgangssprachliche Begriff Bollywood (Hindi: बॉलीवुड) weit verbreitet. Dieser Begriff entstand in den 1970er Jahren und bezog sich ausschließlich auf Hindi-Unterhaltungsfilme, die wohl auf Grund ihres kommerziellen Charakters von einem indischen Filmkritiker in Anlehnung an die amerikanischen Filmstudios von Hollywood so betitelt wurden. Die Wortkreuzung Bollywood enthält daher die Bestandteile Bombay und Hollywood. Der Begriff Bollywood trifft bei indischen Bürgern und Filmschaffenden auf Kritik, weil sie ihre Studios nicht gerne mit den westlichen Filmstudios von Hollywood verglichen haben wollen.

Bekannte Studios sind Filmalaya und Film City im Norden der Stadt. Jährlich werden derzeit etwa 200 bis 250 Hindi-Filme produziert. (Auszug aus wikipedia.de)

Na und wie bin ich selbst dazu gekommen? Vor einigen Jahren hat einer der privaten Fernsehsender angefangen eben jene Filme synchronisiert zu zeigen und beim Zappen bin ich dort irgendwann einfach hängengeblieben.

 

Mein allererster Bolly-Film war dann auch gleich mal, „(K3G) Kabhi Khushi Kabhie Gham“, zu Deutsch: In guten wie in schweren Tagen, (Trailer). Hier sah ich dann auch das erste Mal mein absolutes Lieblingspaar des indischen Kinos, Shahrukh Khan und Kajol. Was soll ich zu diesen Beiden erzählen? Mein erster Eindruck von SRK (oder auch King Khan, wie ihn viele seiner Fans nennen) war, was für eine Nase. Damit ist er irgendwie echt gestraft *lach. Doch mittlerweile gehört genau diese zu seinem markanten Gesicht. Seine Art des Schauspiels fängt mich jedes Mal wieder ein und nimmt mich mit auf eine wunderbare Reise. Und Kajol hat mich mit ihren immer lachenden Augen gefangen und voll für sich gewonnen.  Doch eh ich weiter über diese beiden schwärme, weiter zum indischen Kino. Was macht es aus? Es ist die Mischung aus Familie, Drama, Liebe, Spannung, Humor und viel, viel Musik und Tanz. Nicht häufig gehen diese Filme meist über drei Stunden. Doch man kommt, wenn man dafür empfänglich ist, stets auf seine Kosten. Auch wenn sie am Anfang doch recht gewöhnungsbedürftig sind. Denn sie sind eben bunt und musikalisch und es wird in (fast) allen Lebenslagen gesungen und getanzt. Natürlich gibt es auch im indischen Kino hin und wieder Filme, die mit wenig bis fast gar keiner musikalischen Einlage auskommen. Doch gerade eben die Musik und der Tanz macht den Charme von Bollywood aus.

 

Hier mal ein knallbuntes Beispiel aus einem weiteren Film mit SRK für euch: 

 

Nun wisst ihr ein wenig über das indische Kino, über Bollywood und wie ich dazu kam. Doch nun soll uns doch mal die Autorin Medusa Mabuse einmal erzählen, wie sie dazu kam. Wie sie darauf kam, gerade das indische Kino in ihre Bücher einfließen zu lassen und wer ihre Lieblingsschauspieler aus Bollywood sind. 

Medusas Antwort…

oh je … und jetzt komme ich noch mit meiner ‚kurz-geht-anders‘ Beantwortung deiner Fragen https://www.facebook.com/images/emoji.php/v5/ud0/1/16/1f602.png😂https://www.facebook.com/images/emoji.php/v5/ud0/1/16/1f602.png😂https://www.facebook.com/images/emoji.php/v5/ud0/1/16/1f602.png😂
Die Geschichte um Adrianna und Siddharth hatte ich schon seit mehr als 30 Jahren im Kopf. Ich wusste, dass sie in Deutschland lebt und er in Bombay. Keine Ahnung warum, liegt aber vielleicht an meiner Affinität zu Indien. Klar war auch, dass beide leidenschaftlich gerne tanzen und er Schauspieler ist. 
Der erste Bollywoodfilm, den ich gesehen habe, war in 2006 K3G, doch damals hatte ich die Geschichte gerade aus meinen Gedanken verbannt. Erst fünf Jahre später, im Spätsommer 2011, sah ich erneut einen Bollywood-Streifen. Das war Muhjse Dosti Karoge – Beste Freunde küsst man nicht. Die erste Hälfte des Films habe ich während der Hausarbeit, also nicht wirklich, angesehen. Erst ab der zweiten Hälfte sah ich zu und da waren sie plötzlich. Die Parallelen waren verblüffend. Da war mein Siddharth. Es vergingen noch Wochen, bis ich mit dem Schreiben begann. Aber mir war klar, dass die Geschichte nur mit Bollywood funktioniert. Da ich nichts darüber wusste, begann ich mit Recherchen. Vom Hauptdarsteller von MDK wusste ich nichts, nicht einmal seinen Namen. Als ich ihn dann herausgefunden hatte, war es ganz logisch, dass ich Fan wurde, wo er doch meinem Siddharth so sehr glich https://www.facebook.com/images/emoji.php/v5/u57/1/16/1f609.png😉. Also die Frage nach meinem männlichen Lieblingsschauspieler ist damit beantwortet. Es ist Hrithik Roshan. Bei den weiblichen Darstellerinnen schwanke ich zwischen Priyanka Chopra, Preity Zinta, Rekha und Deepika Padukone. Die Hauptdarsteller wären, wenn meine Bücher jemals verfilmt werden würden, Hrithik Roshan als Siddharth und eventuell Chitrangada Singh, wobei mir neuerdings Pooja Hegde auch gefällt, als Adrianna. Für die Rolle der Laura Xiang wäre Linda Hunt genial.
●¸.•*¨Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸
Meine Frage: Was war für die Autorin Medusa Mabuse klar, was in ihrer Buchreihe dabei sein musste? Was lieben die Autorin und ich so sehr? 

