Kennt ihr diese Tage, an denen ihr morgens schon aufwacht und euch denkt:
“Heute wäre eigentlich ein guter Tag, um einfach wieder ins Bett zu gehen.”
Genau mit diesem Gefühl bin ich heute in den Tag gestartet. Noch wusste ich nicht, dass dieser Freitag tatsächlich alles bereithalten würde, was man eigentlich überhaupt nicht braucht.
Wenn der Seebär plötzlich zum Hypochonder wird
Nachdem es meinem Seebären gestern schon nicht besonders gut ging und ihn seine depressive Phase wieder fest im Griff hatte, machte er sich heute Morgen direkt auf den Weg zu unserer Hausärztin.
Vorher wurde allerdings erst einmal gemessen. Blutdruck. Blutzucker. Und sicherheitshalber noch einmal. Ihr kennt das vielleicht… manchmal übernimmt einfach der Kopf die Kontrolle und malt die schlimmsten Szenarien aus.
Ich musste innerlich schon ein wenig schmunzeln, denn genau in solchen Momenten kommt bei ihm sein innerer Hypochonder zum Vorschein.
Unsere Ärztin blieb zum Glück herrlich gelassen.
Sie erklärte ihm, dass er endlich akzeptieren müsse, dass auch Männer Wechseljahre erleben können und diese eben nicht immer spurlos an einem vorbeigehen. Und dann kam noch ein Satz, über den ich heute noch lachen muss:
“Wir Frauen schaffen das schließlich auch.”
Außerdem bekam er die klare Ansage, endlich aufzuhören, ständig seinen Blutdruck und Blutzucker zu kontrollieren.
Ich konnte mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen.
Genau das sage ich ihm nämlich schon seit einer gefühlten Ewigkeit.
Aber warum sollte Mann auf seine Frau hören?
Kaum wird es ruhig…
Nachdem wir wieder zu Hause waren, gab es erst einmal Mittagessen.
Endlich.
Wir wollten uns anschließend einfach nur noch ein wenig ausruhen.
Doch manchmal scheint das Leben zu denken:
“Moment… ich bin heute noch gar nicht fertig mit euch.”
Denn völlig ohne Vorwarnung brach mir plötzlich mein rechter unterer Schneidezahn quer durch.
Einfach so.
Er hing tatsächlich nur noch an einem kleinen Zipfel fest.
Ich kann euch sagen…
In solchen Momenten bleibt einem erst einmal die Luft weg.
Die Suche nach einem Zahnarzt

Nun begann der nächste kleine Marathon.
Unser eigener Zahnarzt?
Natürlich im Urlaub.
Es war bereits nach 13 Uhr und eine Praxis nach der anderen hatte entweder geschlossen oder konnte niemanden mehr aufnehmen.
Also telefonierten wir uns einmal quer durch die Umgebung.
Irgendwann hatten wir tatsächlich Glück.
Eine Praxis hatte noch bis 16 Uhr geöffnet und war bereit, mich kurzfristig zu behandeln.
Zwar bedeutete das für mich noch einmal rund 45 Minuten Autofahrt, aber ganz ehrlich?
In diesem Moment wäre ich wahrscheinlich auch noch weiter gefahren.
Wenigstens konnte geholfen werden
Die Zahnärztin konnte den Zahn leider nicht mehr retten.
Nun fehlt mir zwar ein halber Schneidezahn, den ich übrigens fein säuberlich mit nach Hause bekommen habe – irgendwie konnte ich ihn dort einfach nicht liegen lassen.
Der freiliegende Bereich wurde mit einem Medikament versorgt und anschließend mit Kunststoff provisorisch verschlossen.
Jetzt hoffe ich einfach, dass dieses Provisorium seinen Dienst tut, bis mein Zahnarzt wieder aus dem Urlaub zurück ist.
Es gibt einfach solche Tage
Als ich heute Abend auf der Couch saß, musste ich irgendwann selbst über diesen Tag schmunzeln.
Nicht, weil er schön gewesen wäre.
Ganz bestimmt nicht.
Sondern weil das Leben manchmal genau solche Tage schreibt.
Tage, an denen eine Sorge die nächste ablöst.
An denen Pläne über Bord geworfen werden.
An denen man einfach nur denkt:
“Braucht wer noch den Tag oder kann der weg?”
Und trotzdem…
Wenn ich eines aus den letzten Jahren gelernt habe, dann dies:
Nicht jeder Tag muss gut sein.
Aber jeder Tag geht irgendwann vorbei.
Und morgen wartet wieder eine neue Chance darauf, schöner zu werden.
In diesem Sinne wünsche ich euch einen Abend voller Ruhe, ein kleines Lächeln und vor allem einen morgigen Tag, der es ein bisschen besser mit euch meint als dieser es heute mit uns getan hat. 🌻
Grüßle eure Ela