Findet das Wort, um das es im Expeditionsbericht geht.
●¸.•*¨Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸

Und damit wäre also mein Beitrag beendet und morgen geht es dann bei Katrin weiter. Auch dort gut lesen und mitmachen.

●¸.•*¨Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ¨*.¸

Na ja und so ganz ohne etwas für eure Zeit, die ihr hier nun mit dem Lesen meines Beitrages verbracht habt, lasse ich euch nicht gehen. Wie gewohnt folgt hier nun  ein kleines…

…Gewinnspiel:


Hauptaufgabe: Findet die passenden Wörter, um die es in den Expeditionsberichten geht.

Zusatzlos: Ihr könnt noch fleißig Zusatzlose sammeln, indem ihr zu jedem Expedtionsbericht die Frage beantwortet.

Je öfter ihr unsere Fragen beantwortet, umso mehr Lose könnt ihr sammeln und habt dann höhere Chancen.


Gewinnspielregeln:

seit über 18 Jahre alt oder habt die Erlaubnis eurer Eltern.
Ihr solltet euren Wohnsitz in Deutschland haben.
Nach Ablauf des Gewinnspiels können wir euch im Falle des Gewinns eine E-Mail senden. Hierfür müsst ihr uns eure E-Mail-Adresse hinterlassen.
Wir übernehmen keine Haftung und es gibt keinen Ersatz falls das Paket verloren geht.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
Das Gewinnspiel endet 3 Tage nach dem letzten Blogtourbeitrag 23:59 Uhr. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt schnellstmöglich.

Irish Hearts Blogtour – kulinarisches und musikalisches Irland


Hallo zusammen, heute macht die Irish Hearts Blogtour also bei mir halt und ich habe mir ein kulinarisches und musikalisches Irland für euch gedacht. Aber bevor ich dazu komme, möchte ich euch vorher noch einmal auf die beiden wundervollen Bände dieser Buchreihe der lieben Lita Harris aufmerksam machen. Denn um diese geht es ja im hauptsächlichen bei dieser Tour.
und

Irish Romance: Jack und Fiona – eine Lovestoy (Irish Hearts 2)

Dann will ich doch mal und versuche euch das kulinarische und musikalische Irland ein wenig näher zu bringen.
Bei der Küche Irlands fällt einem wohl spontan Irish Stew ein oder? Ja und wer wäre ich, wenn ich euch nicht einfach mal das Rezept hier aufschreibe.
Irish Stew

Zutaten

800 g
Lammschulter
5 EL
Öl
Zwiebel(n)
1 Zehe/n
Knoblauch
300 g
Möhre(n)
Knollensellerie
1/4 Kopf
Weißkohl
150 g
Lauch
1 Liter
Rinderbrühe
250 g
Kartoffel(n)
1 EL
Petersilie, gehackte
1 Prise(n)
Kümmel
1 Prise(n)
Thymian
 
Muskat
 
Salz und Pfeffer

 

Zubereitung

 

Arbeitszeit: ca. 30 Min. / Schwierigkeitsgrad: normal / Kalorien p. P.:keine Angabe
Lammfleisch in nicht zu kleine Würfel schneiden, Zwiebel in Streifen schneiden, Möhren, Sellerie und Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden (1 Kartoffel beiseitelegen), Kohl und Lauch grobblättrig schneiden.

In erhitztem Öl das Fleisch anbraten. Zwiebel, zerdrückten Knoblauch und Gemüse ohne die Kartoffeln beigeben, mitschmoren lassen, mit Brühe aufgießen, mit Kümmel, Muskat, Thymian, Salz und Pfeffer abschmecken.

1 Stunde bei leichter Hitze kochen lassen. Dann Kartoffelwürfel beigeben und noch eine Viertelstunde weiterkochen lassen. Die beiseitegelegte Kartoffel fein raspeln und kurz vor dem Servieren den Irish Stew damit binden. Mit gehackter Petersilie bestreuen. (Quelle: chefkoche.de


Aber nur daraus besteht die irische Küche nun wirklich nicht. Ich habe mich mal ein klein wenig schlau gemacht und unter anderem diese Informationen für euch gefunden:
Die irische Küche war seit Beginn der Besiedlung vor allem darauf ausgerichtet, die Bewohner ausreichend zu ernähren. Das Nahrungsangebot war nicht sehr reichhaltig. In der Geschichte Irlands kam es mehrfach zu großen Hungersnöten, und die Versorgung der Bevölkerung mit dem Nötigsten war nicht immer gewährleistet. Während der Großen Hungersnot in Irland zwischen 1846 und 1851, die durch Kartoffel-Missernten ausgelöst wurde, starben nach Schätzungen mehr als eine Million Menschen. Die Einwohnerzahl des Landes sank aus diesem Grund um bis zu 25 %. Weitere rund 1,5 Millionen Menschen wanderten aus und versuchten ihr Glück in Kanada, Australien, den USA und den Industriezentren Englands… (wikipedia.de)
Ja und dann haben die Iren da noch was ganz leckeres…das wäre ihr sahniges Bier, eben ihr Guinness. Ich liebe es, gerade diese sahnige Krone ist es, die ihr Bier so berühmt gemacht hat. Aber es gibt auch noch das Kilkenny. Das ist das erste und älteste Bier Irlands. Ebenfalls ein wahrer Genuss.  
Na und dann haben die Iren da auch noch ihren Whiskey.  Dieser  hat eine mindestens ebenso lange Tradition wie der noch berühmtere Scotch. Auch in Irland werden Single Malts gebrannt. Nachgewiesen ist die Whiskey-Herstellung seit dem 13. Jahrhundert.
Nun lasst uns doch mal singen…
Ich habe euch ja noch was Musikalisches versprochen, da fallen mir doch spontan schon mal die  The Dubliners ein. Sie spiele die traditionelle irische Musik, wie man sie dort in den Pubs immer wieder zu hören bekommt. Auch im Bereich Pop und Rock sind da so illustre Interpreten wie z. B. Enya (allen Herr der Ringe-Fans kennen mit Sicherheit ihre Stimme)  und auch Kate Bush. Ja und dann wäre da auch noch, was ja zur Musik dazu gehört, der irische Tanz. Diesen hat vor etlichen Jahren Michael Flatley mit seiner Riverdance-Show auch uns näher gebracht. 
So ihr Lieben, ich denke ich habe euch so einiges zum kulinarischen und musikalischen Irland hier aufgeführt und hoffe, es war ein wenig unterhaltsam und informativ für euch. Vielleicht sind ja für euch ein paar Anregungen dabei gewesen und ihr habt Freude daran gehabt. Denkt daran, die Blogtour geht noch ein wenig weiter, schaut doch einfach mal in den Banner unten rein und ihr wisst, wo sie bereits war bzw. wo sie noch sein wird.


Und die liebe Lita hat auch noch ganz am Ende etwas für euch. Also bleibt dabei und vielleicht besucht ihr mich ja auch danach noch einmal wieder. Bis dahin wünsche ich euch noch viel Spaß bei dieser Blogtour und jede Menge neuen Stoff für euer aller Kopfkino.




Gewinnspiel: Anlässlich der Irish Hearts Blogtour stiftet Lita Harris einen Überraschungsgewinn und zwei kleine Goody-Päckchen. 



Was müsst ihr tun um in den Lostopf zu kommen? Ganz einfach:




1. Teilt diesen Blogpost mit dem Hashtag ‪#‎IrishHeartsBlogtour‬ öffentlich (wichtig!) auf Facebook.


2. Schenkt Lita Harris Autorenseite ein „Gefällt mir“ https://www.facebook.com/LitaHarrisAutorin/


Für jedes #IrishHeartsBlogtour, das auf Facebook angezeigt wird, bekommt ihr einen Los-Punkt. 


Solange die Blogtour läuft, könnt ihr teilen und Los-Punkte sammeln.




Wer die meisten Los-Punkte erreicht gewinnt das Überraschungspaket. Bei gleicher Anzahl entscheidet das Los. Die beiden Goody-Päckchen gehen an die Plätze 2 und 3. Viel Glück! 



Dieses Spiel steht nicht in Zusammenhang weder mit Facebook. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.